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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#121 von joesachse , 23.08.2011 21:00

Zitat von Smithie23

Richtig, aber nehmen wir mal die Deutsche Bank. Deren Gewinne und daraus resultiert ja die Dividende, wurde zum Großteil auch mit Transaktionen gemacht, deren kein realer wirtschaftlicher Wert zufrunde liegt. Den Großteil machen die mit ihrem Investmentbanking. Sparbuch, Kredit, Baufinanzierung und Girokonten machen bei denen einen sehr geringen Teil aus. Privatkunden sind halt nichtmehr so ergiebig, wie das Investmentbanking, führen aber dennoch immer zu moderaten, verlässlichen Gewinnen, weshalb viele Banken in den letzten Jahren plötzlich wieder den kleinen Mann "wieder"entdeckt haben. Da macht es eben die Masse.


Nach den offiziellen Bilanzen der Deutschen Bank ist das so nicht ganz richtig. Sicherlich ist der Anteil des Investmentbankings von etwa 2/3 am Gesamtergebnis noch hoch, aber die Privatkunden tragen inzwischen schon fast wieder 1/3 dazu bei, dies ist aus meiner Sicht schon kein "sehr geringer Anteil" mehr.
Hier die Zahlen aus dem Halbjahresbericht:
Corporate & Investment Banking: 3836 Mio
PrivateClients/Asset Management: 1662 Mio

Insofern ist das schon nicht mehr so spekulativ, wenn man noch bedenkt, dass auch beim Investment Banking festverzinsliche Wertpapiere und Staatsanleihen mit geringem Risiko dabei sind.

Gruß
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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#122 von Smithie23 , 23.08.2011 22:43

Richtig, aber sobald irgendein Geschäft - und seien es "nur" 5 Millionen € - getätigt wird, wo Jemand Nachteile von hat oder die Preise für Rohstoffe nach oben treiben, ist es in meinen Augen schon wieder unmoralisch.

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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#123 von joesachse , 23.08.2011 22:51

Zitat von Smithie23
Richtig, aber sobald irgendein Geschäft - und seien es "nur" 5 Millionen € - getätigt wird, wo Jemand Nachteile von hat oder die Preise für Rohstoffe nach oben treiben, ist es in meinen Augen schon wieder unmoralisch.



Das mag ja sein, denn die auf Gewinn orientierte Marktwirtschaft ist unmoralisch. Ein preis, der sich an Angebot und Nachfrage orientiert, ist unmoralisch, denn er nicht keinerlei Rücksicht auf Bedürftigkeiten. Leider gibt es noch keine real existierende Perspektive. Insofern sehe ich in echter Markwirtschaft, zu der dann auch Konkurrenz gehört, im Moment keine Alternative.

Gruß
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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#124 von Smithie23 , 24.08.2011 08:09

Ich stimme dir zu, ABER man kann Gewinne auch ohne Spekulationen machen - dann muss man eben auf Casinomentalität und 20% Rendite verzichten ! Die Sparkassen und Volksbanken schaffen das seltsamerweise ... seit zig Jahrzehnten !

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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#125 von Buhli , 24.08.2011 08:32

Joe, komm Du nicht auch noch mit "Alternativlos". Es reicht wenn uns das die Politiker weiß machen wollen.



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#126 von Smithie23 , 24.08.2011 08:48

Wie sagte Stromberg so schön "Kann nicht" wohnt ja meistens in der "will nicht"-Straße :-))

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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#127 von joesachse , 24.08.2011 15:35

Zitat von Smithie23
Ich stimme dir zu, ABER man kann Gewinne auch ohne Spekulationen machen - dann muss man eben auf Casinomentalität und 20% Rendite verzichten ! Die Sparkassen und Volksbanken schaffen das seltsamerweise ... seit zig Jahrzehnten !


Da musst Du mal "Spekulation" definieren. Viele junge Unternehmen und Startups kommen nur zu Geld, weil es solche Spekulanten gibt. Gerade das Risikokapital für Unternehmen, die in neue Technologien und wissenschaftliche Erkenntnisse investieren, ist oft hoch spekulativ und deshalb nur bei "Spekulanten" zu beschaffen. Die gehen davon aus, dass ein von zehn Unternehmen, in das sie investieren, einmal erfolgreich sein wird und mehrere hundert Prozent Gewinn abwirft. Da spielt es dann keine Rolle, wenn die anderen 9 Unternehmen am Markt nicht erfolgreich waren. Die Volksbanken und Sparkassen gehören da nicht dazu, obwohl auch da einige das Geld ganz schön verzockt haben.
Hier noch ein interessanter Link zum Thema: http://netzwertig.com/2011/06/22/verfugb...ird-investiert/

@Buhli: Zwischen meinem Satz, dass ich im Moment zu etwas keine Alternative sehe und dem globalgalaktischen Unsinn der Politiker, dass etwas alternativlos sein bestehen schon noch Unterschiede

Gruß
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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#128 von Smithie23 , 24.08.2011 23:09

Ich meine bei Spekulationen nicht das Investment in aufstrebende Firmen, sondern wenn man mit Ressourcen wie Öl, Gold und Lebensmitteln spekuliert. Sollen doch Spekulanten ihr Geld bei Firmen verzocken - ist wie im Casino Roulette spielen, aber wenn Lebensmittelpreise dadurch eine unnatürliche Entwicklung nehmen, dann sind die Ärmeren immer die Leidtragenden.

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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#129 von Buhli , 24.08.2011 23:18

@Joe, Zur abgedrehten Privatwirtschaft siehst Du keine Alternative? Ich meine nur die abgedrehte. Die muß erst mal wieder auf die richtigen Gleise gesetzt werden. Dann werden auch die Staatsschulden kleiner. Bodenschätze wie Wasser und Stromgewinnung, gehören nun mal nur in Staatshand. Wenn die Einstellung der Untermehmensleitung stimmt, stimmen auch die Einnahmen. Rothaus Brauerei ist ein gutes Beispiel. Ist ein Staatsbetrieb. Andere Nachbarländer machen uns das doch vor.



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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#130 von BesserWessi0815 , 06.09.2011 21:04

Zitat von BesserWessi0815 vom 13.08.
weil die Schweizer den Franken "sooooooo toll" finden,
schließt die Schweizer Nationalbank (SNB) die Bindung des Franken an den € nicht mehr aus.

...heute wurde von der SNB beschlossen, dass ein € mind. 1,20CHF kosten soll... ach nee: andersrum!
ein € höchstens 1,20CHF kosten dürfen soll----
http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_558913
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/schweizerfranken112.html


..."Der tut nix!"......"Der will nur spielen"... - Peng! -

 
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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#131 von Buhli , 06.09.2011 22:42

BW, das würde der DM genau so ergehen, wenn sie allein unterwegs wäre. Das ist den Finanzexperten bekannt.


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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#132 von delta , 07.09.2011 08:32

Die USA wollen wieder die Geldmaschine anwerfen.
Ich denke, wir sollten wirklich wieder zur DM zurückgehen.
Interresant was die Schweiz jetzt mit ihren Franken anstellt.


wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#133 von BesserWessi0815 , 09.09.2011 14:04


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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#134 von joesachse , 18.09.2011 17:22

Panik an der Wallstreet, als dieses Auto da lang fuhr

http://www.flickr.com/photos/pameladrew/6157505639

Obwohl Wikileaks ja tot ist


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RE: USA und die Schuldenobergrenze

#135 von delta , 18.09.2011 17:53

Es wird sich ein neuer Wikileaks finden, den jedens System hat seine Gegner.


wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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