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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#76 von Buhli , 14.08.2012 13:44

Sortier Dich erst mal, bevor Du Ziehlfuehrend argumentieren willst.


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#77 von frank , 14.08.2012 14:03

Falls du mit dem Toten den Wächter Arnstadt meinst, der war wohl etwas zu forsch. Nach einem Bericht der 'Welt' wollte der sozialistische Held sich einen modernen Artillerieschlepper zurückholen, dem ein Wächter-Soldat nach der Flucht auf Westgebiet entstiegen war.

Aber immerhin wurden anschließend jede Menge Schulen nach Arnstadt benannt.

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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#78 von Paule , 14.08.2012 16:55

Reporter Frank, ist das so eine "Fehlendes Chromosom"-Geschichte? Das ist jetzt schon mindestens die dritte Karriere und es gibt noch immer keine neuen Geschichte. Immer nur Wiederholungen. Wenigstens der Spiegel hilft und sogar ganz frisch:

Zitat
Was genau damals, ein Jahr und einen Tag nach dem Beginn des Mauerbaus bei Rasdorf an der deutsch-deutschen Grenze abgelaufen war, dazu kursierten unterschiedliche Versionen.

Spiegel

Hätten die nur mal hier reingeschaut und sich die Sucharbeit gespart.

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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#79 von frank , 14.08.2012 21:06

Zitat von Paule im Beitrag #

Hätten die nur mal hier reingeschaut und sich die Sucharbeit gespart.


Das ist ja alles bekannt.

Für mich ist die Version wahrscheinlich, daß der stramme SED-Genosse und Wächteroffizier Arnstadt, der bisher seinen Zonengrenzabschnitt 'sauber' hielt und deswegen belobigt wurde, mit Übereifer den 'Schaden' auszuwetzen versuchte, der ihm wenige Tage zuvor widerfuhr:

Da ist ein Zugführer von Arnstadt's Wächterpersonal getürmt und zu allem Überfluß entschloß sich außerdem ein 'Pionier' zu türmen, und, da dieser keine Lust verspürte, von Arnstadt oder seinen Wächtern umgelegt zu werden, schnappte er sich einen teuren Bergungspanzer sowjetischer Bauart und ist einfach damit über die Zonengrenze gefahren. Also sind in kurzer Zeit zwei Leute vom Wächterpersonal und ein Bergungspanzer abhanden gekommen.

Weiterhin gibt es einen Zeugen, der, wie sollte es anders sein, ebenfalls getürmt ist, und der zu der Arnstadt Geschichte eine plausible Aussage macht:

Zitat
Diese Version der Geschichte geht zurück auf die Aussage eines Mannes, der am 18. August 1962 aus der DDR geflüchtet war und dessen Schwager als Grenzsoldat bei Arnstadts Tod dabei war. Der Mann sagt aus, Arnstadt habe sich spontan entschlossen, den westdeutschen Offizier zum Übertritt in die DDR zu zwingen, "um damit einen Erfolg zu erringen und gleichzeitig in der Person des BGS-Offiziers ein Pfand für die Rückgabe (Austausch) der am 10.8.1962 in der Nähe dieser Stelle in die BRD verbrachten Artillerie-Zugmaschine zu haben".



http://www.n-tv.de/politik/Zwei-Tote-ein...cle6958021.html


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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#80 von Paule , 14.08.2012 22:40

Den Artikel im Spiegel zu lesen, das war zu schwierig? Darin gibt es diverse Versionen von verschiedenen Zeugen. Nur die reporter Frank Version ist richtig, gelle?

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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#81 von frank , 15.08.2012 01:50

Zitat von Paule im Beitrag #
Den Artikel im Spiegel zu lesen, das war zu schwierig? Darin gibt es diverse Versionen von verschiedenen Zeugen. Nur die reporter Frank Version ist richtig, gelle?


Mein Gott, was palaverst du immer wieder dasselbe?

Ich sagte doch, der Spiegel-Artikel ist mir bekannt. Deswegen kann man doch seine eigenen Schlußfolgerungen ziehen.

Und bei dem ganzen Gejammere, daß an der Zonengrenze auch Wächterpersonal umgekommen ist, das läßt sich dann nicht ganz vermeiden. Wer seine Bevölkerung und insbesondere die Wächter so drillt, daß harmlose Zivilisten umgelegt werden müssen, wenn sie dem Regime entkommen wollen, kann darüber nicht verwundert sein. Es ist sicherlich weit mehr Wächter-Personal von den eigenen Wächtern umgebracht worden als durch Drittverschulden, aber dann gabs keine Ehrenhaine und auch Schulen wurden nach den Opfern nicht benannt. Nach Wiipedia hatten neun Flüchtende schneller den Finger am Abzug als die Wächter.


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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#82 von Paule , 15.08.2012 05:34

Nein, kein Gott. Und hier palavert nur einer immer dasselbe. Als reporter, als Frank, was auch immer noch als neuer Name folgt. Evolution nicht möglich. Wir sind auch schon zurück zu "Wächter", fehlen nur noch "Boiler" und "Nachfolger", um meine These zu stützen.


