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RE: Museen zur DDR-Geschichte

#16 von reporter , 08.02.2012 22:09

Zitat von Atze

1. Die "Villa Guillaume" ist keine Villa, sondern ein ganz normales Einfamilienhaus (siehe Luftbild). Dieses Haus hat vor einigen Jahren Herr He... gekauft.



Bisschen groß, das Grundstück für ein "normales Einfamilienhaus". Oder willst du hier die Leute verarschen und weismachen, der Oberspitzel bekommt als Spitzellohn ein "normales Einfamlienhaus? In Zeitungsbeiträgen zu den Bemühungen von Guilleaume, das Anwesen zur Wende für paar Ostmark sich unter den Nagel zu reißen, es wurde ihm in der Art des SED-Staats zugeschachert, ist von einer millionenschweren Villa die Rede.

Zitat von Atze

2. Die Insel Vilm war nie eine "NVA-Insel". Wenn es dort einen Posten der Grenzbrigade "Küste" gegeben haben mag (was ich nicht weiß), wars das schon.



Obs es nun deine NVA oder die Stasi war, die dem DDR Heloten das Betreten von Vilm verwerte, ist doch egal. Wie Kehrwoche schrieb, war es doch sowieso dieselbe Mischpoke.

Dein Märchen von der Forschung laß mal stecken.

Zitat
Am Dienstag, den 9. Mai, klingelte in der Buchdruckerei Jokiel im Städtchen Putbus auf Rügen das Telephon. Am Apparat: Der Sekretär der SED Kreisleitung für Agitation in Bergen. „Hör mal, Genösse", erläutert er dem Treuhänder der Druckerei, „wir haben euren Druckvorschlag für die Wanderkarte der Insel Rügen mit einer Ergänzung gebilligt. Die Insel Vilm muß raus! Wir bekamen einen Hinweis von oberster Stelle, Du kannst Dir sicher denken, weshalb " Wo künftig blauschraffierte Linien Ostseewellen vorspiegeln, war seit Menschengedenken die Insel Vilm eingezeichnet.



http://www.zeit.de/1967/27/die-insel-vilm-muss-raus

Zitat von Atze

So, Mauselinchen, sag danke und belästige mich nicht mehr.



Das war wohl der Ton der dünkelhaften Boiler der SED-Armee. Dazu noch eine Frage, warum brauchte man eigentlich im Verhältnis viermal soviele SED-Boiler bei der SED-Armee wie es bei der Bundeswehr Offiziere gibt?


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RE: Museen zur DDR-Geschichte

#17 von Björn , 08.02.2012 23:23

Zitat von reporter

Waren es zu Anfang Personen, die ausgeschaltet werden mußten, so sind es in den 80igern "DDR Bürger" die nichts sehnlicher wünschten, bittschön keine Bürger dieses Gebildes mehr zu sein.

Jetzt waren Isolationshaft, Desorientierung und Schlafentzug die Mittel der Wahl. Härte bis zum Untergang.


Soll sich deine Aussage (vor allem das von mir unterstrichene) nur auf Flüchtlinge beziehen oder etwa auch auf jeden, der einen Ausreiseantrag gestellt hat???

Bei dem von "reporter" verlinkten Videobeitrag kommt fast zum Schluß bei den Aussagen von Hubertus Knabe auch wieder das rüber, was seine Kritiker (z.B. andere Geschichtsexperten) ihm am stärksten vorwerfen: für ihn bestand die DDR nur aus Stasi, SED und diktatorischem Unrecht!
Wie es im von mir schon unten verlinkten TAZ-Artikel steht:

Zitat
Wer nun, wie die meisten seiner Historiker-Kollegen, freundlich anmerkt, dass die DDR mehr war als nur Repression, den unterbricht er barsch: "Nach der friedlichen Revolution ging es um zweierlei: den Unterdrückungsapparat freizulegen und den wenigen, die sich dem Regime entgegengestellt haben, ein bleibendes Denkmal zu setzen. Dazu ist es leider nicht gekommen."

