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Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#1 von Daneel , 05.08.2011 15:06

Der Spiegel zeichnet in einem aktuellen Beitrag ein düsteres Bild über Sachsen-Anhalt, ich kann das objektiv nicht nachvollziehen, merke
aber in manchen Gesprächen mit Ostlern, dass da schon bestimmte Grenzen sich nach rechts verschoben haben. Besonders erschütternd, dass eine
Frau eine andere angreift und würgt, ohne das nur einer unmittelbar eingreift, ist sehr erschütternd.

Herr Diaby bekommt Morddrohungen


Ich will ans Meer zurück, ein letzter Blick
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Ich will ans Meer zurück, dort wo das Glück
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Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#2 von Smithie23 , 05.08.2011 19:37

Ja, ich schäme mich manchmal dafür, da ich ja Sachsen-Anhaltiner bin. Und die Engstirnigkeit vieler Leute stößt mir auch sauer auf. Aber man sollte aufhören das Bild vom rechtsextremen Ossi in die Welt zu posaunen, weil die positiven Beispiele überwiegen - nur nimmt man von Horrorstorys eher Notiz, als von positiven Storys. Ich sehe es im Alltag, dass es auch ein sehr gutes Miteinander mit Ausländern (Menschen mit Migrationshintergrund) gibt.

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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#3 von Weilheimer , 05.08.2011 19:44

Zitat von Smithie23
Ich sehe es im Alltag, dass es auch ein sehr gutes Miteinander mit Ausländern (Menschen mit Migrationshintergrund) gibt.



Klar, bei nur 1% Ausländeranteil in Ostdeutschland gibt es eine wahre Multi-Kulti-Kultur Es ist doch eher so, dass viele daheim gebliebene Ossis keine Fremden neben sich dulden.


 
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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#4 von Smithie23 , 05.08.2011 20:24

Ja du hast Recht. Wir sind alle nichts Wert. Sind faul, verdienen zu Recht weniger und sind fremdenfeindlich und rechtsradikal.

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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#5 von Weilheimer , 05.08.2011 21:09

Zitat von Smithie23
Ja du hast Recht. Wir sind alle nichts Wert. Sind faul, verdienen zu Recht weniger und sind fremdenfeindlich und rechtsradikal.



Gerade depressiv oder was? Sagen wir mal so, der normale Ossi hat eine auf Angst begründete Fremdenfeindlichkeit. Ich erinnere mich noch an die Bilder in Rostock, wo der normale Bürger mitfeierte, wo Rechte gerade das Asylbewerberheim abfackelten. Ähnlich war es in Hoyerswerda. Der Rest deiner Thesen sind Hasenfutter.

 
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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#6 von Buhli , 05.08.2011 21:21

He Weili. Der normale Ossi ist schon wieder zu Pauschal. Lass diesen Blödsinn. Ich hab auch schon hier in BW Morddrohungen bekommen. Vor zwei Jahren meine Frau. Mit Nazischwein und Spitzel sind wir betitelt worden. Klar ging das an die Polizei. Kommst Du in Deinem Laden nicht mit den Leuten auch zu diesem Thema ins Gespräch? Ich schon.
Was war in Solingen los?


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#7 von Bücherwurm , 05.08.2011 21:37

Zitat von Smithie23
Wir sind alle nichts Wert. Sind faul, ....

Smithie, soll ich dich mal wieder aufbauen? Mach dir nichts draus, es handelt sich doch dabei immer nur um die Weitergabe von Gerüchten. Bis 10 Jahre nach der Wende hieß es hier immer: "Die faulen Schweine aus dem Osten, denen müssen wir erstmal das arbeiten beibringen". Heute heißt es: "Die Ossis kommen alle hier rüber und nehmen uns die Arbeit weg". Ich frage dann immer: "Was, die faulen Schweine aus dem Osten? Na da kann doch aber was nicht stimmen"! Nicht mehr aufregen über so einen Blödsinn ist die Devise, sondern einfach drüber lachen! Ist auch viel gesünder!