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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#83 von frank , 15.08.2012 09:42

Zitat von Paule im Beitrag #
Wir sind auch schon zurück zu "Wächter"


Was hast du gegen die Bezeichnung "Wächter"? Welche Aufgabe hatte denn nach deiner Ansicht das dort vom SED-Regime eingesetzte Personal?

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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#84 von Hansrudi , 15.08.2012 09:46

Und wie nennen sie sich heute ??? Vielen wieder mit großen Titeln in Amt und Würden .

Denn immer noch gilt : Dien Kleinen henkt man , die Großen beschenkt man !

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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#85 von Paule , 15.08.2012 10:21

Zitat von frank im Beitrag #

Was hast du gegen die Bezeichnung "Wächter"? Welche Aufgabe hatte denn nach deiner Ansicht das dort vom SED-Regime eingesetzte Personal?


Nüscht, wenn das die allgemein übliche Bezeichnung für Soldaten ist, die eine Grenze bewachen. Eigentlich ging es mir darum zu zeigen: Reporter = Frank.

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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#86 von Wega , 15.08.2012 10:27

Zitat von Paule im Beitrag #
Zitat von frank im Beitrag #

Was hast du gegen die Bezeichnung "Wächter"? Welche Aufgabe hatte denn nach deiner Ansicht das dort vom SED-Regime eingesetzte Personal?


Nüscht, wenn das die allgemein übliche Bezeichnung für Soldaten ist, die eine Grenze bewachen. Eigentlich ging es mir darum zu zeigen: Reporter = Frank.


Ich erweitere:

herman - reporter - frank !!


__________________________________________________


Die über Nacht sich umgestellt, und sich zu jedem Staat bekennen - das sind die Praktiker der Welt, man könnte sie auch Lumpen nennen.
(Wilhelm Busch)

 
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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#87 von Buhli , 15.08.2012 11:36

Merkt Ihr nicht wie sich "diese drei" User ueber Eure Raetselspiele amuesieren?
Ein Glueck, dass sich die Zeiten geaendert haben (muessen). Die Grenzen heutzutage, werden schliesslich ohne Schiessbefehl (wirklich?), also somit sicher auch ohne Waffen, nur noch per Streife abgelaufen, um zu sehen welche Wegplatte verrutscht ist.


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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#88 von Buhli , 15.08.2012 18:05

Ein Glueck das wir fuer die Aufarbeitung richtig gute Experten aus dem Westen haben. http://www.neues-deutschland.de/artikel/...uf-raedern.html


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#89 von frank , 15.08.2012 23:30

Zitat von Wega im Beitrag #
Zitat von Paule im Beitrag #
Zitat von frank im Beitrag #

Was hast du gegen die Bezeichnung "Wächter"? Welche Aufgabe hatte denn nach deiner Ansicht das dort vom SED-Regime eingesetzte Personal?


Nüscht, wenn das die allgemein übliche Bezeichnung für Soldaten ist, die eine Grenze bewachen.





Man hätte ja die Sache bißchen besser verstehen können, wenn mal einer der SED-Helden wie etwa Stasi-Mielke nicht im engsten Kreise, sondern im DDR Fernsehen gesagt hätte,

Zitat
„Ich will euch überhaupt mal etwas sagen, Genossen, wenn man schon schießt, dann muss man dat so machen, dass nicht der Betreffende noch bei wegkommt, sondern dann muss er eben dableiben bei uns. Ja, so ist die Sache, wat is denn das, 70 Schuss loszuballern und der rennt nach drüben und die machen ne Riesenkampagne.“ (Wikipedia)



Oder Honecker hätte in Moabit gesagt

"Wir mußten notfalls unsere eigenen Bürger umlegen, anders war unser Staat nicht zu halten"

aber nein, stattdessen waren die Russen Schuld, er, Honecker als kleiner SED-Hansel hätte da garnichts zu melden gehabt, jammerte Honecker dem Gericht vor.

Warum wurde soviel gelogen und jeder Erschossene an der Zonengrenze zum höchstes Staatsgeheimnis erklärt? Warum eigentlich, wenn alles so korrekt war?

Und wenn mal einer eine Selbstverständlichkeit aussprach, etwa der Fernsehjournalist Lothar Löwe, mit seinem berümten Satz

Zitat
„Hier in der DDR weiß jedes Kind, dass die Grenztruppen den strikten Befehl haben, auf Menschen wie auf Hasen zu schießen.“ (Wikipedia)




das konnten dann die SED-Helden nicht hören und Loewe durfte nicht mehr aus Ostberlin berichten.


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RE: 13. August - Wie soll man das Mauermonstrum behandeln?

#90 von Paule , 16.08.2012 08:26

Danke für Übernahme meines Zitats, Erklärung zu

Wächter = allgemein übliche Bezeichnung für Soldaten, die eine Grenze bewachen

kann ich in der zugehörigen Antwort nicht finden. Habe das auch nicht erwartet.

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