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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#31 von Kehrwoche , 27.10.2011 23:00

Tja peppe, was meinst du, wie viele Beiträge von dir dabei wären? Wenn ich an all die Sticheleien der letzten Tage denke, blieben nicht viele übrig. Laß einfach diese "Waden Beißerei"!


Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir.
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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#32 von reporter , 28.10.2011 18:38

Zitat von Buhli
Zitat Reporter:"Dass du deine Behauptung, ehemalige Eingesperrte des Stasi-Knastes Hohenschönhausen würden den Herrn Knabe besonders kritisieren, durch nichts belegst, ist für mich keine Überraschung. Ich habe auch nicht mehr erwartet."
Meinst Du, daß Du Anspruch auf ein Protokoll meiner Gespräche, die ich an meinem Stand führe, hast? Ist eh Überflüssig, weil ja selbst Fakten von Dir ignoriert werden. Hast Du ja schon reichlich bewiesen.



Das ist doch keine Art.

Irgendein angebliches Gerede von irgend einem angeblichen Bekannten, der Herrn Knabe nicht leiden mag. Was hat das denn für eine Aussagekraft?

Da drängt sich doch eher der Eindruck auf, der Herr Knabe gefällt dir irgendwie nicht, aber dir fehlen die Argumente, den Herrn Knaben richtig madig zu machen, wie es auch die alte Duchsteller- und Täter-Garde des SED-Staats von der Editon Ost gern tut, die uns Ätzchen ans Herz gelegt hat.


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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#33 von Buhli , 28.10.2011 22:09

Atze hast Du etwa "Das Gruselkabinett des Dr.Knabe(lari) schon gelesen? Darin sollen wohl auch ehemalige Insassen zu Wort gekommen sein.



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#34 von reporter , 29.10.2011 00:08

Zitat von Buhli
Atze hast Du etwa "Das Gruselkabinett des Dr.Knabe(lari) schon gelesen? Darin sollen wohl auch ehemalige Insassen zu Wort gekommen sein.



Verfasser des Machwerks ist der zur Wende abgehalfterte SED-Historiker Horst Schneider.

Er betreibt Geschichtsrevisionismus aus MfS-Perspektive.

Neuerdings schlägt Schneider vor, ehemalige Stasi-Schergen sollten Besucher durch die Gedenkstätte Hohenschönhausen führen.

Zitat
Auf den (vorläufigen?) Tiefpunkt dieser Art von
Publizistik sank wohl der in Dresden lebende Historiker Horst Schneider mit einer denunziatorischen
Schmähschrift, die den Stasi-Geschichtsrevisionismus mit bemerkenswerter Offenheit einfordert



http://en.stiftung-hsh.de/downloads/CAT_...6_3_490-496.pdf


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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#35 von reporter , 30.10.2011 10:00

Hallo Buhli,

du kannst vielleicht auch publizistisch wirksam werden und bedarfsweise bei Google http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Schneider_(Historiker) noch Ergänzungen anbringen.

Beim Googeln zum stammen SED-Geschichtsprofessor und Gruselkabinett- Horst Schneider, nach der Wende auch noch bei den Nachfolgern aktiv, und heute Serienschreiber bei der Edition Ost um gegen alle zu stänkern, die den Tätern auf die Finger sehen, so mit seinem Gruselkabinett-Machwerk gegen Herrn Knabe, ist mir doch dieser Eintrag in der Publikation

"Bildende Kunst und Parteiherrschaft in der DDR", herausgegeben vom Akademie-Verlag, entgegengekommen:

Zitat
Als der Verbandsfunktionär Horst Schneider, der schon drei Jahre lang als Deckadresse gedient hatte, 1971 zum IM "Verbinder" avancierte, wurde die Zusammenarbeit sogar mit einer zweiseitien Berufsurkunde besiegelt. Darin hieß es u.a.:

