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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#136 von reporter , 18.04.2012 21:50

Zitat von Fern-Ossi

Zitat von reporter
Wie die USA die Schutzmacht für die Bundesrepublik und den freien Teil von Berlin waren.



Ich habe die US-Soldaten in Deutschland eher als Besatzungsmacht gesehen.
...

Damals hiess es auch immer, der Russe will Deutschland ueberrennen.
Genau anders herum war es, der Ami wollte naeher an die russische Grenze ruecken,
was er jetzt auch in Polen tut, mit seinem angeblichen "Schutzschild" gegen den Iran.




Mir ist nicht bekannt, daß US Truppen in Polen stationiert sind. Es war die nach dem Austrieb der Kommunisten durch freie Wahlen gebildete Regierung von Polen, sich für die Nato zu entscheiden, um ihre nationale Souvernität dauerhaft auch gegen unvorhergesehene Bewegungen in Russland zu schützen. Wie es die meisten ehemaligen Ostblockstaaten aus gleichem Grunde gemacht haben.
Nichts anderes haben ês die Deutschen im Westteil schon nach dem Krieg gemacht, und sie sind gut damit gefahren. Natürlich gab es in Deutschland auch immer welche wie dich, die das anders sahen, aber solche Gruppierungen spielten in Deutschland nie eine Rolle.

Was die Russen nach dem Kriege in Deutschland wollten, kannst du an der Installation des SED-Staats dir ansehen. Das war keineswegs in den Abkommen von Potsdam und Jalta so festgelegt worden, daß überall da, wo die Rote Armee ihren Fuß hinsetzte, kommunistische Diktaturen, die von der betroffenen Bevölkerung durchgehend abgelehnt worden, installiert werden sollten. Das Gewühle von Moskau und Ostberlin gegen den freien Teil Berlins scheint ganz an dir vorbegegangen zu sein. Offensichtlich warst du kein besonders guter Schüler im Fach Geschichte.


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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#137 von altberlin ( gelöscht ) , 18.04.2012 22:01

@ reporter, Bildungslücke ??? Guckst du hier :

http://www.n24.de/news/newsitem_6081109.html

Dein geliebter SED-Staat geht dir nicht aus dem Kopf, egal bei welchem Thema. Beispiel....

Zitat
Was die Russen nach dem Kriege in Deutschland wollten, kannst du an der Installation des SED-Staats dir ansehen.

altberlin

RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#138 von joesachse , 18.04.2012 22:20

Der von altberlin gebrachte Link scheint mir allerdings auch sehr einseitig. Offensichtlich gibt es keine wirklich neutralen Beschreibungen der Geschichte dieses Landstrichs, was Verständlich ist, als Quelle von drei Weltreligionen waren mit jeder Darstellung auch religöse und politische Interessen verbunden.
Mir erscheint die Darstellung der bpb ganz ausgewogen, da werden zumindest beide Seiten mit ihren Ansichten und Taten einigermaßen wertfrei dargestellt:
http://www.bpb.de/apuz/28325/der-israeli...he-konflikt?p=0

Eben gerade in der Bibel und den Christliche Schriften ist von König David und seinem Reich geschrieben. Darauf berufen sich ja die Juden.


Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)

 
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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#139 von reporter , 18.04.2012 22:24

Zitat von altberlin
@ reporter, Bildungslücke ??? Guckst du hier :

http://www.n24.de/news/newsitem_6081109.html

Dein geliebter SED-Staat geht dir nicht aus dem Kopf, egal bei welchem Thema. Beispiel....

Zitat
Was die Russen nach dem Kriege in Deutschland wollten, kannst du an der Installation des SED-Staats dir ansehen.






Der "geliebte SED-Staat" ist halt ein gutes Beispiel, was die Russen so wollten ...

Dein Link ist eine zwei Jahre alte Kamelle. Ich glaube, da sind die Messen zwischen den USA und Russland noch nicht gesungen. Zwischendurch drohte ja Putin, Raketen in Königsberg zu installieren.


