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RE: typisch Ostdeutsch

#16 von Björn , 01.12.2013 22:11

"reporter kreutzer", liest du etwa was, was wir nicht sehen können? Wo steht hier, daß es schon in der DDR Döner gab?

"altberlin" schrieb doch sogar ganz deutlich:

Zitat von altberlin im Beitrag #14

Was so alles für Unsinn geschrieben wird. Döner war neu und nicht knapp, also keine Pseudo-Banane.



Silly - "Vaterland"
http://vimeo.com/73283689

 
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RE: typisch Ostdeutsch

#17 von kreutzer_ , 01.12.2013 22:22

Zitat von Björn im Beitrag #16
@ "reporter kreutzer" liest du etwa was, was wir nicht sehen können? Wo steht hier, daß es schon in der DDR Döner gab?

"altberlin" schrieb doch sogar ganz deutlich:
Zitat von altberlin im Beitrag #14

Was so alles für Unsinn geschrieben wird. Döner war neu und nicht knapp, also keine Pseudo-Banane.





Ja, da habe ich auch sinniert was User Altberlin sagen will, der Spiegel-Artikel zeichnete den historischen Siegeszug des Döner nach. Was da alles so Unsinniges vom Spiegel geschrieben wurde, wie User Altberlin meint, ist mir nicht klar. Denn was dort steht stimmt einfach, verstehst? Da wäre es besser, wenn du richtig zitierst.

Und als der Döner auch in den Sowjetsektor kam, als die DDR noch existierte, war er genau so eine exotische Neuigkeit wie die Banane. Da User Altberlin so seine besondere Erinnerungskultur pflegt, Zonengrenzer waren zu nettem Plausch aufgelegt, und Westreisen waren auch kein Problem, hatte ich halt Zweifel.


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RE: typisch Ostdeutsch

#18 von Björn , 01.12.2013 22:32

Du bist eben typisch Troll, immer versuchen alles irgendwie so hinzudrehen, wie es dir gerade paßt!
Bananen waren für DDR-Bürger keine Neuigkeit sondern nur selten zu haben, das war wirklich eine absolute Katastrophe


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RE: typisch Ostdeutsch

#19 von kreutzer_ , 01.12.2013 22:52

Übrigens, ein Ossi-Jammerkopp wie er im Buche steht

Zitat
Wer erinnert sich nicht noch gerne der guten, alten Zeiten als Arbeitslosigkeit, Finanzamt, Sozialabbau etc. für uns noch Fremdworte waren und man ein Brötchen für 5 Pfennige bekam und die Bahnfahrt pro Kilometer 10 Pfennige kostete?!
An der Suppe, die man sich hier 1989 eingebrockt hat, kann man nur schwer wieder was ändern, aber wir haben eine Chance in der eigenen Küche!



hat eine vorzügliche Übersicht von Rezepten aus verschiedenen Gegenden des Beitrittsgebiets zusammengestellt.

http://www.ziltendorf.com/service/Rezepte/DDR/

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RE: typisch Ostdeutsch

#20 von Kehrwoche , 01.12.2013 22:54

Wenn ich eine Dönerbude sehe, dreht sich mir der Magen um. Genauso eklig ist das abgepackte Grillfleisch aus den Supermarktregalen. Typisch Ostdeutsch war hingegen die Hackroulade mit Kartoffeln und Mischgemüse. Wenn man Pech hatte, war sie innen grünlich.
Allesamt gammelfleischähnlicher Fraß.


Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir.
Konrad Lorenz

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RE: typisch Ostdeutsch

#21 von Björn , 01.12.2013 23:36

Diese Ziltendorf-Rezeptseite habe ich schon vor längerer Zeit in drei anderen Themen gepostet > Was isst der Ossi heute noch gerne? (4) <
und mehrere Rezepte auch schon selbst ausprobiert, darunter diese Version einer Eierschecke > http://www.ziltendorf.com/service/Rezepte/DDR/back.htm#13

Es gibt durchaus gute Döner bzw. Yufka´s, u.a. in Goslar unterhalb vom Markt oder in Bad Rappenau (gegenüber der Schule)


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RE: typisch Ostdeutsch

#22 von altberlin ( gelöscht ) , 02.12.2013 09:16

Zitat von kreutzer_ im Beitrag #17


Und als der Döner auch in den Sowjetsektor kam, als die DDR noch existierte, war er genau so eine exotische Neuigkeit wie die Banane. Da User Altberlin so seine besondere Erinnerungskultur pflegt, Zonengrenzer waren zu nettem Plausch aufgelegt, und Westreisen waren auch kein Problem, hatte ich halt Zweifel.