Es ist Konsens in der internationalen Diktaturforschung, dass zum Verstehen einer Diktatur auch ihr Alltag gehört. Denn, um es vereinfacht zu sagen: Nimmt man die Diktatur einmal weg, bleiben immer noch die Menschen und ihr gelebtes Leben. Diesen Grundsatz lässt Hubertus Knabe nur bedingt gelten: "Es zeugt nicht gerade von Sachkenntnis, wenn man am grünen Tisch beschließt, in Berlin ein neues Alltagsmuseum zu errichten."


Er ist ja auch ein Gegner der Museen zum "DDR-Alltag".


http://www.youtube.com/watch?v=pVHK7AadSV8&feature=related

http://material.festival-mediaval.com/gr.../300x250ani.gif

 
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RE: Museen zur DDR-Geschichte

#18 von Buhli , 08.02.2012 23:26

Atze, vor kurzem lief spät in der Nacht eine Reportage über die Söhne von Brandt und Guillaume. Da wurde das Haus auch angesprochen. Ne Villa ist das nur in Reporters Phantasien. War schon interessant, wie die ihre Kindheit erlebt haben



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Museen zur DDR-Geschichte

#19 von reporter , 09.02.2012 10:30

Also ich will mich da nicht streiten, wie der größte Spitzel des SED-Staats entlohnt wurde. Ein schlichtes Einfamilienhaus nach DDR Standard wirds sicherlich nicht gewesen sein. Aber solche Albernheiten zu hören ist man ja von gewissen Figuren gewöhnt.

Bekanntlich versuchten viele, die man nicht gerade zu den Proleten rechnet, gerade aus der Umgebung von Berlin, dem SED-Staat zu entkommen. Wie die Bürgerrechtlerin Frey Klier schrieb, kam so dem SED-Staat durch Flucht ein wichtiger Teil der Gesellschaft abhanden. Die Folge war, daß Villengrundstücke mit normalen privaten Einkünften nicht mehr zu halten waren, und diese dann über die Stasi an Günstlinge, Oberspitzel etc. verteilt und auch entsprechend im Unterhalt alimentiert wurden.

In einem Spiegel-Artikel aus 1983 ist zu lesen:

Zitat
Dort, am Bötzsee, sah Schwimmer Lölhöffel "plötzlich, vielleicht 30 Meter entfernt, auf einem Anlegesteg den rundlichen Mann, den ich irgendwann mal treffen wollte, in Sandalen, grüner Turnhose und grünem Sporthemd. Es ist Günter Guillaume". Der bewohnt am idyllischen Seeufer in Eggersdorf (Altlandsberger Chaussee 91) eine zweistöckige Villa (Photo) mit einer bemerkenswert hohen Fernsehantenne. Guillaume wohnt nicht allein: Bei ihm ist nicht Ehefrau Christel, die als seine Komplizin 1974 ebenfalls verhaftet, später zu acht Jahren Gefängnis verurteilt und gleichfalls im vorletzten Jahr in die DDR entlassen wurde, sondern eine junge Frau, Guillaumes "neue Freundin", wie Lölhöffel von Einheimischen erfährt.



http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14020282.html


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RE: Museen zur DDR-Geschichte

#20 von Atze , 09.02.2012 12:01

Hi Buhli,

ja, was soll man zu soviel Besserwisserei sagen, von einem, der nun wirklich keine Ahnung hat.

Wenn ich mal in der Nähe bin, werde ich das Haus fotographieren und hier einstellen. Es sieht von außen nach gar nichts aus. Schön, es ist ein Wassergrundstück zum Bötzsee. Dieser See ist aber nur mit Ruderbooten oder Paddelbooten zu befahren. Motorboote sind verboten. Es gibt auch keine schiffbare Verbindung zu anderen Gewässern im Umland.

Wenn Mauselinchen der Meinung ist, dass dieses Haus eine Villa ist, dann lebe ich auch in einer Villa und habe noch einige anderen Villen in meinem Eigentum, die ich vermietet habe. Er weiß eben nicht vorüber er redet, unser Spinnerchen.

