ich komme aus Berlin und hab die ersten 12 Jahre meines Daseins in der DDR verbringen dürfen. Geburt ist ja keine bewusste Entscheidung, weswegen es mir fremd wäre, Stolz zu empfinden. Ich bin froh um die guten Jahre und die Prägung, die das auf mich hatte. Mit zunehmendem Alter und einigen Begleiterscheinungen der friedlichen Revolution merke ich eine Störung in meinem Identitätsbild. Natürlich bin ich froh über den Wegfall der Mauer, der für mich zum rechten Zeitpunkt kam. Andererseits stelle ich eine zunehmende Überforderung an mir fest, mit einigen unmittelbaren Folgen zurecht zu kommen. Hier in Berlin wird man quasi doppelt heimatlos, weil die Gentrifizierung ihr besonders grobes Unwesen treibt. Als gebürtiger Prenzlauer Berger macht man hier schon was mit. Ich finde leider keine Artikulation für meine Frustration, die nicht kriminell oder Ressentiments bedienend agiert. Das kann zur Belastung werden, weil man weiß, dass einige der Gedanken die man hegt, ganz schön dumm sind. Aber es lässt sich nun mal nicht wegreden. In diesem Sinne hoffe ich – auch durch Austausch in diesem Forum – das konstruktiv für mich lösen zu können.
Dieses Forum möchte Menschen zusammenführen, Aufklärungsarbeit leisten und ein gesamtdeutsches Gefühl fördern.
Wer uns unterstellt "wir trauern alten Zeiten hinterher", hat die Mission der Community leider nicht verstanden.
Wir verzichten auf übertriebene Ostalgie und freuen uns über neue Meinungen aus Ost & West und Nord & Süd.