Laß mal langsam dein dummes Lamentieren, der Döner war schneller im Osten rum als es dein "Spiegel" erfassen konnte.
Und meine Erinnerungskultur, wie du es nennst, ist noch immer recht gut und realistisch im Gegensatz zu deiner, die dir sogar deine
eigene Biografie zum Fantasiegebilde verkommen läßt und immer neue Blüten treibt.

.


vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.

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RE: typisch Ostdeutsch

#23 von kreutzer_ , 02.12.2013 10:16

Sowieso alles verkehrt. In Unserer Republik wurde der Döner erfunden!

Anfang der 50iger, ausgerechnet in Potsdam, vom heute leider völlig vergessenen Koch Heinz Pinzker, wo es zu Republikzeiten noch eine "Heinz Pinzker" Straße deswegen in Potsdam gegeben hat.

Pinzker, eigentlich ein umbenannter Franzose, kam mit der Roten Armee in die Zone im Tross von Schukow und mit ihm Adjudant Olbassanjew, der lange als Militärattaché der Sowjets in der Türkei gedient hat.

Zitat
"Olbassanjew, ein kräftiger Bursche mit Händen groß wie Mühlräder, winkte mich heran. "Schau, Genosse, wie es die Bauern in der Türkei tun." sagte er. Dann nahm er das Schaf, das wir gerade den Klauen eines gierigen ostelbischen Junkers entrissen hatten und rammte mit einem Stoß einen schweren Eisenspieß durch das Tier. Noch am selben Abend briet er es senkrecht an dem Spieß rotierend. Unter meinen neugierigen Augen säbelte er mit dem Bajonett immer wieder eine Scheibe davon ab und reichte sie mit einem schmunzelnden "Guten Appetit, Genosse" an jeden aus der Truppe weiter, sei er nun einfacher Soldat oder Hauptmann. So ging es zu in der Roten Armee." (Pinzker, Erinnerungen, Berlin,1957)



Der erste Döner auf deutschem Boden

Leider konnte dann Pinzker als späterer Leiter der HO-Gaststätte "Der Klosterkeller" und selbst als Inhaber des Karl-Marx-Ordens und der Auszeichnung "Verdienter Werktätiger der Leicht-Lebensmittel- und Nahrungsmittelindustrie" dem Döner in Unserer Republik nicht zum Siegeszug verhelfen. Denn republiktypisches Ungemach jener Zeit stoppte auch Pinzker:

Zitat
Schon ein Jahr nach Eröffnung der HO-Gaststätte "Der Klosterkeller" mußte sich Pinzker der ersten öffentlichen Selbstkritik stellen. Vor seinen Stammgästen der Armee und dem NKWD mußte Pinzker bekennen, daß die Zubereitung von Prinzeßböhnchen ein Rückfall in feudale Strukturen, das Anbieten von Schweinerippchen nach Gutsherrenart beinahe konterrevolutionär und der Name der Gaststätte klerikal-faschistisch sei.



Aber der Döner war Pinzker so wichtig, daß er ihn in seinen Erinnerungen festhielt.


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RE: typisch Ostdeutsch

#24 von altberlin ( gelöscht ) , 02.12.2013 10:24

Wahrscheinlich stammt der Döner aus der Steinzeit nach der Entdeckung des Feuers, als die Bären- oder Hirschkeulen am Spieß gebraten wurden
und dann mit der Steinaxt zerteilt wurden.
So wurde dann damals der Grundstein der DDR gelegt, um den Zusammenhang zu begründen.


vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.

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RE: typisch Ostdeutsch

#25 von Buhli , 02.12.2013 12:00

Altberlin, ich finde die Stelle, in der der Döner in der DDR erwähnt wurde, bisher nicht. Was solls. Das "Schutzgelderpressung" im Osten ein Westimport ist, ist sicher auch unserem ktreutzer bekannt. Extrem muss es mit den italienischen Restaurants abgegangen sein. Bis zum Beitritt müssen die Mafiosi gewaltig viele Häuser erworben und "wieder hergerichtet" haben. In irgendeinem Buch von Jürgen Roth war die Rede davon, dass mehr als 80% der italienischen Restaurants und Pizza Services im Osten, in Mafiahand sind.


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: typisch Ostdeutsch

#26 von altberlin ( gelöscht ) , 02.12.2013 13:47

Zitat von Buhli im Beitrag #25
Altberlin, ich finde die Stelle, in der der Döner in der DDR erwähnt wurde, bisher nicht.