Die Grundstückgröße wird so bei 1300 bis 1500 qm liegen. Das ist hier nicht besonderes. Davon gibt es jede Menge in unserer Region. Problem in der Altlandsberger Chaussee - seeseitig (da liegt das Grundstück nämlich) ist, dass die Gemeinde keine zweireihige Bebauung zu läßt, weil es eine Satzung gibt für den Bötzsee. Die Gemeinde will 15 m Uferstreifen kaufen und eine Promenade errichten. Das geht aber nur, entsprechend §§ 24 - 28 BauGB, bei Ausnutzung des Vorkaufsrechtes, welches eine Gemeinde grundsätzlich hat, wenn einer von vier Punkten erfüllt ist. Und einer ist erfüllt, nein sogar zwei Punkte sind erfüllt um das Vorkaufsrecht (in diesem Falle sogar preislemitiert, da ja nur ein Streifen gekauft werden soll) auszuüben. Es liegt in einem B-Plangebiet und es existiert eine Satzung.
Insofern ist das Grundstück kein reines Wassergrundstück mehr, da zwischen hinterer Flurstücksgrenze und Wasserkante, ein 15 m breiter Streifen, öffentlichen Landes liegt, dass jeder Bürger betreten kann.

Ich kenne Nachbargrundstücke, die ich schon selber verkauft habe. Das Grundstück an sich kostet ca. 70 - 100.000 €. Dann das aufstehende Haus. Das kann ich nicht einschätzen ohne es gesehen zu haben. Wenn ich aber mal davon ausgehe, dass es nicht besser sein wird, als das, des ehemaligen Ministers f. NV, welches ich recht gut kenne, so kann man heute etwa 1000 € auf den qm Wohnfläche ansetzen. Es wird 120 qm groß sein also liegt der Kaufpreis irgendwo bei 200.000 € +/- .
Das ist für mich kein Preis für eine Villa, sondern eben für ein normales EFH. Da ist es wurscht, was man in der Wendzeit dazu gesagt hat. Es ist und bleibt ein Haus aus den 60-er / Anfang der 70-er Jahre erbautes, normales (von außen jedenfalls) Einfamilienhaus, an einer sehr stark, befahrenen Straße ( über 16.000 Fahrzeugbewegungen am Tage).

Trennung

Zur Insel Vilm noch ein Wort. Gosbodina Mauselinchen stellt in seiner totalen Unkenntnis Behauptungen auf. Wenn er dann mit der Nase auf seinen Blödsinn gestoßen wird, ist es plötzlich nicht mehr die NVA sondern die böse Stasi. Dieser Mensch weiß doch gar nicht vorüber er redet /schreibt. "Dümmer geht immer", kann man da nur schreiben.

Quo quisque stultior eo magis insolescit. (Je törichter ein Mensch ist, desto unverschämter ist er) ... trifft auf unser Spinnerchen, meiner Meinung nach, voll und ganz zu.

Trennung

Ob einer der Mods diesen ganzen Sermon in eine andere Spalte verschiebt. Es hat wohl wenig mit der NVA zu tun.

Danke und Gruß


Sir W. Churchill

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RE: Museen zur DDR-Geschichte

#21 von Paule , 09.02.2012 12:30

Hubertus Knabe sagte mir nichts, bin deshalb die üblichen Quellen durchgegangen und habe u.a. eine Beschreibung gefunden, die aus meiner Sicht für einen der hier aktiven Mitglieder übernehmbar ist:

Zitat
...bilanziert mit gewohntem missionarischem Eifer alles, was seinen Vorstellungen einer gründlichen Aufarbeitung der SED-Diktatur nicht entspricht.

Zitat
... häufige Verweise ... belegen eine erstaunlich selektive, um nicht zu sagen naive Vorstellung.



Zeit Online

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Diskussionen zu DDR-Museen

#22 von Björn , 09.02.2012 12:47

Hier ist jetzt wie angekündigt ein Diskussionsthread zu den DDR-Museen und ähnlichem, da auch andere User für eine Verschiebung von diversen Beiträgen aus dem Thema "Museen zur DDR-Geschichte" und für mehr Übersichtlichkeit dort waren.
Dort bitte nur Tipps, Empfehlungen, Beurteilungen usw. rein schreiben!


http://www.youtube.com/watch?v=pVHK7AadSV8&feature=related

http://material.festival-mediaval.com/gr.../300x250ani.gif

 
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RE: Diskussionen zu DDR-Museen

#23 von Björn , 09.02.2012 13:03

Zitat von Björn
Soll sich deine Aussage (vor allem das von mir unterstrichene) nur auf Flüchtlinge beziehen oder etwa auch auf jeden, der einen Ausreiseantrag gestellt hat???