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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#140 von Engineer , 18.04.2012 23:01

Die Sowjetunion hatte ihr WKII Trauma und hatte mit den Stalinnoten 1952 den Vorschlag einer neutralen Zone in Europa gemacht. Der Vorschlag ging an die Westalliierten und wurde von diesen
abgelehnt. Man unterstellt heute der SU unlautere Absichten, was aber nicht richtig nachweisbar ist. In Östereich wurde jedenfalls 1995 ein Friedensvertrag abgeschlossen und alle Besatzer Österreichs zogen ab.
Und die Ösis blieben neutral und wurden nicht heimlich wieder über irgendwelche Winkelzüge in das soz. Weltsystem eingegliedert.
Es war für die Amis ja in Zeiten des Kalten Krieges günstig, als Besatzungsmacht Deutschlands gleich einen Fuß in Europa zu haben und -legal- Besatzungstruppen aufmarschieren zu lassen.

Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.


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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#141 von Fern-Ossi , 18.04.2012 23:13

Zitat von altberlin
Für alle diejenigen Befürworter der UNO-gestützten Teilung und Zerstückelung Palästinas hier ein Link, der Beachtung verdient.
http://www.arendt-art.de/deutsch/palesti...eibung.htm#oben
Und bitte bis ins kleinste Detail anschauen, eventuell kommt dann doch bei den bedingungslos alles akzeptierenden Usern etwas Nachdenklichkeit auf.
Den Staat Israel gab es nicht, und das fruchtbarste Stück Palästinas und gleichzeitig ein Teil des heiligen Landes des Volkes von Palästina, es wurde schon vor Jahrhunderten in christlichen Schriften erwähnt, wurde über Nacht "am Schreibtisch" abgetrennt und ohne Zustimmung der rechtmäßigen Bewohner einem anderen Volk zugewiesen.
Das kann zu den gegebenen Bedingungen nicht gut gehen.



Das ist es, was ich meine.
Man kann das auch Wunderbar auf Deutschland uebertragen.
Da kommt ein Volk nach Deutschland, sucht sich die besten Gegenden von Deutschland aus,
macht einen Zaun rings herum und ballert auf jeden, der da was dagegen hat.
Dann kommt noch die halbe Welt dazu, hilft den Besetzern mit Waffen und High Tech.

Wie schlimm waere denn diese Situation fuer das deutsche Volk???

Wie ich auf so einen Angriff auf meine Heimat reagieren wuerde, schreibe ich hier lieber nicht.

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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#142 von reporter , 19.04.2012 09:21

Zitat von Fern-Ossi

Man kann das auch Wunderbar auf Deutschland uebertragen.
Da kommt ein Volk nach Deutschland, sucht sich die besten Gegenden von Deutschland aus,
macht einen Zaun rings herum und ballert auf jeden, der da was dagegen hat.
Dann kommt noch die halbe Welt dazu, hilft den Besetzern mit Waffen und High Tech.

Wie schlimm waere denn diese Situation fuer das deutsche Volk???

Wie ich auf so einen Angriff auf meine Heimat reagieren wuerde, schreibe ich hier lieber nicht.



Ja, kann man übertragen. Zumindest teilweise. Deutschland hat etwa ein Drittel seines Staatsgebiets als Folge eines verlorenen Krieges an andere Staaten abtreten müssen und 12 Millionen Vertriebene mußten ihre Heimat verlassen.

P.S. Die Wüsten und Halbwüsten, die dem israelischen Staat mit dem UN Teilungsplan auch zugewiesen wurden, würde ich nicht unbedingt als "beste Gegenden" bezeichnen.

Überhaupt war Palästina insgesamt schon in osmanischen Zeiten und auch unter britischer Mandatsverwaltung ein ausgesprochen armer und unterentwickelter Landstrich.


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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#143 von delta , 19.04.2012 09:37

Zitat von joesachse

Eben gerade in der Bibel und den Christliche Schriften ist von König David und seinem Reich geschrieben. Darauf berufen sich ja die Juden.



