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RE: Die schleichende Enteignung

#31 von Smithie23 , 09.04.2012 11:27

Gibt ja diese Bekannte Spiel zwischen Mann und Frau: Die Frau sieht traurig aus, der Mann fragt was los sei und die Frau sagt "NICHTS" und wird dann sauer, wenn der Mann ihr glaubt.


Auch der kleine Mann kann von der Krise profitieren !

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RE: Die schleichende Enteignung

#32 von delta , 09.04.2012 11:30

Nein Smithie

betrachte es mal von dieser Seite, was Frauen für Frauen tun.............
bevor sie über die Männer herfallen.......
auch wenn es nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Aber man darf ja mal laut denken

http://www.sueddeutsche.de/geld/zuschuss...armut-1.1316164


wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: Die schleichende Enteignung

#33 von mutterheimat , 09.04.2012 11:47

Es ist schon interessant, diese Disskussion, unter einer völlig falschen Überschrift. Schlawine hat es erkannt. Warum also nicht den ganzen Zauber verschieben und eine neue Überschrift draus machen. Nach meinem letzten Beitrag beispielsweise, welcher genau zur Überschrift paßt.


Wer sind die besten Fälscher der Welt, die Medien! Wer das alles glaubt, was alles so da drin steht und gesagt wird, (Presse, Rundfunk, Fernsehen, Internet), dem ist nicht zu helfen!

 
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RE: Die schleichende Enteignung

#34 von Björn , 09.04.2012 12:54

Naja, "delta" als Threadt-Ersteller hat ja auch diese Frauendiskussion angefangen und jetzt kritisiert er nebenbei gleich noch die Gleichberechtigung von Mann und Frau! Da kann er auch die Themenabweichung hier verschmerzen

Hier wieder was zum eigentlichen Thema:

Zitat
Der Quedlinburger Fachwerkbau

Der größte Teil des Hausbestandes im historischen Stadtkern sind Fachwerkhäuser, die in besonderer Weise dem städtebaulichen Denkmalschutz unterstehen. Sie wurden aufgrund ihrer Formen in fünf große Bereiche unterteilt: Danach wurden mindestens elf (1 Prozent) Fachwerkhäuser vor 1530 errichtet, weitere 70 (5 Prozent) zwischen 1531 und 1620, mehr als 439 (33 Prozent) zwischen 1621 und 1700, mehr als 552 (42 Prozent) zwischen 1700 und 1800 und 255 (19 Prozent) die im 19. und 20. Jahrhundert erbaut wurden. Insgesamt sind das mehr als 1327 Fachwerkhäuser in Quedlinburg. Im Vergleich haben sich in Wernigerode 624, in Stolberg 354 und in Osterwieck 353 Fachwerkbauten erhalten.

In den vergangenen Jahren konnte die Bauforschung mit Hilfe von Dendrochronologie über 20 bisher bauzeitlich unbekannte Häuser und Dachstühle aus der Zeit zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert identifizieren.

Von 1989 bis 2005 gelang durch verschiedene Förderprogramme die Sanierung von etwa 650 der insgesamt 1200 denkmalgeschützten Quedlinburger Fachwerkhäuser. Die Sanierung der verbliebenen etwa 550 Fachwerkhäuser bleibt für die Stadt eine bedeutende Aufgabe der kommenden Jahre. Besonders um die Förderung verdient gemacht hat sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.


