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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#16 von henry77 , 29.04.2013 19:32

Danke Buhli, ist in meinem Blog drin. henry77


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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#17 von Lea , 30.04.2013 06:29

Hallo,

ich muss jetzt zwar ehrlich zugeben, dass ich von Daniela Dahn als Autorin bisher noch nicht wirklich viel gehört habe, allerdings liest sich die kurze Zusammenfassung des Buches auf jeden Fall sehr gut. Werde ich mir vermutlich auch kaufen. Kann mir jemand vielleicht noch andere gute Titeln von Daniela Dahn nennen?

 
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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#18 von henry77 , 30.04.2013 09:42

Liebe Lea, hier einige Titel von Daniela Dahn: Wehe dem Sieger, Demokratischer Aufbruch, Wenn und Aber, Vertreibung ins Paradies, Westwärts und nichht vergessen, Wir bleiben hier oder Wem gehört der Osten, Spitzenzeit - Lebenszeichen aus einem gewesenen Land. Gruß von henry77


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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#19 von Buhli , 30.04.2013 09:48

Lea, geh mal auf www.daniela-dahn.de


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#20 von Buhli , 30.04.2013 09:49

Doppelt


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#21 von csluyuan ( gelöscht ) , 25.07.2013 12:10

Für Deutschland sind hier bereits anleihen merklich sichtbar.....man denke nur an den vielen Video-Kameras die bereits Deutschlands bekannteste Städten überwachen.........hier wird bereits jeder Weiderstand im Keim erstickt.


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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#22 von Buhli , 25.07.2013 14:12

Das Buch liegt schon bereit. Bin nur gerade mit "Abbau Ost" von Olaf Baale beschäftigt. Da ist der"Beutezug Ost" nur ein Verschnitt. Die Hintergründe "der maroden DDR etwas heller beleuchtet.


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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#23 von bürgerking , 26.07.2013 13:23

Hallo Leutz,

D. Dahn ist wirklich eine interessante Nachwendeerscheinung.

Vor der Wende, wer sollte es ihr verübeln, hatte man nicht viel von ihr gehört.

Kein Wunder, als absolut linientreue und ausgesuchte Klosterschülerin des "Roten Klosters" der "Sektion Journalistik" an der Karl-Marx-Universität stand sie unter besonderer Beobachtung.

Wie grundsätzlich alle Schüler des Klosters, einer Einrichtung der Abteilung „Agitation und Propaganda“ des Zentralkomitees der SED. So jedenfalls berichtete der MfS-Oberstleutnant Günter Bohnsack, übrigens einer der wenigen, die den Mund nach der Wende aufgemacht haben, und selbst Absolvent des Klosters. Grundsätzlich, so Bohnsack, wurden alle Studenten an der Sektion durch die HVA erfasst und für den Zugriff durch andere MfS-Diensteinheiten gesperrt. Bis nachrangige Spitzeleinheiten zugreifen durften. "Zwei bis drei Leute pro Seminargruppe gehörten immer zu uns", bestätigt ein ehemaliger Agentenführer aus der HVA, ist im Internet zu lesen. Von den 100 Dozenten waren nach Wikipedia 97 Mitglieder der SED.

Also das war so in etwa das Umfeld der D. Dahn, ehe sie angabengemäß dem Medienbetrieb des SED-Regimes kündigte, „um nicht die Selbstachtung zu verlieren“. Und gemäß eigenem Internetauftritt sich seit 1982 als "freie Schriftstellerin in (Ost)-Berlin" betätigte.

Der "Spiegel" bezeichnete die Umstände zu ihrem Buch "Prenzlauer Berg-Tour" als "Mogelpackung", weil Dahn in der angeblich unveränderten Neuauflage bei der Mauer vom "monströsen Stadtmöbel" schrieb, was naturgemäß in der zu Ostzeiten geschriebenen Erstauflage 1987 nicht enthalten war. Auch von Vergewaltigungen deutscher Frauen durch russische Soldaten, wie in der Nachwendeausgabe, war 1987 nicht die Rede. Dahn wurde halt immer mutiger.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-19966212.html

Aber mit dieser Haltung stand Dahn nicht allein, viele gestandene SED-Mitglieder entdeckten 1989, daß sie "40 Jahre lang betrogen" wurden.

Nach der Wende, nun ja, von irgendwas muß der Mensch leben, bedient Dahn die Nachwendeschmerzen von Anhängern, Günstingen und und sich Zukurzgekommenfühlenden des SED-Regimes, die Buchmarkt-Anzeigen der einschlägigen Publikationen aus dem Dunstkreis der SED zeugen davon. Etwa die Anzeigen beim "Eulenspiegel", ein mit der Wende immer mutiger werdendes Satireorgan, zu Ostzeiten hat es übelst anläßlich des Mauerbaus gegen den damaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, gehetzt.

