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RE: Unser B- Präsident

#16 von Buhli , 23.11.2012 18:58

Hansrudi, Ostlöhne haben hier nur begrenzt Einzug gehalten. Ich hab täglich mit dem "Fussvolk" zu tun. Ist schon erstaunlich, wie die Eingeborenen durch die Welt gehen. Meckern gehört zum Alltag. Wenn sie sich aber über die Putzfrau beklagen, und dss passiert wirklich am Tag mehrmals, bekommen die von mir ihre moralischen Ohrfeigen. Wer si h das leisten kann, bekommt keinen "Ostlohn". Arbeitslose halten sich hier sehr in Grenzen. Leb ich etwa auch in so einer heilen Welt wie Joe?


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RE: Unser B- Präsident

#17 von BesserWessi0815 , 23.11.2012 21:14

"Meckern gehört zum Alltag" - das sind dann die berühmten Jammerwessis, Buhli!

...das Genöhle über "Westlohn" ist mittlerweile ziemlich ermüdend,

denn damit ist keineswegs der Westteil des Saarlandes gemeint, wenn hier jemand Westlohn fordert, ist meist Münchener-Lohn gemeint, das liegt aber östlicher als das Saarland!! (Können "die Ossis" natürlich nicht wiessen)

Auch die Lüneburger Heide, die Eifel, das Sauerland liegen westlicher als München - die dort herrschenden Löhne sind aber sicher nicht gemeint?!

Bitte tilgt den Begriff Westlohn aus Eurem aktiven Wortschatz
und fordert stattdessen das Lohnniveau von Stuttgart, München, Frankfurt oder Hamburg!!

Das wäre ehrlicher.... .


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RE: Unser B- Präsident

#18 von andersdenker , 23.11.2012 21:19

Zitat von Buhli im Beitrag #11
.... Vergleich es mit dem innerdeutschen Soli-Beitrag. Die Ostdeutschen würden den auch "gern" in der Höhe der Westdeutschen zahlen. ......


Ist der Soli nicht mit einem bestimmten Prozentsatz von der Lohnsteuer festgesetzt????

Ich glaube sogar, dass mein Einkommen geringfügig höher sein könnte, als das Einkommen einer Münchener Sachbearbeiterin in einer Hausverwaltung (vergleichbarer Größe) .....

Den Soli bezahle ich deswegen trotzdem genauso gern oder ungern wie jeder andere Neu- oder Alt-Bundesbürger - je nach Sichtweise ....

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RE: Unser B- Präsident

#19 von Buhli , 23.11.2012 21:40

Andersdenker,genau weil der Soli prozentual festgesetzt ist, meinte ich das mit der gleichen Höhe auch so. Gleicher Soli = gleicher Lohn. Hast Du das "gern" auch so verstanden? Ich geh allerdings vom gesamten Ostdurchschnitt aus. Der wird ja gern bei dieser Statistik verwendet. Ni solche Ausreißer wie Du. Du verdirbst ja die Statistik. Wegen Dir dürfen die Ossis ni so heulen. Spielverderber. Ich kenn da auch Damen in der Abwasserwirtschaft von DD und in der Druckerei wo der Spiegel gedruckt wird. Sie haben keinen Grund von da weg zuziehen. Ich freu mich jedes mal mit den Mädels, wenn sie mir sagen, daß sie noch dabei sind. Als die Druckerei vor Jahren mal Leute entlassen hat und die auf dem Amt vorsprachen, ging den Bearbeuíterinnen die Kinnlade runter.
Wir kommen vom Thema ab.
Der Bambigewinner will einen Film aus Kunst und Doku über Wulff machen. Was wird das denn nun?


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RE: Unser B- Präsident

#20 von altberlin ( gelöscht ) , 23.11.2012 22:18

@ BesserWessi0815, diese Formulierung :

Zitat
Bitte tilgt den Begriff Westlohn aus Eurem aktiven Wortschatz


haben wir nicht erfunden, sondern Medien und Politik. Der wird bleiben, bis der letzte Unterschied Geschichte ist, genau wie der
Begriff "Neue Länder" oder "Neue Bundesländer". Nach 22 Jahren Ungleichheit ist das trotzdem bereits recht abgegriffen, und bedarf
einer Gleichstellung.



.


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RE: Unser B- Präsident

#21 von sorbenglanz 1 , 23.11.2012 22:33

stimmt , das sind ja auch die teuren und die gebrauchten Bundesländer


Das Leben ist schön.