> http://de.wikipedia.org/wiki/Quedlinburg

Sehr viele Fachwerkhäuser in Quedlinburg, Wernigerode oder auch anderen ostdeutschen Städten gehörten zu DDR-Zeiten Bewohnern bzw. Erbengemeinschaften o.ä. in der BRD und anderen westlichen Ländern. Diese hatten mehrheitlich kein Interesse an Werterhaltung/Sanierung oder Verkauf ihrer Immobilien. Diese Häuser wurden durch die "Wohnungswirtschaft" verwaltet und die geringen Mieteinnahmen gingen alle auf ein zentrales Sperrkonto. Das war auch ein Hauptgrund, warum nur die allernötigsten finanziellen Mittel für diese Häuser ausgegeben wurden, da sie ja "Fremden" gehörten! Selbst mehrere Jahre nach der Wende haben viele Eigentümer/Alteigentümer/Erbengemeinschaften kaum eine Mark reingesteckt, geschweige denn saniert/modernisiert und haben darauf spekuliert, daß sie irgendwann eine Abrißgenehmigung kriegen (spätestens bei Sperrung wegen Einsturzgefahr), um dann das Grundstück teurer verkaufen zu können oder ein neues modernes Haus dort bauen zu lassen. Oft hatte die Stadt enorme Kosten durch Sicherung dieser Gebäude, einige mußten eben aus Sicherheitsgründen dann auch zwangsabgerissen werden
Wernigerode ist nach der Wiedervereinigung mit Unterstützung von verschiedensten Fachleuten kräftiger gegen diese Art von Eigentümern vorgegangen (oft auch juristisch mit Zwangsverkauf oder Enteignung nach Fristsetzung) und konnte dadurch schneller die Sanierung der Altbauten vorantreiben. Quedlinburg hat dies aus vielerlei Gründen (u.a. auch aus finanziellen) langsamer und druckloser angehen lassen. Es gab aber auch hier viele jahrelange gerichtliche Auseinandersetzungen mit Erbengemeinschaften (Beispiele von solchen "Schandflecken" gibt es da mehrere), um wenigstens in den Hauptbereichen der touristischen Straßen und Wege voranzukommen.

In solchen und ähnlichen Fällen von Vernachlässigung der Immobilien durch die Eigentümer bin ich dafür, eine Frist für die Durchführung angeordneter Sanierungsmaßnahmen zu setzen oder ansonsten eine anschließende zügige (klare) Enteignung, damit diese Modernisierung durch andere dann erfolgt! Schließlich muß eine Komune auch auf ihr Aussehen und Ansehen achten.


Krypteria: http://www.youtube.com/watch?v=pVHK7AadSV8&feature=related

http://material.festival-mediaval.com/gr.../300x250ani.gif

 
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RE: Die schleichende Enteignung

#35 von delta , 09.04.2012 14:47

Für was ich nicht alles herhalten muß.....
Wenn du einen eigene Threadt aufmachen willst hat das mit meinen nichts zu tun.
Das eine Enteignung stattfindet und auch Missbrauch seitens des Staates damit
betrieben wird wirst du nicht abstreiten können.Ich hab durchaus nichts gegen
Sanierungen sofern sie nicht ständig zu steigende kosten für die Allgemeinheit
stattfinden und wenige davon den Nutzen haben. Von der Schönheit kann ich nicht
abbeissen.


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RE: Die schleichende Enteignung

#36 von Buhli , 11.04.2012 17:23

Bjoern die von Dir erwaehnten Enteignungen haben dafuer gesorgt, dass die Transferleistungen nicht noch weiter ausuferten, denn die Kosten, die durch die Spekulationsfolgen entstanden sind, duerften auch eine dreistellige Millionengroesse eingenommen haben. Dem Westbesitzer sei Dank.



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RE: Die schleichende Enteignung

#37 von reporter , 11.04.2012 18:10

Zitat von Björn

Sehr viele Fachwerkhäuser in Quedlinburg, Wernigerode oder auch anderen ostdeutschen Städten gehörten zu DDR-Zeiten Bewohnern bzw. Erbengemeinschaften o.ä. in der BRD und anderen westlichen Ländern. Diese hatten mehrheitlich kein Interesse an Werterhaltung/Sanierung oder Verkauf ihrer Immobilien. Diese Häuser wurden durch die "Wohnungswirtschaft" verwaltet und die geringen Mieteinnahmen gingen alle auf ein zentrales Sperrkonto. Das war auch ein Hauptgrund, warum nur die allernötigsten finanziellen Mittel für diese Häuser ausgegeben wurden



Bisschen SED-mäßig verquergelt, diese Sicht der Dinge.