 
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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#8 von Weilheimer , 05.08.2011 21:47

Also Buhli, bei mir hat es einige Jahre gedauert, bis ich den Türken als Kollegen akzeptiert habe, bei Griechen, Portugiesen Jugos und Albaner ging es schneller, die ticken ähnlich wie Ostdeutsche. Ich hatte vor meinen Zuzug keinen Kontakt mit diesen Volksgruppen. Ich denke Vorbehalte und Angst sind dann eine ganz normale menschliche Reaktion. Ich bin dann noch lange kein Rechter, nur weil ich den Türken nicht gleich in den Arm nehme.

 
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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#9 von Smithie23 , 05.08.2011 22:03

Also ich beurteile einen Menschen nicht nach seiner Herkunft, sondern nach seinem Charakter. Ich bin im Westen von der 1. bis zur 5. Klasse zur Schule gegangen, hatte eine kurdische Großfamilie als Nachbarn, mit deren Kindern ich Fußball gespielt habe und in der Klasse hatte ich nen Jugoslawen und einige Russlanddeutsche, wo es nie großartig Probleme gab ... ich denke mal, dass es bei euch unten nicht Wenige gibt, die mit Ausländern besser klarkommen, als mit den Einheimischen.

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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#10 von Buhli , 05.08.2011 22:15

Smithie da hast Du wahr. Ich komme mit den Zugewanderten besser klar als mit den Eingeborenen. Die Eingeborenen bekommen von mir mehr Ohrfeigen



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#11 von Smithie23 , 05.08.2011 22:22

Zitat von Buhli
Smithie da hast Du wahr. Ich komme mit den Zugewanderten besser klar als mit den Eingeborenen. Die Eingeborenen bekommen von mir mehr Ohrfeigen





Was ich mich frage: Den Ossis wird immer pauschal Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen. In einigen Gegenden in Dt. ist man sogar gegenüber seinen eigenen Landsleuten fremdenfeindlich - soweit sich Bayern, Schwaben und Ossis als gemeinsame Landsleute sehen.

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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#12 von Mario069 , 05.08.2011 23:16

Ich sehe die Sache differenziert. Hupka, den die NPD rausgeworfen hat, und Wiese, der bei der Eröffnung der neuen Synagoge in München ein Sprengstoffattentat plante, kommen aus dem Osten, ansonsten fällt auf, dass viele Nazis in Führungspositionen aus dem Westen kamen und offenbar ein fruchtbares Feld im Osten vorfanden: Worch, Wulff aus Hamburg, Voigt, Rieger, Mahler, Friedhelm Busse, der in Bayern aktiv war, usw. Ich glaube kaum, dass das typisch für Sachsen-Anhalt ist. Ich bin auch Sachsen-Anhalter und mit Sicherheit kein Nazi. Man muss auch kein Nazi werden, wenn's im Leben nicht läuft. Der Schlüssel ist meiner Meinung nach die Bildung.


"Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen: Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus. Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig. Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent. Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi." - Gerhard Bronner, Rede anlässlich der Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Befreiung des KZ Gunskirchen

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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#13 von delta , 06.08.2011 14:14

Irtum....
nicht nur die Bildung ist das Problem, den es ist erwiesen, das durchaus gebildtete Menschen in der NPD vertreten sind.
Wie in jeder Partei gibt es solche und solche.
Das die NPD in Sachsen mehr zulauf hat, hat ebenfalls seine Gründe. Die BRD hat es vergessen, alle Bürger auch im Westen mitzunehmen.
Schnelles Wachsen der Wirtschaft und Aufräumen mit dem Alten System war Ihr wichtiger.
Zuerst Kohl und dann Merkel die ja Ihre Vergangenheit so schnell wie möglich los werden wollte, hatte keine Zeit sich um
die kleinen Bürger zu kümmern. Fast jedes Dorf wurde mit Vergnügungsparks zugeplastert. Brot und Spiele für das gemeine Volk, damit
es abgelenkt war und wurde.



wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#14 von BesserWessi0815 , 06.08.2011 14:20

Mario069, Deine Signatur:

"Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen: Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus. Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig. Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent. Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi."