Das Ministerium für Staatssicherheit schätzt Deinen Beitrag, Genosse Horst Schneider, zur Entwicklung und zum Schutz der Deutschen Demokratischen Republik hoch ein. Wiederholt hast Du operative Maßnahmen des MfS in Deinem Verantwortungsbereich erfolgreich unterstützen können.

http://books.google.de/books?id=i4vDudgP...epage&q&f=false

Überwachung, Kontrolle, Manipulation S. 179




Nun mag es ja eine zufällige Namensgleichheit sein, Gruselkabinett-Schneider ist Jahrgang 1927 und Stasi-Schneider wurde 1971 zum IM 'Verbinder' gekrönt, Gruselkabinett-Schneider wurde 1980 zum Professor für "Geschichte der neuesten Zeit" gekrönt.


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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#36 von Buhli , 30.10.2011 12:56

Warum soll ich mich den Besserwissern aussetzen, die bereits der Spiegel oder Stern kennen gelernt hat? Die haben auch mit Geschichtsfakten Eintragungen vor nehmen wolle. Diese Eintragungen sind mit wüßten Beschimpfungen wieder entfernt worden. Leider hab ich dich etwas spät "kennen gelernt". Für solche Leutchen sollte eben ein Link bereit stehen, der das belegt. Würde bei Deiner Art mit Fakten umzugehen an Deiner Meinung allerdings kaum Änderungen bewirken. Dafür hast Du schon reichlich Belege geliefert. Ich werde sie nicht kopieren. Lesen und denken können die User ja auch selbst.



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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#37 von peppe , 31.10.2011 16:55

MDR Mediathek was vom Hoheneck: Glaubwürdig: Ulrich Schacht irgendwie noch passend zum heutigen Tag



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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#38 von reporter , 07.11.2011 23:05

Programmhinweis

Die Frauen von Hoheneck
Ein DDR-Gefängnis und seine Schatten in die Gegenwart

Donnerstag, 10.11.2011 ǀ 23:30 - 00:00 Uhr (30 Min.)

Zitat

Im Frauengefängnis Hoheneck nahe Chemnitz wurden ab den späten 40er Jahren, vor allem aber nach 1970, Frauen inhaftiert, die wiederholte Ausreiseanträge gestellt oder Republikflucht geplant hatten.
Ihr Wunsch nach Freiheit, nach Familienzusammenführung u.a. wurde vom DDR-Regime mit Kriminalisierung, erniedrigenden Haftbedingungen, Übergriffen des Knast-Personals (z.B. Schlägen) sowie der Ärzte (Behandlung mit Psychopharmaka), Zwangsarbeit und vor allem mit der Zerstörung ihrer Familien (Zwangsadoptionen, geheimdienstliche Zersetzung innerhalb der Familie und andere Maßnahmen) beantwortet. Heute, im Jahr 22 nach dem Mauerfall, geht es aber vor allem um die Frage der Aufarbeitung: Können die Frauen von Hoheneck Ruhe finden?
Die Autoren Kristin Derfler und Dietmar Klein haben in mehrjährigen Recherchen mit vielen Frauen gesprochen. Drei exemplarische Beispiele stellen sie im Film vor



http://www.eins-extra.de/tv/Die-Frauen-v...287216983900235

Sperrbezirk - Menschen im Stasigefängnis Hohenschönhausen
Das EinsExtra Thema: 20 Jahre Stasi Unterlagen Gesetz

Sonntag, 13.11.2011 ǀ 20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)

Zitat

Kaum ein Ort in der DDR war so geheim wie das Gefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin Hohenschönhausen. Auf keinem Stadtplan war es verzeichnet.
Die Untersuchungshäftlinge, die dort einsaßen, wussten nicht, wo sie sich befanden; oft wussten sie nicht einmal, in welcher Stadt sie waren.
..
1951 wird es vom Ministerium für Staatssicherheit übernommen, dessen 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter für die paranoide Kontrollsucht eines Staates stehen, der seine Bürger unter Generalverdacht stellte. Das MfS selbst entzog sich jeder Kontrolle durch Parlament und Ministerrat. Der verantwortliche Minister Erich Mielke erhielt seine Anweisungen direkt vom Zentralkomitee der Partei.