Die SED/PDS versuchte nach der Wende, Dahn in das Amt des Verfassungsrichters in Brandenburg zu befördern, allerdings wollte die CDU und große Teile der SPD da nicht mitmachen. Grund: Dahns ambivalente Haltung zum SED-Regime, u.A. zu den Waldheim-Terror-Urteilen und zur allgemeinen Unterdrückungspraxis des Regimes.


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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#24 von altberlin ( gelöscht ) , 26.07.2013 14:49

Ja, genau so war das, in "Unserer Republik".


vorwärts immer, rückwärts nimmer
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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#25 von Buhli , 26.07.2013 15:37

Sie stand auch eine Zeit lang unter besonderer Beobachtung als sie Lesungen in, auf der Welt verteilten "Goethe-Instituten" hielt. Seit einigen Jahren bekommt sie "in unserer Republik" keine Einladungen mehr. Wer die Bücher kennt, wird sich sicher auch nicht wundern. Da ist "Sprengstoff" drin. Welch ein Wort. Sie stellt in ihren Büchern schon recht unbequeme Fragen. Das Spiegel Redakteure damit so ihre Problemchen haben, ist schon nachvollziehbar. Natürlich gilt das auch für deren Leser, die dem Geschreibe hinterher jubeln, ohne kritisch nachzufragen.
Ist mit bürgerking etwa der fünfte reporterklon unterwegs?


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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#26 von altberlin ( gelöscht ) , 26.07.2013 15:40

Zitat von Buhli im Beitrag #25

Ist mit bürgerking etwa der fünfte reporterklon unterwegs?


So kraß wollte ich nicht hinterfragen, aber...


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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#27 von henry77 , 26.07.2013 15:48

reporterklon!!! Toll, noch nie gehört. Näheres zu unseren "aufklärerischen" Medien ab nächsten Mittwoch in der Neuen Rheinischen Zeitung, in meinem Blog und anderswo - meine Rezi zu dem Buch von Anton Hunger "Blattkritik". Bürgerking hat wohl zuviel von BILD und anderen "seriösen" Blättern schlucken müssen? Gruß von henry77


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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#28 von Björn , 26.07.2013 15:58

Nein, aber es ist für einen US-Amerikaner (der auch als alte Heimat USA angibt) doch in einem sehr guten Deutsch geschrieben! Er hat bestimmt einige Jahre in Deutschland verbracht
Aber inzwischen wurde sein Profil auch schon wieder geändert!


> http://www.tierwebcams.de

 
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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#29 von bürgerking , 26.07.2013 16:11

Naja, kriegt euch mal wieder ein.

Ich habe doch nichts dagegen, wenn die Dahn ihre Zielgruppe bedient und sich damit ihre Existenz sichert.

Bisschen heftig finde ich ja ihre Relativierungskünste,
bißchen wirr finde ich ihre Bemerkung

"Natürlich werden auch in der Bundesrepublik täglich millionenfach die Menschenrechte verletzt",

vielleicht hatte sie da noch ihren Staatsratsvorsitzenden im Sinn, der Unverschämtheiten der BRD Hetz-Journaille zurecht rückte.

"Es war nicht alles schlecht" hätte auch gereicht. Oder mal ein Buch ihrerseits, wo Dahn doch einmal erklärt, wie das damals war, wo sie ihre Selbstachtung zu verlieren glaubte, und deswegen beim Ostfernsehen 1981 gekündigt hat.

Wobei der Verlust der Selbstachtung inzwischen in ihrem eigenen Internetauftritt, der der Vermarktung ihrer Büchl an die Hoffnungslosen und Entrechteten dient, nun garnicht mehr zu lesen ist. Scheint wohl für ihre jetzige Ziegruppe nicht opportun zu sein. Oder sollte ich es nicht gefunden haben?


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RE: "Wir sind der Staat" - das neueste Buch von Daniela Dahn

#30 von Buhli , 26.07.2013 16:31

Ihre Zielgruppe? Welche könnte gemeint sein? Spiegel- und Wikipediakonsumierer etwa? Ich denke mal das bei den Leuten die den Mainstream Medien huldigen, egal sein wird, wer in diese Richtung publiziert. Was hat Kritik an der BRD mit Relativierung zu tun? Es sei denn Du meinst, "relativ harmlos kritisiert". Da wäre die Kritik an D.D. wirklich berechtigt.
"Es war nicht alles schlecht?" Wird dem Land nicht gerecht. Es war sogar einiges richtig gut. Zum aufzählen fehlt der Platz.


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