Die gibts auch nicht weil von
Zitat kreutzer_

Zitat
"Für viele Menschen aus der DDR war der Döner fast wie die Banane", behauptet der Soziologe Seidel-Pielen.


nicht in der DDR die Rede war. Aus der DDR bedeutet raus und in Gesamtdeutschland angekommen, am Döner !
Und da gab es noch sehr viel mehr als nur popelige Döner !

Keiner hat je behauptet, das es in der DDR Döner gab.
.


vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.

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RE: typisch Ostdeutsch

#27 von Smithie23 , 02.12.2013 14:05

Zitat von Buhli im Beitrag #25
In irgendeinem Buch von Jürgen Roth war die Rede davon, dass mehr als 80% der italienischen Restaurants und Pizza Services im Osten, in Mafiahand sind.


Hmmm ... Osterweiterung und Erschließung neuer Märkte heisst sowas heute

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RE: typisch Ostdeutsch

#28 von Buhli , 02.12.2013 15:48

Altberlin, das hab ich vergessen zu setzen.
Smithie, diese "Erschließung neuer Märkte" war sicher nur rechtens, weil keine linken Kräfte das eingedemmt oder verhindert haben.


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RE: typisch Ostdeutsch

#29 von Adioncy , 03.12.2013 18:06

Hallo
Also wer kommt bloß auf die Idee, uns als Ossis Döner unterjubeln zu wollen? Der Ossi wußte doch gar nicht was das ist. Wer nicht wirklich Ahnung hat, sollte besser ruhig sein und Ahnung können nur menschen haben, die auch wirklich in der DDR gelebt haben.
Ansonsten bin ich immernoch bei meiner Idee mit dem Spezialitätenrestaurant s.o. ein Restaurant nur mir DDR typischen Gerichten.
Ich will das unbedingt durchziehen, denn ich kann mich nicht erinnern, soetwas schon begegnet zu sein.
Ich habe ja auch schon ein paar ganz interessante Rezepte gefunden, die schon auf meiner großen Sammelliste gelandet sind, aus der dann am Schluss gewählt wird: Eierragout, Grilleta, Ketwurst, Broiler, Jägerschnitzel.....
Ich brauche nochmehr Ideen. Da seid ihr mal gefragt. Auch was man noch so alles zur Ausstattung zum Thema nehmen kann.
Ich habe mir schon rausgesucht, wo man günstig Dekosachen, Geschirr, kommerzielle Werbung entfernt Tischdecken usw. bekommen kann. Aber es soll ja so richtig DDR gemütlich werden. Da brauche ich doch bestimmt auch noch ein paar alte DDR Möbel, Gardinen und sowas. Wo kriegt man sowas denn her? Hat jemand einen Tipp?
Sorry für die vielen Fragen, aber ich bin auch noch in der Planungs- und Findungsphase. Die Idee nimmt erst Gestalt an.

Grüße
PS: Es wird noch nicht verraten, wo das Restaurant sich befindet.

@ Adioncy, das ist jetzt das zweite mal, das ich Deinen Link zu einer kommerziellen Homepage für Berufsbekleidung im Gastronomiegewerbe entfernt habe. Bitte unterlasse dies in Zukunft und verrate uns wo Dein Restaurant ist, dann kommen wir gern vorbei!

michaka13


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RE: typisch Ostdeutsch

#30 von Ilrak , 04.12.2013 08:14

Na denn mal gutes Gelingen für´s Restaurant.
Ich fand auch Thüringer Rostbrätel immer lecker, mit viel Zwiebel. Oder Rohkostsalat ohne Chemo-Dressing.
Und in den besseren Restaurants gab man sich ja immer weltläufig : Steak Strindberg z.B.
Nicht zu vergessen das beliebte " Ragufäng" mit -Dresdner- Worchestersoße.
Mach´s nur nicht allzu kitschig, ich denke, mit Pionierhalstuch will niemand mehr bedient werden .
Ach so, wenn Du noch die Edelstahl-Kaffeekännchen auftreiben könntest...
Für die dezente Beschallung empfehle ich ein rk88 mit Kugelboxen oder Verstärker aus den Diversen
RFT - Linien . In der elektrischen Bucht sind reichlich Angebote von fachmännisch restaurierten Exemplaren.
Und mit einem Cinch-DIN-Adapter kannst Du die passende Musik auch vom Rechner abspielen.
Sei da aber auch bei der Auswahl vorsichtig, den Bau-auf-Kram mag auch keiner mehr, es gibt aber durchaus Juwelen, auch im Easy-Listening Bereich.
Der Knaller wäre für eine Party eine Regent-Anlage, da sind die Angebote aber wesentlich knapper.


Vorbeugen ist besser als nach hinten fallen.

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