http://www.eins-extra.de/tv/Sperrbezirk-...287217023395295


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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#39 von reporter , 09.11.2011 08:52

Ein Psychothriller über die Verbrechen im DDR-Frauengefängnis Hoheneck

Zitat
Für Tausende Frauen war das DDR-Gefängnis Hoheneck die Hölle auf Erden. Der ARD-Film "Es ist nicht vorbei" erzählt die Geschichte einer Frau, die ihren Peiniger nach Jahren wieder trifft. Doch selbst ihr Mann will ihr nicht glauben.



Mittwoch, 9. November 2011, ARD:

„Es ist nicht vorbei“, 20 Uhr 15; „Die Frauen von Hoheneck“, 21 Uhr 45, jeweils ARD

http://www.tagesspiegel.de/medien/taeter...ss/5813360.html

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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#40 von peppe , 09.11.2011 22:38

..........habe soeben beide Teile gesehn! Und muss sagen dies kann nur jemand beurteilen der selber dies durchlebt hat!!! Ich weiss wirklich viel von Stollberg ect........da ich ja in der Nähe aufwuchs! Eine Nachbarin von uns war Aufseherin dort und von ihr (wenn Sie eins im Tee hattebekam man einiges raus )
Mir reichte es was ich mit der Ausreisezeit erlebt habe dies kann keiner beurteilen der dies nicht mitmachte umsomehr ging mir der Film an die Nieren
Früher schon sagte mir ein ganz liebe Person in der DDR noch, jeder bekommt im Leben das retour was er verteilt hat POSITIV WIE AUCH NEGATIV und an dies glaube ich ganz fest ..........seit her geht es mir genial inkl habe ich schon ein paar davon kotz..... sehen die es verdient haben. Wie heisst es so schön Glauben versetzt Berge



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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#41 von reporter , 09.11.2011 23:04

Ich habe gerade auch beide Teile gesehen.

Der SED-Staat war ein Verbrecher-Staat. Das Quälen der Frauen dort gehörte zum Abschreckungsprogramm.

Menschen wurden wegen Nichtigkeiten jahrelang eingesperrt, ein Ehepaar wurde eingesperrt, weil es einen Ausreiseantrag gestellt hat. Ihre Kinder sahen sie jahrzehnte nicht mehr wieder.
Viele Frauen sahen ihre Kinder überhaupt nicht, die Kinder wurden gleich nach der Geburt an SED-Familien weitergegeben. Und das Traurigste ist, niemand von dem Täter-Gesindel ist wegen seiner Taten zur Rechenschaft gezogen worden.


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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#42 von Weinböhlaer , 09.11.2011 23:44

Zitat von reporter


Der SED-Staat (war) hatte ein(e) Verbrecher-(Staat) Regierung. Das Quälen der Frauen dort ........

Zum Staat gehören alle die da gelebt haben, es sind aber nicht alle Verbrecher, ich auch nicht.
Deswegen habe ich oben ein wenig korrigiert.


Und das Traurigste ist, niemand von dem Täter-Gesindel ist wegen seiner Taten zur Rechenschaft gezogen worden.



Daran ist aber unser sogenannter Rechtsstaat schuld.


Der Film zuvor ist sicher nur nach einem Drehbuch entstanden, aber er wird von dem tatsächlichen Leben
nicht weit entfernt sein.
Für mich ist es unverständlich das die Täter nicht zur Verantwortung gezogen werden. Ich kann mir
vorstellen wie schwer es ist, für die Frau als Privatperson, Fakten zusammen zu tragen.
Deswegen sollten die Stasi-Akten nie geschlossen werden.


