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Spiegel-Online zur "Trasse"

#1 von BautznerSenf , 04.04.2012 16:53

Hallo!

Habe gerade bei Spiegel-Online einen interessanten Artikel zur "Trasse" gefunden:
http://einestages.spiegel.de/static/topi...r_freiheit.html

Viel Spass!

Bautzner Senf


Besten Gruss

BautznerSenf

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RE: Spiegel-Online zur "Trasse"

#2 von Buhli , 04.04.2012 17:35

Ich hab noch mal einen Link dazu gesetzt, weil ich beim andern nichts erreichen konnte. http://m.spiegel.de/einestages/a-24504.html



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Spiegel-Online zur "Trasse"

#3 von reporter , 04.04.2012 18:47

Zitat von Buhli
Ich hab noch mal einen Link dazu gesetzt, weil ich beim andern nichts erreichen konnte. http://m.spiegel.de/einestages/a-24504.html



Interessanter Beitrag.

Ich dachte das Trassengeschufte wurde irgendwie wettgemacht durch Vorzugslieferungen des Großen Bruders für Energie und andere Stützungen. Bekanntlich pumpte umgekehrt seit den 80igern die SU Unterstützung in ihren ostdeutschen Satellitenstaat. um ihm am Leben zu halten. Daß die Trasse, wie der Beitrag sagt, ein reines Verlustgeschäft für den SED-Staat war, kann ich garnicht glauben. Aber die wirtschaftliche Dummheit war auf der Honecker Ebene fest eingebaut. Altkanzler Schmidt äußerte sich im ARD Beitrag zu M. Honecker über die extreme wirtschaftliche Inkompetenz des SED-Chefs, der überhaupt nicht verstand, daß der SED-Staat wirtschaftlich am seidenen Faden hing.


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RE: Spiegel-Online zur "Trasse"

#4 von Engineer , 04.04.2012 20:21

Erst mal zur allgemeinen Info: Es gab folgende Projekte:
1.) Druschba Trasse - Mitte bis Ende der 70ger Jahre
2.) Das Zentrale Jugendobjekt der FDJ - Erdgastrasse- mit mehreren Teilabschnitten (Ural, Ukraine ...) von Anfang der 80er Jahre bis 1990.
Beide Trassen haben sich für die DDR nicht gerechnet, weil 1990 Schluß war mit der Abgeltungen der Bauleistungen durch die Rohstofflieferungen der SU, die DDR gab es nicht mehr.
Nutznießer war jedoch die vereinte BRD. Sie galt in diesem Geschäft als Rechtsnachfolger der DDR und hatte mit den Trassen eine gute Verhandlungsgrundlage.

Trotzdem ist es richtig, es ging allein wegen der laufenden Baukosten an die Grenze der Leistungsfähigkeit der DDR. Noch eine Trasse hätte die DDR sicher nicht gemeistert.

Interessant ist, es gab bis heute kaum Qualitätsmängel an den Trassen - eben deutsche Qualitätsarbeit.

Beste Grüße


ex oriente lux

 
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RE: Spiegel-Online zur "Trasse"

#5 von Buhli , 04.04.2012 22:16

Engineer, stell Dir vor die DDR wäre nicht in Vorleistung gegangen. Die Schulden wären ja noch höher. Mein Schwager hat auch schon so manches von sich gegeben.
Qualitätsarbeit "Made in East Germany". Das Zeug was der Westen damals geliefert hat, scheint nicht die Welt gewesen zu sein. Sonst hätte es ja Spezialisten gebraucht. Ach neeee. Der "Ossi" kam doch erst auf, weil der Begriff "Spezialist" so schwer über Westlippen geht.


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RE: Spiegel-Online zur "Trasse"

#6 von reporter , 04.04.2012 22:53

Zitat von Engineer

Nutznießer war jedoch die vereinte BRD. Sie galt in diesem Geschäft als Rechtsnachfolger der DDR



Ob man von "Nutznieß" sprechen kann? Schließlich war mit den Trassenkräften ein nennenswerter Teil der produktiven Arbeitskräfte außerhalb der sich im rasanten Verfall befindlichen Ostrepublik beschäftigt und im Lande selbst verblieben die unproduktiven Legionen an Beschäftigten in den aufgeblähten Sicherheitsapparaten und Massenorganisationen.

Wenn 1990 Schluß war mit der Abgeltungen der Bauleistungen durch Rußland ist das nicht verwunderlich, denn es war ja auch Schluss mit dem Einsatz an der Trasse.

Und der 'Nutznieß' lag doch dann nur darin, daß die BRD Kosten für diese politisch motivierten und wirtschaftlich verfehlten Handlungen in der Liquidationsmasse zusätzlich übernehmen mußte.


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RE: Spiegel-Online zur "Trasse"

#7 von Weinböhlaer , 05.04.2012 00:32

Die Trasse war aber eine Erfahrung fürs Leben.

Bild:....so gemütlich sah es damals aus, aber Geld haben
wir verdient


Jene, die ihre Schwerter zu Pflugschare schmiedeten,
pflügen nun für die, die ihre Schwerter behielten.

Angefügte Bilder:
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 Erinnerung an die Trasse.jpg 
 
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