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Deine Stimme gegen Armut

#1 von Andy62 , 29.09.2006 20:14

Hallo Leute,

ich habe auf Ira's Seite den sehr interessanten Link
http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/
gefunden.
Mich würde interessieren wie Ihr darüber denkt!
Meint Ihr, das damit die Armut in der Welt gemindert werden kann?
Bringt ein Fax an "Deinen Bundestagsabgeordneten" wirklich etwas?
Macht es Sinn die Entwicklungsausgaben zu erhöhen?
Ist es nicht doch eher eine Frage des zur Zeit weltweit herrschenden Systems?
u.a. machen mich folgende Fakten nachdenklich:
-noch immer werden Lebensmittel vernichtet um die Preise zu halten obwohl Menschen hungern (auch in Deutschland)
-noch immer werden Prämien bezahlt für brachliegende Ackerflächen
-es gibt immer noch die Milchquote
-Waren die "um die Ecke" produziert werden (oder wurden), werden vom anderen Kontinent eingeführt um Profit zu machen
(Äpfel und Kartoffeln bekommen wir aus Australien, in Werder wurden riesige Apfelplantagen gerodet)
Wenn schon Globalisierung, wäre da nicht zuerst ein weltweites Lohnsystem sinnvoll?
Was ist von Umtauschkursen zu halten, wenn ein Mensch in Fernost von 5 Euro einen Monat leben kann?
...



 
Andy62
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RE: Deine Stimme gegen Armut

#2 von Schmusekatze , 30.09.2006 08:55

Hallo Andy,

Dein Thema regt zwar zum Nachdenken an, aber am Ende ist es viel zu weitschweifig.
Bevor man die Armut in der Welt bekämpft, sollte man erst einmal vor seiner eigenen Tür kehren. Deutschland hat auch schon sehr viel Armut und darum kümmern sich die Regierung kaum. Nur der Schein in der Welt soll gut sein, Deutschland ist überall dabei, wo man sein Image erhöhen kann. Aber in seinem eigenen Land wird die Armut immer größer. Die Schere zwischen arm und reich wird immer größer. Kinderreiche Familien z.B. kommen immer mehr an die Armutsgrenze heran, wenn die Eltern keine Arbeit haben. Da nutzt auch das neue Elterngeld nichts mehr, denn man kann sich in einer solchen kinderfeindlichen Gesellschaft einfach keine Kinder leisten. Perspektiven sind nicht genügend vorhanden und sehr viele Kinder wachsen in Armut auf, und keiner tut was dagegen.
Aber man soll was für die Welt tun, wenn es bei uns nicht stimmt??




 
Schmusekatze
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RE: Deine Stimme gegen Armut

#3 von Gabriele ( gelöscht ) , 01.10.2006 11:16

Ich glaube eher das die Realität so weitschweifig ist.
Die Armut in der Welt geht an Deutschland nicht spurlos vorbei.
Deutschland ist keine Insel!

Wenn die Menschen aus entfernten Ländern für wenig Geld in Deutschland arbeiten und damit den Lohnspiegel senken, dann tun sie dies nicht aus Gemeinheit sondern aus der bestehenden Not heraus.
Wenn alle Dinge aus fernen Ländern eingeführt und somit hier nicht produziert werden, dann ist auch das ein Zeichen der herrschenden Not in der Welt.
Wenn ein Chinese den selben Lohn bekommt wie ein deutscher Arbeiter, macht das Verlagern der Produktionsstätten keinen Sinn mehr.

Wir müssen unbedingt über den eigenen Tellerrand hinaussehen um auch bei uns etwas zu verändern.


Gabriele

RE: Deine Stimme gegen Armut

#4 von Toralf , 01.10.2006 23:21

Hallo Andy,

ja, der Link ist sehr interessant und meiner Meinung nach auch unterstützenswert. Ich denke wir sollten da alle unterschreiben, damit sich überhaupt mal irgendetwas tut. Trotzdem hast Du recht, und das ganze Problem wird mit so einer Aktion nicht ansatzweise gelöst werden. Nur die nötige Umstellung unserer westlichen Gesellschaft wird so schnell nicht Realität werden und bis dahin ist es doch gut, wenn möglichst viele Menschen schon mal was Richtiges tun.

@Schmusekatze: Sicher hast Du recht, dass auch in Deutschland immer mehr Menschen an die Armutsgrenze kommen, nur sprechen wir hier von einer ganz anderen Armut als in der dritten Welt, wo die Kinder zu tausenden verhungern. Das ist doch hierzulande (noch?) überhaupt nicht vorstellbar. Und wenn wir von Schere zwischen arm und reich sprechen - die auf der reichen Seite, das sind diejenigen, die etwas gegen die Armut in der Welt unternehmen könnten, anstatt sich Yachten und Luxusvillen zu kaufen.

Übrigens mag ich das ganze Gerede nicht, es gäbe (in Deutschland und auch anderswo) zuwenig Kinder. Wer sowas sagt, sind Politiker, die um ihr marodes Rentensystem bangen, während die Welt an Überbevölkerung zugrunde geht. Anstatt die Menschen zum Kinderkriegen zu ermutigen, sollte zuerst mal dafür gesorgt werden, dass Kinder in Heimen die Möglichkeit haben, in Familien aufzuwachsen und - um zurück zum Thema Armut zu kommen - bereits geborene Kinder in der dritten Welt nicht mehr an Hunger sterben müssen!

"Wenn heute noch ein Kind auf dieser Welt an Hunger stirbt, dann ist das Mord!" (Zitat aus dem Film We Feed the World)



 
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