Jene, die ihre Schwerter zu Pflugschare schmiedeten,
pflügen nun für die, die ihre Schwerter behielten.

 
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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#43 von Dresdner Pflanze , 10.11.2011 08:23

Richtig Weinböhlaer, die Stasiakten sollten nie geschlossen werden.
Wenn man beides gestern abend richtig verfolgt hat, konnte man herauslesen, dass der 1. Film mit der nachfolgenden Reportage fast identisch war. Gerade bei einer Frau, es ist schon eine Schande, wie diese Spitzelschweine (Mensch kann man sie ja nicht gerade nennen) mit diesen Menschen, die nur ihre Freiheit wollten, umgegangen sind. Sie sind vor gar nichts zurückgeschreckt. Sie haben Familien riesengroßes Leid zugefügt, das kann und will ich nicht tolerieren, auch wenn es mir damals gut ging.

Wenn ich mir diesen Arzt und alle darin vorkommenden Personen anschaue und mit der heutigen Zeit vergleiche, sehe ich immer noch sehr viele Parallelen. Zu viele Leute haben sich aus der damaligen Stasi in die Chefsessel unserer Wirtschaft gerettet. Die ach so lieben Chefs der großen westdeutschen Konzerne und Betriebe haben diese Leute eingestellt und sie arbeiten teilweise heute noch in ihren Ämtern. Ich bin deshalb dafür, dass alle Leute, die einen etwas verantwortungsvolleren Posten inne haben, auf ihre Vergangenheit überprüft werden, waren sie bei der Stasi oder nicht, deshalb sollte keine falsche Scham an den Tag gelegt werden.

Hoheneck war ein riesengroßes Verbrechen an vielen Frauen, wenn man sich vorstellt, dass sie mit Schwerverbrecherinnen zusammen einsitzen mussten, dass sie teilweise 8 Stunden in diesem kleinen Käfig stehen mussten und nur auf Toi gehen konnten, wenn der Wärter es zulies. Ich konnte die ganze Nacht nicht richtig schlafen, so aufgewühlt war ich.
Ich sage nur "nie wieder Stasi", aber genauso sage ich, hört auf mit diesen ständigen Bespitzelungen in unserem jetzigen Deutschland. (Kameras, Personalausweis, Gesundheitskarte, usw.)


Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.

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RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#44 von reporter , 10.11.2011 09:46

Zitat von Weinböhlaer

Zitat von reporter

Der SED-Staat (war) hatte ein(e) Verbrecher-(Staat) Regierung. Das Quälen der Frauen dort ........
Zum Staat gehören alle die da gelebt haben, es sind aber nicht alle Verbrecher, ich auch nicht.
Deswegen habe ich oben ein wenig korrigiert.


Und das Traurigste ist, niemand von dem Täter-Gesindel ist wegen seiner Taten zur Rechenschaft gezogen worden.



Daran ist aber unser sogenannter Rechtsstaat schuld.




Dein allfälliges Genöle, dass ausgerechnet der Rechtsstaat in Deutschland Schuld ist, daß die Täter nicht belangt wurden, geht mir, ehrlich gesagt, auf den Wecker.
Es war eine schwierige Gradwanderung, in Anbetracht der mit Spitzeln und Tätern durchsetzten Gesellschaft des SED-Staats auf der einen Seite der Opfern gerecht zu werden, den Rechtsfrieden zu wahren, und auf der anderen Seite die Legionen von Spitzeln und Tätern, soweit sie nicht schwerste Verbrechen begangen haben, wieder in die Gesellschaft zu integrieren.
Bis auf Mord sind die Quälereien und Erniedrigungen der Täter verjährt. Das Tätergesindel deckt sich gegenseitig und schweigt. Sämtliche Akten über die 'Behandlungen' der Psychopharmaka-Spritzer sind verschwunden.