@ "reporter", gibt es auf die Frage an dich eventuell auch eine Antwort?


http://www.youtube.com/watch?v=pVHK7AadSV8&feature=related

http://material.festival-mediaval.com/gr.../300x250ani.gif

 
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RE: Diskussionen zu DDR-Museen

#24 von reporter , 09.02.2012 15:36

Zitat von Björn

Zitat von Björn
Soll sich deine Aussage (vor allem das von mir unterstrichene) nur auf Flüchtlinge beziehen oder etwa auch auf jeden, der einen Ausreiseantrag gestellt hat???


@ "reporter", gibt es auf die Frage an dich eventuell auch eine Antwort?




Ich habe eigentlich keine Lust, auf deine Lügen einzugehen. Denn deine Lüge suggeriert, es hätte mit dem "Ausreiseantrag" einen unproblematischen Weg gegeben, sich aus dem SED-Staat absetzen zu können. Gerade so, als hätte es sich um einen zivilisierten Staat mit Rechtssicherheit gehandelt, wo man auch die Entscheidung des SED-Regimes zum "Ausreiseantrag" gerichtlich hätte überprüfen lassen können.

Wäre das so, hätte man auf das Totschläger-Grenzregime verzichten können, denn wer setzt sein Leben aufs Spiel, wenn er über den "Ausreiseantrag" auch sein Ziel erreicht?
Es ist schon erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit und Hartnäckigkeit du hier den Sachverhalt auf den Kopf stellen möchtest.

Wie das mit dem "Ausreiseantrag" in der SED-Diktatur tatsächlich funktionierte, ist in diesem Beitrag detailliert dargestellt:

http://www.ddr-ausreise.de/1416310.htm


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RE: Museen zur DDR-Geschichte

#25 von reporter , 09.02.2012 16:03

Zitat von Atze

Zur Insel Vilm noch ein Wort. Gosbodina Mauselinchen stellt in seiner totalen Unkenntnis Behauptungen auf. Wenn er dann mit der Nase auf seinen Blödsinn gestoßen wird, ist es plötzlich nicht mehr die NVA sondern die böse Stasi. Dieser Mensch weiß doch gar nicht vorüber er redet /schreibt. "Dümmer geht immer", kann man da nur schreiben.



Ätzchen, zum Schluß sind wir doch mal einer Meinung, dümmer gehts wirklich nimmer, wie da das SED-Gesindel die Insel Vilm einfach von der Landkarte verschwinden ließ. Der gemeine Ossi wurde halt dumm gehalten wie Brot.

Dumme Lakaien waren in meinen Augen auch die Bewacher, die dafür sorgten, daß jeder gemeine Ossi von der Insel fern gehalten wurde. Ob die nun von der Stasi oder von der SED-Armee waren, ist doch nun wirklich egal.


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RE: Diskussionen zu DDR-Museen

#26 von Björn , 09.02.2012 16:06

Wieso ist jetzt eine einfache Frage an dich eine Lüge von mir
Du suggerierst doch hiermit:

Zitat
Waren es zu Anfang Personen, die ausgeschaltet werden mußten, so sind es in den 80igern "DDR Bürger" die nichts sehnlicher wünschten, bittschön keine Bürger dieses Gebildes mehr zu sein.
Jetzt waren Isolationshaft, Desorientierung und Schlafentzug die Mittel der Wahl. Härte bis zum Untergang.


