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[DDR Kultur] DT64

#1 von Unikum , 19.05.2014 00:13

SPON hat heute einen sehr schönen Artikel über das damalige Jugendradio DT64 veröffentlicht:

http://www.spiegel.de/einestages/ddr-jug...a-a-969351.html

Ich habe mich gerade gefragt, warum der Artikel gerade heute erschien, da sah ich die URL... ;-)

Wer war noch ein begeisterter Hörer von DT64? Das war zum so ab 1988 mein Lieblingssender und blieb es bis zum Schluß. Irgendwann entdeckte ich dann "Fritz" für mich. Mit "Sputnik" konnte ich eher weniger anfangen.

Hier gibts schöne Soundschnipsel von DT64

https://soundcloud.com/dt64soundarchiv

Und hier das Ende:

https://soundcloud.com/jugendradio-dt64/...zter-sendetag-2

 
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RE: [DDR Kultur] DT64

#2 von Buhli , 19.05.2014 13:46

Geh mal da hin. DT 64


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: [DDR Kultur] DT64

#3 von Hansrudi , 20.05.2014 08:50

DT64 - na bis auf `Musik für den Recorder `hieß das glaube ich , wo eine halbe oder eine Stunde nur reine Platten ( auch Westplatten ) gespielt worden sind , ohne, rotes Gedöhns konnteste nix hören .
Den Rest des Tages wurde Rias2 gehört . Und jedesmal wenn ich heut in Berlin weile , stelle ich fest dass an alte Radioqualitäten heute nix mehr rankommt , war doch der Rias auch ein `Wendeverlierer `den es heute nicht mehr gibt .

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RE: [DDR Kultur] DT64

#4 von Buhli , 20.05.2014 11:37

RS2 ist übrig geblieben. Wer auf der RIAS 1 Frequenz sendet, weiß ich jetzt nicht. Ich glaube das war 91,4. 88,8 war SFB 1 und 92,2 SFB 2. Den konnte man nämlich auch in DD hören, wenn das Radio eine gute Sendertrennschärfe hatte. Auf 92,4 kam Radio DDR 2. Damals habe ich mein Rema Andante "schärfen" lassen. Hat funktioniert. Im Dresdner Süden konnte man, wenn auch Wetterabhängig, die Berliner Sender empfangen. Auch 100.6 von Herrn Schamoni. PSR soll ja auch zu seinem Imperium gehören. Wer in Bezug auf Dt64 von rotem Geschwätz spricht, hat das linientreue Verhalten der heutigen Radiomoderatoren noch nicht verstanden. Der eine Satz im Spiegel dürfte es auf den Punkt gebracht haben. "Zu wild für die DDR, zu unreguliert für die BRD".
Es soll ja Leute geben, die denken im Kapitalismus, in Freiheit zu leben.


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RE: [DDR Kultur] DT64

#5 von Hansrudi , 20.05.2014 11:59

Also ich habs noch in den Ohren `Jugendwelle Rias 2 auf 9-4-3 ! ` So tönte es über den Kompanieflur ...

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RE: [DDR Kultur] DT64

#6 von Unikum , 20.05.2014 13:05

Zitat von Buhli im Beitrag #4
Wer in Bezug auf Dt64 von rotem Geschwätz spricht, hat das linientreue Verhalten der heutigen Radiomoderatoren noch nicht verstanden. Der eine Satz im Spiegel dürfte es auf den Punkt gebracht haben. "Zu wild für die DDR, zu unreguliert für die BRD".
Es soll ja Leute geben, die denken im Kapitalismus, in Freiheit zu leben.


Gut, daß du das schon richtiggestellt hast, ich dachte eben, ich lese nicht richtig, als ich Hansrudis Meinung las

 
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RE: [DDR Kultur] DT64

#7 von Buhli , 20.05.2014 14:57

Genau Hansrudi. Das war der damalige Bausrellenbeschaller. Allerdings gings bis etwa 10.00Uhr auf SFB 1 mit Andreas Dorfmann durch den Morgen. Irgendwann ging es dann zu Elmar Hörig auf RIAS 1. Die beiden sind dann mal zwische den Sendern hin und her gesprungen, bevor Elmar seinen Fernsehabstecher machte. Bis 2002 hab ich öfter mal einen Berliner Sender angehabt, weil die auch im Dresdner Kabelnetz zu finden waren. Das sieht hier im Süden etwas anders aus.


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RE: [DDR Kultur] DT64

#8 von Hansrudi , 21.05.2014 03:25

Damals wars eben Kult . Wenn ich an die Top 750, die Top 1000 oder Rick , den alten Ami denke - da war Radio noch Leben und nicht das verbreiten von Wasserstandsmeldungen und Tauchtiefen !

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RE: [DDR Kultur] DT64

#9 von Buhli , 21.05.2014 10:14

Bei der Fahne kam da immer zu uninteressanten Beiträgen: "Das ist mir Mocerny oder Louny." In der Kaserne lief abends, mehr so zum Abdudeln, Bayern 3, wenn nicht gerade der Kasernenfunk sehr laut lief. Zu empfangen ging der nur auf dem Fensterbrett. Also nichts mit heimlich hören. Wahrscheinlich hatte ich mit der BEPO einen toleranten Haufen erwischt. Uns hat damals bereits das auf die Songs draufgequatsche genervt. Daher hielt sich das B3 gehöre auch in Grenzen.


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RE: [DDR Kultur] DT64

#10 von Hansrudi , 21.05.2014 11:13

Ich denke mal , Westradio und -Fernsehen bei der NVA ist ein besonderes Thema .

Manche Offiziere haben da bewußt weggeschaut ( ode rhielten es für Normal , weil sie es auch privat kannten ? ) , solange es drumrum noch ordentlich und ruhig war . Denn es war ja offensichtlich , wenn früh halb fünf im Fernsehraum noch Licht brannte und die Kiste flimmerte , wo das DDR -Fernsehen schon lange Sendeschluß hatte , in der Nacht .

Ja Sendeschluß, Sendepause in der Nacht , mit Testbild , wer kann sich das heute noch vorstellen ? Kein Fernsehen in der Nacht ! Ich arbeite im Vollcontisystem , wenn da nachts kein Fernseher läuft im Pausenraum - ohje !

Und wer sich nun fragt , warum bei der NVA des nachts Fern geschaut wurde ? Auch da gab es Truppen , die in den Betrieben der Umgebung in Schichten gearbeitet haben . Die haben dann genauso auch tagsüber geschlafen , wie andere Schichtarbeiter eben auch .

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RE: [DDR Kultur] DT64

#11 von Buhli , 21.05.2014 15:21

Also das mit dem Sendeschluss war nicht auf die DDR zu beschränken. Das habe ich bis in die 90er auch mit Westsendern erlebt. Speziell mit Sat1. Die waren damals die ersten die auf Sendung gingen. 4.00Uhr gings los mit Frühstücksfernsehen. Da schliefen die anderen Sender noch. Ich mußte 4.50 Uhr meinen Bus erwischen. Also noch vor vier Uhr aus den Federn. Wer danach auf Sendung ging weiß ich nicht.


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