Gerade die Bibel ist x-fach neu gefasst und gedeutet worden und immer im Intressen der Kirche.
Wer soll das glauben worauf sich die Juden berufen. Betrachtet man jetzt noch die Juden die nach
dem Jüdischen Glauben leben und handeln, so stimmt Neuzeit und vergangenes nicht überein.
Viel wiedersprüchliches ist zu finden.


wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#144 von reporter , 19.04.2012 09:45

Zitat von delta

Zitat von joesachse

Eben gerade in der Bibel und den Christliche Schriften ist von König David und seinem Reich geschrieben. Darauf berufen sich ja die Juden.



Gerade die Bibel ist x-fach neu gefasst und gedeutet worden und immer im Intressen der Kirche.




Ob die Bibel neu gefaßt und und gedeutet wird, ist in diesem Zusammenhang unerheblich. Es ging um die Kernaussage, daß in dem Gebiet um Jerusalem in biblischen Zeiten und davor bereits ein jüdischer Staat existiert hat. Dies ist eindeutig der Fall.


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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#145 von Wega , 19.04.2012 10:22

Zitat von reporter


Ob die Bibel neu gefaßt und und gedeutet wird, ist in diesem Zusammenhang unerheblich. Es ging um die Kernaussage, daß in dem Gebiet um Jerusalem in biblischen Zeiten und davor bereits ein jüdischer Staat existiert hat. Dies ist eindeutig der Fall.



Na dann!
Auf nach Rom!
Es lebe das Heilige römische Reich deutscher Nation!

Was interessieren uns die Italiener!


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Die über Nacht sich umgestellt, und sich zu jedem Staat bekennen - das sind die Praktiker der Welt, man könnte sie auch Lumpen nennen.
(Wilhelm Busch)

 
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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#146 von delta , 19.04.2012 10:34

Zitat von reporter

Zitat von delta

Zitat von joesachse

Eben gerade in der Bibel und den Christliche Schriften ist von König David und seinem Reich geschrieben. Darauf berufen sich ja die Juden.



Gerade die Bibel ist x-fach neu gefasst und gedeutet worden und immer im Intressen der Kirche.




Ob die Bibel neu gefaßt und und gedeutet wird, ist in diesem Zusammenhang unerheblich. Es ging um die Kernaussage, daß in dem Gebiet um Jerusalem in biblischen Zeiten und davor bereits ein jüdischer Staat existiert hat. Dies ist eindeutig der Fall.






Einen Jüdischen Staat hat es eben nicht gegeben. Es lebten dort vielleicht Juden mit Ihren glauben .


wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#147 von reporter , 19.04.2012 11:18

Zitat von delta

Einen Jüdischen Staat hat es eben nicht gegeben. Es lebten dort vielleicht Juden mit Ihren glauben .



Dummes Zeug.

Es gab in vorchristlicher Zeit und dann bis zur nachchristlichen Zeit mehrere Phasen, wo die die Juden in dem betreffenden Gebiet einen eigenen Staat hatten.

Der letzte jüdische Aufstand in Israel gegen die römische Herrschaft wurde 135 n. Chr. niedergeschlagen. Danach gehörte das Gebiet endgültig zum Römischen Reich, später nach dem Zerfall des Römischen Weltreichs eroberten Araber das Gebiet, bis es unter osmanische und dann britische Herrschaft kam.

Zitat von Wega

Na dann!
Auf nach Rom!
Es lebe das Heilige römische Reich deutscher Nation!

Was interessieren uns die Italiener!



Das ist genau die Problematik heute. Wenn jedes Volk sich auf seine vermeindlich größte Ausdehnung beruft, wo es ein historisches Recht darauf zu haben glaubt, müßte die Erde mindestens dreimal so groß wie jetzt sein. Deswegen sollte man Einsicht entwickeln, und auf das Nahostproblem angewendet, sollten die Araber Einsicht zeigen, und die Existenz des Staates Israel akzeptieren. Das ist die Grundvoraussetzung jeder möglichen Übereinkunft.