daß jeder Ausreisewillige in Isolationshaft usw. kam! Deshalb gezielt meine Nachfrage, weil garantiert mehrere User ausreisewillige Leute kannten bzw. kennen, welche nur einen Ausreiseantrag gestellt haben und dafür nicht inhaftiert wurden.
Ich kenne auch einen Gleichaltrigen, dessen Eltern (Vater in der Pflanzenzucht, Mutter in der Industrie) Anfang 1987 einen Ausreiseantrag gestellt haben und die 4-köpfige Familie im Sommer per Zug zu ihren Verwandten nach Niedersachsen ausgereist ist (ohne Inhaftierung, allerdings auch nur mit persönlichem Gepäck). Ich habe ihn vor 2 Jahren das letzte Mal getroffen.


http://www.youtube.com/watch?v=pVHK7AadSV8&feature=related

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RE: Diskussionen zu DDR-Museen

#27 von reporter , 09.02.2012 16:36

Es ging um die Inhaftierten im Stasi-Knast Hohenschönhausen. Und das waren Prominente und weniger Prominente. Nach dem Mauerbau wurden hier vor allem Menschen festgehalten, die aus dem SED-Staat fliehen oder ausreisen wollten.
Wen die Diktatur nicht ziehen ließ, der mußte halt bleiben. Und wenn der Helot dann etwas deutlicher wurde, dann wurde er eben eingeknastet. Das war die Rechtswirklichkeit im SED-Staat.

In einem zivilisierten Staat hätte es für deren Inhaftierung überhaupt keinen Grund gegeben.

Und da brauchst du nicht von "Ausreiseanträgen" palavern und vom Sachverhalt abzulenken, denn offensichtlich wurde dieser Weg der "Antragstellung" ja versucht oder er stellte für den Betroffenen keine reale Möglichkeit dar.


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RE: Museen zur DDR-Geschichte

#28 von Atze , 09.02.2012 16:44

Zitat von reporter
[quote="Atze"]
Dumme Lakaien waren in meinen Augen auch die Bewacher, die dafür sorgten, daß jeder gemeine Ossi von der Insel fern gehalten wurde. Ob die nun von der Stasi oder von der SED-Armee waren, ist doch nun wirklich egal.



Gosbodina Mauselinchen,

dumme Lakaien sind solche Individuen, die ohne zu überlegen, alles nachplappern.

Es besteht schon ein erheblicher Unterschied zwischen den Angehörigen der NVA und den Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit. Das sollte selbst einem Ignoranten wie Dir, schon aufgegangen sein. Dazu braucht man keinen Doktorhut. Ich empfehle Dir, befrage doch mal die "Adenauer Stiftung" dazu.
Aber was red (schreib) ich eigentlich? Typen wie Du, liebes Mauselinchen, die auf dem Schoß vom Bürger Knabe sitzen (ich kann mir sogar vorstellen, dass Du in seinem unmittelbaren Ausdünstungskreis agierst wenn nicht gar schlimmer ) , sind sowieso beratungsresistent, wie schon mehrfach erkannt.

Ich würde ja Mitleid, ob Deines äußerst bescheidenen Blickwinkels, mit Dir haben aber dann müßte ich ja heucheln und das liegt mir fern.


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RE: Diskussionen zu DDR-Museen

#29 von reporter , 09.02.2012 17:10

Tut mir leid, ich sehe nunmal keinen großen Unterschied zwischen hauptberuflichen SED-Armee-Angehörigen und hauptberuflichen Stasi-Leuten.
Wenn du da einen wesentlichen Unterschied siehst, kannst du ihn gern erläutern.

Beide Gruppierungen wurden von der Diktatur überdurchschnittlich versorgt, erbrachten keinen produktiver Anteil an der gesellschaftlichen Arbeit und waren somit parasitärer Natur und waren Stützen der Diktatur.

In diesem Zusammenhang fragte ich ja bisher leider vergeblich, warum es bei der SED-Armee so ungewöhnlich viele Boiler mit SED-Parteibuch gab. Denn für die rein militärische Verwendung genügen bei der Bundeswehr die Hälfte oder noch weniger. Brauchte man soviele Aufpasser bei der SED-Armee oder was sollte sonst der Grund gewesen sein?


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RE: Diskussionen zu DDR-Museen

#30 von Buhli , 09.02.2012 21:11

Atze, lass ihn einfach selber suchen, klicken und kopieren. Da ist wenigstens zu erkennen in welchen Welten er sich bewegt.


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