Wie die Dresdner Bürgerbewegte Freya Klier ausführte, sind die Bürger verjagt und weggeekelt worden, oder sie zogen es vor, bevor der SED-Staat sie einschloss, trotz Hausbesitz in den freien Teil Deutschlands zu flüchten. So etwas macht man nicht leichten Herzens, und übrig blieben, so Frau Klier, die "Genossen im Überfluss". Die haben das Land mit ihrer sozialistischen Voodoo-Wirtschaft ja nicht nur bei den Fachwerkhäuser in Quedlinburg in Grund und Boden gewirtschaftet, so gut wie jeder historische Stadtkern sah ähnlich aus wie Quedlinburg. Wenn dort auch die gierigen Wessi-Hausbesitzer "kein Interesse an Werterhaltung/Sanierung oder Verkauf" hatten, kann das nur bedeute, daß der SED-Staat einen Wirtschaftskrieg gegen seine eigenen Bewohner geführt hat.


Wenn User Björn über die "geringen Mieteinnahmen" jammert, sollte er dafür den richtigen Adressaten nennen, es war die zentrale Planwirtschaft des SED-Staats auch auf dem Wohnungssektor, die jeden Haus-Erhalt eigentlich als wirtschaftlichen Nonsens erscheinen liess.

Als Harz-Wanderer war ich direkt, als dies erstmalig möglich war, in Quedlinburg und habe mir diese gespenstische Ruinenstadt angesehen, ich kam mir vor wie bei der Besichtigung von Pompeii.


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RE: Die schleichende Enteignung

#38 von Buhli , 11.04.2012 18:31

Bjoern jetzt wissen wir es aus "Fachkreisen". Dank unseres Reporters kommt es von Frau Klier und nicht von ihm. Waere js mal wad Neues. Die KWV in DD hatte mit den gleichen Verwaltungsproblemen zu kaempfen. Mit den hatten wir als Baufirma nun reichlich zu tun. Da kann er zitieren was er will. Musst Du nicht ernst nehmen. Das ging nach der Wende auch so weiter. Ueber die die ueber ihre "Fehlinvestitionen" im Osten jammern, kann nur geschmunzelt werden.


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RE: Die schleichende Enteignung

#39 von Kehrwoche , 11.04.2012 18:53

Zitat von reporter
Als Harz-Wanderer war ich direkt, als dies erstmalig möglich war, ...

Betonst du nicht immer, du kennst den Osten noch aus DDR-Zeiten? Ja was denn nun?


Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir.
Konrad Lorenz

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RE: Die schleichende Enteignung

#40 von reporter , 11.04.2012 19:05

Zitat von Kehrwoche

Zitat von reporter
Als Harz-Wanderer war ich direkt, als dies erstmalig möglich war, ...

Betonst du nicht immer, du kennst den Osten noch aus DDR-Zeiten? Ja was denn nun?




Überleg mal kurz. Beides ist möglich.


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RE: Die schleichende Enteignung

#41 von reporter , 11.04.2012 20:23

Zitat von Buhli
Die KWV in DD hatte mit den gleichen Verwaltungsproblemen zu kaempfen. Mit den hatten wir als Baufirma nun reichlich zu tun.



"Verwaltungsprobleme" waren nie das Problem. Bei Eigentumsfragen war der SED-Staat sehr kreativ und das Grundbuchwesen befand sich in einem desolaten Zustand. Das Problem war Personal- und Materialmangel in der Bauwirtschaft. Es lungerten zuviele Kräfte im besten und produktiven Mannes-Alter in den Sicherheitsorganen und bei den Massenorganisationen herum. Was dann noch übrig war, wurde in Prestige-Objekten, wie der Trasse eingesetzt.