Da dies seit 1947 die Araber *) ablehnen und Israel, wennn die Araber sich von der letzten Kriegsniederlage erholt haben wieder mit einem neuen Krieg überziehen, haben sich in der Geschichtes Israels Regierungen unter dem Eindruck der permanenten Bedrohung etabliert, die die Verteidigungs- und Überlebensfähigkeit des Landes in den Vordergund stellen.

*) Offiziell mit Ausnahme Ägyptens, welches mit Israel einen Friedensvertrag abgeschlossen hat. Da bleibt allerdings abzuwarten, wie sich das mit den Nach-Mubarak Ägypten weiterentwickelt.


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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#148 von Paule , 19.04.2012 12:13

Zitat von reporter
Was die Russen nach dem Kriege in Deutschland wollten, kannst du an der Installation des SED-Staats dir ansehen. Das war keineswegs in den Abkommen von Potsdam und Jalta so festgelegt worden, daß überall da, wo die Rote Armee ihren Fuß hinsetzte, kommunistische Diktaturen, die von der betroffenen Bevölkerung durchgehend abgelehnt worden, installiert werden sollten.

Ja, was denn sonst? Es war doch klar, daß die "Sieger" Ihr politisches System installieren.

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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#149 von Wega , 19.04.2012 12:20

Zitat von reporter

Zitat von delta

Einen Jüdischen Staat hat es eben nicht gegeben. Es lebten dort vielleicht Juden mit Ihren glauben .



Dummes Zeug.

Es gab in vorchristlicher Zeit und dann bis zur nachchristlichen Zeit mehrere Phasen, wo die die Juden in dem betreffenden Gebiet einen eigenen Staat hatten.

Der letzte jüdische Aufstand in Israel gegen die römische Herrschaft wurde 135 n. Chr. niedergeschlagen. Danach gehörte das Gebiet endgültig zum Römischen Reich, später nach dem Zerfall des Römischen Weltreichs eroberten Araber das Gebiet, bis es unter osmanische und dann britische Herrschaft kam.

Zitat von Wega

Na dann!
Auf nach Rom!
Es lebe das Heilige römische Reich deutscher Nation!

Was interessieren uns die Italiener!



Das ist genau die Problematik heute. Wenn jedes Volk sich auf seine vermeindlich größte Ausdehnung beruft, wo es ein historisches Recht darauf zu haben glaubt, müßte die Erde mindestens dreimal so groß wie jetzt sein. Deswegen sollte man Einsicht entwickeln, und auf das Nahostproblem angewendet, sollten die Araber Einsicht zeigen, und die Existenz des Staates Israel akzeptieren. Das ist die Grundvoraussetzung jeder möglichen Übereinkunft.

Da dies seit 1947 die Araber *) ablehnen und Israel, wennn die Araber sich von der letzten Kriegsniederlage erholt haben wieder mit einem neuen Krieg überziehen, haben sich in der Geschichtes Israels Regierungen unter dem Eindruck der permanenten Bedrohung etabliert, die die Verteidigungs- und Überlebensfähigkeit des Landes in den Vordergund stellen.

*) Offiziell mit Ausnahme Ägyptens, welches mit Israel einen Friedensvertrag abgeschlossen hat. Da bleibt allerdings abzuwarten, wie sich das mit den Nach-Mubarak Ägypten weiterentwickelt.




Du hast mich falsch verstanden @reporter und stellst meine Aussage auf den Kopf.


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RE: Günter Grass "Was gesagt werden muss"

#150 von Buhli , 19.04.2012 14:33

Wega, der kann nicht anders. Ist ja schliesslich ein Repoerter. Er verdraengt auch, dass es die Deutschen waren, die dem sowjetischen Volk das Land rauben wollten. Die Lektion hat er scheinbar noch nicht gelernt. Erdoel hat bereits damals das Motiv fuer den Krieg geliefert. Die boesen Sowjets aber auch.



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