 
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RE: Unser B- Präsident

#22 von Daneel , 24.11.2012 04:35

Ostlohn und Westlohn werden von Gewerkschaften als Tarifpartner eingehandelt, jeder hat das Recht sich aktiv in Gewerkschaften einzubringen und andere Löhne zu fordern.

 
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RE: Unser B- Präsident

#23 von delta , 24.11.2012 07:10

Fordern wenn überhaupt kannste vergessen. Gewerkschaften haben nur noch alibifunktion, nicht mehr und nicht weniger.
Es gibt keinen Bereich, wo die Gewerkschaft nicht mitgeholzt hat. Selbst in den starken sparten Metall und Chemie.
Auch die Gewerkschaften haben ein Problem und das Problem heißt EU. Hier werden sie nicht dran vorbei kommen in den
nächsten Jahrzehnten. Ost oder Westlöhne werden da nur als geplänkel für lokalgrößen der Gewerkschaften geführt.


wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: Unser B- Präsident

#24 von Hansrudi , 24.11.2012 07:50

Und solange die unterste Kaste ihr Überlebensgeld automatisch bekommt und dieses auch stetig erhöht wird , wird auch von dieser Seite mit Gewerkschafts- und/ oder Streikunterstützung kein Blumentopf zu gewinnen sein .

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RE: Unser B- Präsident

#25 von Smithie23 , 24.11.2012 09:23

Ganz wichtiger Punkt, Hansrudi. Im Grunde sind wir auch nur die Kaste für die verwöhnte West-Kundschaft, weil wir zu Zeiten arbeiten, wo kaum ein Wessi in dieser Branche arbeiten würde. Heiligabend, Sylvester, Feiertage ... und der gebrauchte Bundesbürger nutzt es natürlich aus, weil es geht - aber reflektiert nicht, dass die Menschen trotzdessen weniger verdienen und das Soziale zum Teil auch drunter leidet. Die Selbstverständlichkeit, dass der West-Bürger zu jeder Tageszeit Jemanden erreicht, der seine meist selbst geschaffenen Problem löst, wird durch schlecht bezahlte Angestellte in den Neuen BL sichergestellt.
--> soviel zu der "unteren Kaste"


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RE: Unser B- Präsident

#26 von altberlin ( gelöscht ) , 24.11.2012 09:42

Zitat von Daneel im Beitrag #22
Ostlohn und Westlohn werden von Gewerkschaften als Tarifpartner eingehandelt, jeder hat das Recht sich aktiv in Gewerkschaften einzubringen und andere Löhne zu fordern.


Radio Jerewan :Im Prinzip ja, aber es gibt zu viele (staatlich erlaubte) Ausnahmen, fehlende Tarifgebundenheit, fehlende Allgemeinverbindlichkeit usw.
Selbst bei den Handwerkskammern, die sich nur an den Unternehmern ausrichten, nicht an den beschäftigten Handwerkern.(Eigene Erfahrung, sonst würde ich
es nicht behaupten!)


--


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RE: Unser B- Präsident

#27 von Buhli , 24.11.2012 09:54

Smithie, fang jetzt nicht an mit "Rassenhetze". Ach ne, der gemeine Ossi gehört ja keiner Rasse an.
Vor einiger Zeit schrieb ich mal von den Erlebnissen eines Bahngewerkschafters, der bereits mit dem Zusammenschluß der beiden Bahngesellschaften, die Lohnangleichung für die Bahn Bundesweit angehen wollte. Was spricht dagegen? B.W., was meinst Du wer das unbedingt verhindern wollte? Bereits damals hatte er und seine ostdeutschen Kollegen zu kämpfen, an Verhandlungen dieser Art überhaupt teilnehmen zu können. Die Alteingesessenen wollten damals in F keine Ossis dabei haben. Das scheint sich zwar etwas gelegt zu haben, aber der Unterschied O-W, soll nach wie vor beibehalten werden. Scheint ja auch zu gelingen. Die Diskusion um den Mindestlohn offenbahrt dieses Gedankengut recht deutlich. Unser B-Präsident segnet sowas ja dann auch noch ab, wenn das als Gesetzestext erscheinen sollte. Das zieht sich ja auch hin bis zur Rentendiskusion. Es zeichnet sich ja langsam ab, daß die Angleichung in die Gänge kommt. "Dank" der Demokratie geht sowas ja auch recht zügig. Läppische 22 Jahre. Na gut, so schnell schießen die Preußen nun auch wieder nicht. Es wird ja noch verhandelt. Worüber eigentlich? Wie lange die Zweitklassigkeit beibehalten wird?