Buhli, mal was aus von meinem Bekannten aus Erfurt. Der war froh, daß ihr von der "Baufirma" nicht gekommen seid und wegen Material- und Pesonalmangel im sozialistischen Reparaturwesen noch mehr verschlimmbessert und verhunzt hättet. Das Andreas-Viertel ist dann zwar verfallen, aber zur Wende waren noch die Grundrisse der Fachwerkhäuser erkennbar. Glücklicherweise sind auch die Planungen der Genossen, wie am Juri-Gagarin-Ring alles mit der Raupe zusammenzuschieben und die Platte hinzusetzen, wegen Geldmangel nicht mehr verwirklicht worden. "Die Wende kam für das Andreasviertel gerade noch rechtzeitig" ist ein geflügeltes Wort in Erfurt.


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RE: Die schleichende Enteignung

#42 von Buhli , 11.04.2012 22:16

Ach Rep., Du und Deine Bekannten. Was die Mangelwirtschaft, Gott sei Dank, nicht hin bekam, haben dann die Bauexperten aus dem Westen mit ihren Schaumstoffdämmplatten an den Fachwerk- und Backsteinhäußern hinbekommen. Nun sind soviele Transferleistungen aus dem Westen nötig, die ganz nebenbei noch das BIP unnötig hoch treiben, daß die Westfirmen sich zwanzig Jahre nach der ersten Vernichtung ein zweites mal die Hände reiben dürfen. (Mensch ist der Osten immer noch marode?) Schau Dich mal um, was da nun mit den Bergen an Schaumstoff passiert. Damals als es los ging mit dem Zeug, hab ich bereits davor gewarnt. Der Satz: "Naturbaustoffe vertragen sich nur mit Naturbaustoffen." Hat nun mal immer noch seine Gültigkeit. Die Wessis wollten uns ja damals unbedingt zeigen wie es besser gemacht wird. Heute gibt es immer noch die unbelehrbaren Reporter.



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RE: Die schleichende Enteignung

#43 von Björn , 12.04.2012 01:15

Zitat von reporter
Als Harz-Wanderer war ich direkt, als dies erstmalig möglich war, in Quedlinburg und habe mir diese gespenstische Ruinenstadt angesehen, ich kam mir vor wie bei der Besichtigung von Pompeii.


Aufgrund deiner Aussage bezweifle ich absolut, daß du jemals selbst in Quedlinburg warst! Sonst hättest du nämlich keine Ruinenstadt a la Pompeji gesehen.
Jeder der Quedlinburg aus den 70´er oder 80´er Jahren kennt, weiß das viele Fachwerkhäuser schlecht aussahen und dutzende einsturzgefährdet waren. Diejenigen wissen aber auch genauso, wie gut die seit Mitte der 70´er Jahre bis zur Wende von polnischen Spezialisten sanierten Häuser aussahen. Vor allem in der Marktstrasse, der Breiten Strasse, der Hölle und Pölle sowie im Stieg oder rund um den Schlossberg sowie Finkenherd wurden viele Häuser schon damals möglichst originalgetreu restauriert.
Du wirst jetzt bestimmt wieder Bilder von kaputten Häusern im Internet suchen und sie als Gesamtzustand von Quedlinburg ausgeben wollen. Vergiß dabei aber nicht, daß hier im Forum dutzende Harzer User oder auch andere vertreten sind, die Quedlinburg garantiert und 100%ig besser kennen wie du