Im HoheneckBlog wird die Leidensgeschichte der Tatjana Sterneberg berichtet:

Zitat
Mit bis zu 24 Frauen auf 30 Quadratmetern erlebte Tatjana Sterneberg in einer Zelle eingepfercht Schlimmes. Es gab die perfiden Verhörmethoden und den Psychoterror der Stasi. Und dann immer wieder Schläge, Isolationshaft und Folter. Tatjana Sterneberg verlor sogar ein Kind im Gefängnis. 1976 schließlich wurde sie vom Westen freigekauft.

„Wir waren froh, dass wir das alles hinter uns hatten. Wir sind auf den Boden gefallen, haben den Boden geküsst“,

berichtet sie von ihrer Ankunft in Westdeutschland.

Später erfuhr Sterneberg, dass die Stasi sie mit gesundheitsschädigenden Psychopharmaka vollpumpen ließ und sie von Spitzeln umgeben war. Der Arzt, Mithäftlinge, sogar der Seelsorger im Gefängnis hatten sich von der Stasi einspannen lassen.



http://hoheneck.wordpress.com/

Offensichtlich hast du die beiden Teile gestern nicht gesehen. Dort kamen im zweiten Teil verschiedene ehemalige aus politischen Gründen eingesperrte Frauen zu Wort. Die Sachverhalte, die sie schilderten, führten bei mir zu der Bewertung, daß man den SED-Staat in diesem Zusammenhang als Verbrecherstaat bezeichnen muß.

Deine gekünstelte Unterscheidung von SED-Staat und SED-Regierung führt da nicht weiter. Nach der 'Verfassung' des SED-Staats gabs zwar auch eine 'Regierung', nur die hatte nichts zu melden. Die Entscheidungen wurden im SED-Politbüro getroffen. Die Politbüro-Verbrecher sind, soweit man mit den Mitteln des Rechtsstaats ihrer habhaft werden konnte, ja auch verurteilt worden.

Der erste Teil war natürlich ein Film, der allerdings in berührender Art die Fakten des zweiten Teils zur Grundlage seiner Handlung machte. Das Happy End im Film, wo der Stasi-Arzt trotz Verjährung seiner Schuld und nach einem Mordversuch in Handschellen abgeführt wird, war sicherlich ein Schwachpunkt und entsprach nicht der Realität.

Sämtliche Klagen der ehemaligen Strafgefangenen gegen ihre Haftärzte verliefen im Sand. Und: Viele der Stasi-Spritz-Doktoren praktizieren noch heute.

Wie ist dein Vorschlag? Alle mutmaßlichen Täter einfach einknasten?


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zuletzt bearbeitet 10.11.2011 | Top

RE: Frauengefängnis Schloss Hoheneck

#45 von kalteschnauze , 10.11.2011 13:28

der film ging echt unter die haut, war gut gemacht und ich denke, dass das auch in echt passiert.
zur wende war ich noch recht jung und auch rel. unbewandert in ddr bürokratie....aber dieses ewige stasibetroffenheitsgedöhns also hätte man das nicht mal effektiver lösen können, wer dabei war und wer nicht? war/ist dass überhaupt gewollt, das da alles mal ans tageslicht kommt???? aber warum hat man nicht mal kurzerhand die bankkonten der ddr bürger "lahmlegen" können, was weiss ich davor hebt jeder nochmal en paar mark ab die er fürs tägliche leben braucht für einige wochen und dann wird nachgeschaut, wer woher wann geld bezogen hat, die kontenbewegungen sind doch bei den banken hinterlegt. ausserdem gabs (offiziell) nur die sparkasse und dann noch irgendeine art genossenschaftsbank. oder hatten die "mielke-anhänger" irgendwelche "geheimbanken" die keiner kannte, die dann schnell aufgelöst wurden, als das system kippte, oder haben die spitzel alle ihr geld bar auf die hand gekriegt? oder über strohmänner, übers ausland? hmm hatten die ddr geldinstitute da keinen einblick?

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