...gefällt und paßt auch sehr gut in diesen Thread, daher erlaube ich mir sie etwas hervorzuheben...


..."Der tut nix!"......"Der will nur spielen"... - Peng! -

 
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RE: Rechtsextremismus-Hochburg Sachsen-Anhalt

#15 von altberlin ( gelöscht ) , 06.08.2011 15:04

Zitat von Weilheimer
Also Buhli, bei mir hat es einige Jahre gedauert, bis ich den Türken als Kollegen akzeptiert habe, bei Griechen, Portugiesen Jugos und Albaner ging es schneller, die ticken ähnlich wie Ostdeutsche. Ich hatte vor meinen Zuzug keinen Kontakt mit diesen Volksgruppen. Ich denke Vorbehalte und Angst sind dann eine ganz normale menschliche Reaktion. Ich bin dann noch lange kein Rechter, nur weil ich den Türken nicht gleich in den Arm nehme.



Kritik üben muß ich an dem Begriff "Jugo", den das ist heute fast eine Beleidigung. Jugoslawien bestand aus 7 Teilrepubliken unterschiedlichster Religion und Lebensweise, welche von denen meinst du ?
Slowenen oder Kroaten, die mehr zu Mitteleuropa tendieren, Serben, mehr zu Rußland, Montenegriner, oder Mazedonier und (Kosovo)albaner, die eine vierte Volksgruppe stellen ?
Mentalität und Arbeitsweise unterscheidet sich gravierend.
Wen man "in den Arm nehmen" kann, entscheidet sich meiner Meinung nach nicht nach Zeit, sondern nach Umgänglichkeit, Verhalten, Charakter des Einzelnen.

Egal woher sind mir die Menschen weitaus lieber, die sich zu benehmen wissen. Aber die nicht, eine Spezialität von Männern, die überall hinro..en, die ihre Abfälle überall fallen lassen (besonders ausgeprägt bei Südosteuropäern, Frauen eingeschlossen, ohne rassistisch zu werden), und die nicht bei jeder Gelegenheit den Eid schwören (auf ihre Mutter) oder selbige ständig f...... wollen.
Diese Umgangs- und Sprachformen sind erst mit dieser schleichenden Überfremdung in zahlreichen Städten aufgekommen, gemeinsam mit Sprak Kanak, einfach abartig.
Ist es da verwunderlich, wenn sich gewisse Tendenzen immer mehr verbreiten ? Das ist kein für Deutschland typisches Verhalten. Deutschland war einst berühmt für seine Ordnung, seine Sauberkeit, und was ist geblieben ?
Verdreckte Städte, Grünanlagen, Verkehrsmittel. Wenn junge Frauen, Mütter mit Kinderwagen (Ausländerinnen mit dunklerer Haut) ihre Zigarettenschachteln in die Blumenkübel auf der Straße werfen oder einfach fallen lassen, ist leicht vorstellbar, was aus den Kindern wird. Habe ich schon oft genug beobachten können. Null Erziehung. Die Jugend nicht besser, logisch.
Da muß niemand, der Wert auf ein anständiges gepflegtes Umfeld legt, sich wundern, wenn sich gewisse Tendenzen bilden. Zum Thema Familiennachzug incl. Leistungsbezug muß ich nichts mehr sagen, das ist hinreichend bekannt. Und da muß angesetzt werden, nicht bei den Rentnern, wie in einem anderen Thema beschrieben.

altberlin

   

Erster Strang der Ostseepipeline fertiggestellt
Schwacher Konsum in Deutschland bremst Konjunktur


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