Hier schon mal was zu deiner Erleichterung
- Schmale Strasse 13 > http://de.wikipedia.org/wiki/Schmale_Str..._13_Quedlinburg
- Kunsthoken > http://www.raymond-faure.com/Quedlinburg...kunsthoken.html
- sehr schön von den Polen in den 80´er Jahren gemacht wurde dieser geamte Komplex neben dem Rathaus (Fotoreihe 4-7), wo danach u.a. eine Gaststätte und ein Café rein kamen > http://www.raymond-faure.com/Quedlinburg...te-strasse.html
- der Spielzeug- und Modelleisenbahnladen von Familie Bendert (so ähnlich wie auf dem untersten Foto sah es bis zur Wende aus) > http://de.wikipedia.org/wiki/Breite_Stra%C3%9Fe_53_(Quedlinburg)
- http://www.quedlinburg.de/de/fachwerk/ar...8057000905.html


Krypteria: http://www.youtube.com/watch?v=pVHK7AadSV8&feature=related

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RE: Die schleichende Enteignung

#44 von reporter , 12.04.2012 09:03

Zitat von Björn

Aufgrund deiner Aussage bezweifle ich absolut, daß du jemals selbst in Quedlinburg warst! Sonst hättest du nämlich keine Ruinenstadt a la Pompeji gesehen.



Beim Augenlicht meiner Mutter, ich bin nach der Wende herumgefahren wie ein Bekloppter und habe mir die verfallene Republik angesehen. Auch in Quedlinburg.

Vielleicht nicht ganz so schlimm wie in Pompeii. Ich meinte damit, man ist durch ganze Straßenzüge gelaufen, wo das Wohnen unmöglich geworden war. Unten waren die Fenster mit Brettern zugenagelt und oben quoll Grünzeug aus den vergammelten Dachrinnen und die Feuchtigkeit suppte oben vom maroden Dach bis in die unteren Stockwerke durch.

Deine polnischen Handwerker in allen Ehren, aber ich habe nicht viel davon gesehen, will aber nicht bestreiten, daß es solche Bemühungen auch gegeben hat. Und warum eigentlich polnische Handwerker? Warum gab es keine Handwerker aus Unserer Republik? Waren die alle als Baupioniere bei der NVA?

Der Austrieb eines großen Teils der damals tragenden Bevölkerung durch die SED-Diktatur und die Mangelwirtschaft haben bleibende Schäden bis heute hinterlassen.

Hier mal eine relativ aktuelle Beschreibung von der FAZ und nicht von Radio Björn aus dem Ossi Forum:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/we...l-11111727.html

Einleitend heißt es dort

Zitat
Die Oberen der DDR hatten von der Fachwerkstadt nur noch den Marktplatz, das Schloss und ein paar Kirchen übrig lassen wollen, dazu ein paar barocke Haustüren nebst Satteldächern und Fachwerkornamenten, die in den ersatzweise errichteten Plattenbauvierteln „historische Akzente“ gesetzt hätten. Es war also eine gute Portion Hoffnung im Spiel, dass die höheren Weihen der Unesco die Mildtätigkeit der Politik nach sich ziehen würden, angesichts einer Stadt mit nur noch 2.600 Einwohnern im Zentrum, das todgeweiht schien, ergraut, verfallen, einsturzgefährdet.


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RE: Die schleichende Enteignung

#45 von Buhli , 12.04.2012 10:43

Ja Rep. Warum Polnische Arbeiter in der DDR und nicht in der BRD? Die Polen sollen damals schon Moeglichkeiten gehabt habe, in der alten BRD arbeiten zu koennen. So die Worte eines Polen, der diese Moeglichkeit genutzt hat und 1978 nach der Grenzschliessung nicht zurueck konnte. Durch diese Situation bekam er den deutschen Pass. Hm. Wir hatten auch in DD polnische Handwerker. Damals haben sich die wenigsten darueber Gedanken gemacht. Warum auch. Wofuer benoetigen wir denn heute Bauleute aus dem Ausland? Sind die fehlenden Deutschen erwa bei den Baupionieren der BW? Die brauch sie mit Sicherheit zur "Aufbauhilfe" in Afghanistan, oder da wo die Deutschen Soldaten nichts zu suchen haben.



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