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RE: Unser B- Präsident

#28 von Smithie23 , 24.11.2012 10:05

@Buhli: Das Beispiel zeigt mir, dass es selbst von normalen Arbeitnehmern scheinbar nicht gewünscht ist, dass es dem Ossi annährend genau so gut geht. In manchen Köpfen scheint wirklich diese Mentalität zu herrschen, dass der Ossi nicht viel verdienen DARF. Das es aber dem Staat ungeheuer helfen würde, sehen die Meisten nicht. So nach dem Motto: Der Ossi muss jetzt für Wiedervereinigung und Soli quasi BLUTEN ... und wenn ich Bayern höre, die sich am liebsten von Dt. lossagen wollen, dann geht mir die Hutschnur hoch. Die sind viel abhängiger vom "billigen Osten", als sie zugeben wollen.

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RE: Unser B- Präsident

#29 von BesserWessi0815 , 24.11.2012 12:15

Mein Ansatz war nicht dieses angebliche "Ossi-Wessi Gezanke" - es gibt überall in D Regionen mit hohen Löhnen und dementsprechend hohen Lebenshaltungskosten. Das Gefälle ist derzeit - seit einigen Jahrzehnten - ein Nord-Süd-Gefälle. (Exklusiv HH - eine Ausnahme im Norden)
Einheitslohn für die Bahner sind ja o.k., nur: Ein Bahner der in München dreimal so hohe Immobilienpreise &-mieten vorfindet als in Flensburg oder Bremen wird ohne Lohnausgleich nicht auskommen.
Hier ist weder die ursprüngliche Herkunft (egal ob Ossi, Wessi, Nordi oder Südi) ursächlich, sondern der aktuelle Arbeits- und Wohnort.

Diese regionalen Unterschiede gibt es nun mal seit 60 Jahren, sie sind aber nicht statisch sondern langfristig durchlässig und veränderbar. Vor 60 Jahren war Bayern und der Schwarzwald rückständiger als heute, die Leute sind ins Ruhrgebiet abgewandert, NRW hat im Länderfinanzausgleich über Jahrzehnte eine große Geberrolle gespielt, wovon die Schwaben und insbesondere die Bayern profitiert haben. Bayern ist soooo lange noch gar nicht relativ so reich. Das kann sich auch wieder ändern, zu Gunsten anderer Regionen. Auch der Osten Deutschlands holt auf. In Thüringen/Sachsen sollen die Löhne auch höher als im Norden sein, die Preise (Lebenshaltung) auch.
Das muss nicht ewig so bleiben. Alleine die Energieinfrastruktur ist schon ungleich verteilt. Gemeint ist weniger die Kohle, sondern auch z.B. der Windstrom. Gibt's im Süden relativ wenig. Die haben fast nur Atomkraft oder Fotovoltaik. Wenn die AKW's in den nächsten Jahren abgeschaltet werden sollen, braucht es teure Stromtrassen. Wir alle bezahlen also die Strominfrastruktur für die "reichen Länder" BaWü und Bayern über unsere Stromrechnung mit, damit die billigen Strom aus dem Norden für deren Industrie bekommen. Eigentlich paradox.
Js, und den Atommüll, den sie über Jahrzehnte produziert haben, den wollen sie natürlich billig im Norden verscharren. "Aus den Augen aus dem Sinn".
Mein Beitrag #17 wurde leider falsch verstanden....


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RE: Unser B- Präsident

#30 von Buhli , 24.11.2012 14:38

B.W., das innerhalb einer Stadt schon große Unterschiede existieren, ist Dir wohl noch nicht aufgefallen? Die Putzkraft bei Porsche in S-Zuffenhausen oder BMW-München kommt mit Sicherheit nicht aus einem Strukturschwachen und damit "billigen"Umland. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, daß bei diesen Erfolgsgeschichten innerhalb der Werkstore, Einkommensunterschiede von mehr als 1000,-€ zu finden sind. Die unterschiedlichen Branchen lass ich da nicht als Rechtfertigung gelten. An der jeweiligen Erfolgsgeschichte schreiben alle mit. Nicht nur der Betriebsratschef oder Big Boss. Müssen deren sechstellige Gehälter wirklich sein? Man wird ja mal fragen dürfen.


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