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EU

#1 von queeny , 27.08.2019 01:28

Denke oft darüber nach was die Mitgliedschaft in der EU bringt. Überschreiten von Grenzen ohne Kontrolle, eine gemeinsame Währung, wobei es auch Ausnahmen gibt, Subventionsgelder, die in geldgierigen Schlünden verschwinden und sonst?

Waren aus anderen EU-Mitgliedsstaaten dürfen z. B. nach wie vor nur in beschränkten Mengen mitgebracht werden. Das soll ein einiges Europa werden? Das passiert nicht zu meiner Lebenszeit.

Es werden in Brüssel hanebüchene Entscheidungen gefällt. Z. B. Energiesparlampen (Oder heißen die Energiesparleuchtmittel?), die teuer und schnell durchgebrannt sind, so jedenfalls meine Erfahrung, Begrenzung der Wattzahl bei Staubsaugern, die angeblich mit 600 Watt so toll saugen sollen wie Geräte mit 2000 Watt, und das stimmt so nicht. Diese Aufzählung kann beliebig weitergeführt werden.

Was geht es eigentlich die EU an, wieviel Strom der einzelne Mensch und Familien verbrauchen?

An die Stromanbieter und an Großverbraucher sowie das Großkapital traut sich dieser Brüsseler Bürokratensch... nicht so unverschämt heran.


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RE: EU

#2 von Ilrak , 27.08.2019 16:53

Die Idee der EU ist sicherlich gut.
Allerdings ist die Behörde zum Monster mutiert. Was sicherlich auch an den persönlichen Begehrlichkeiten der handenlten Personen liegt.


Die Meinung ist frei.
Doch zur Sicherheit hab ich 'ne Wumme.

( Freygang, "Der bewaffnete Blues" )

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RE: EU

#3 von joesachse , 30.08.2019 16:14

Zitat von queeny im Beitrag #1
Überschreiten von Grenzen ohne Kontrolle, eine gemeinsame Währung, wobei es auch Ausnahmen gibt, Subventionsgelder, die in geldgierigen Schlünden verschwinden und sonst?


Es mag sein, dass Subventionsgelder in Schlünden verschwinden, vor allem in den konventionellen Landwirtschaft der LPG-Nachfolger im Osten. Hier bei uns sehe ich eher eine positive Entwicklung: Die Landwirtschaft hat sich immer mehr zu besserer Qualität hin entwickelt, es wurden die Winzer beim Bau kleiner Weinhotels, bei Weinprobierstuben, beim Ausbau ihrer Kellerei unterstützt, es wurden Radwege gebaut und vieles andere. Ich sehe hier eher eine positiver Wirkung dieser Subventionen.

Zitat von queeny im Beitrag #1
Waren aus anderen EU-Mitgliedsstaaten dürfen z. B. nach wie vor nur in beschränkten Mengen mitgebracht werden.

Aus den Ländern der europäischen Zollunion kannst Du für den Eigenbedarf soviel mitbringen, wie die für Dich und deine Familie benötigst. Einschränkungen gibt es bei Medikamenten, Tabakprodukten und Genussmitteln, wobei die Einschränkungen für Genussmittel eher Richtwerte sind, wenn Du mehr mitbringst, musst Du dem Zoll den Eigenbedarf erklären. Und dann gibt es natürlich noch ein paar Einschränkungen bzgl Waffen, Drogen und Fahrzeugen.

Zitat von queeny im Beitrag #1
Es werden in Brüssel hanebüchene Entscheidungen gefällt. Z. B. Energiesparlampen (Oder heißen die Energiesparleuchtmittel?), die teuer und schnell durchgebrannt sind, so jedenfalls meine Erfahrung, Begrenzung der Wattzahl bei Staubsaugern, die angeblich mit 600 Watt so toll saugen sollen wie Geräte mit 2000 Watt, und das stimmt so nicht. Diese Aufzählung kann beliebig weitergeführt werden.


Der Grundgedanke dahinter ist, die Ressourcen unseres Planeten zu schonen, und da ist Energieeinsparung schon ein wichtiger Beitrag. Und das Verbot der herkömmlichen Glühbirnen mit Wolframdraht, die 5 % Licht und 95 % Wärme ausgestrahlt haben war sicher ein richtiger Schritt. Die dann verbreiteten Energiesparlampen waren eher ein Flop, auch wegen des Quecksilbers, aber die heute zum Standard gewordenen LED-Leuchten, die nur 10% vergleichbarer Glühlampen verbrauchen hätten es ohne diese steuernden Gesetze nicht so leicht gehabt, sich zu verbreiten. Natürlich schießt die EU dort gelegentlich über das Ziel hinaus, keine Frage, aber das Grundprinzip der Ressourcenschonung ist aus meiner Sicht wichtig.

Und immer wieder hat die EU Richtlinien zu Umwelt- und Verbraucherschutz, die deutlich besser sind als das, was wir in Deutschland haben und wo die deutsche Regierung gezwungen wird, die Gesetze zum Wohle der Menschen und der Umwelt zu verschärfen.
Und auch die Menschenrechte sind aus meiner Sicht bei der EU in guten Händen.


Zitat von queeny im Beitrag #1
An die Stromanbieter und an Großverbraucher sowie das Großkapital traut sich dieser Brüsseler Bürokratensch... nicht so unverschämt heran.


Früher musstest Du den Strom bei dem Anbieter kaufen, der den Stromanschluss bei Dir hatte. Dieser Anbieter konnte Dir einen Strompreis diktieren. Hier hat die Öffnung des Strommarktes schon viel für Verbraucher gebracht.
Und die EU hat in den letzten Jahren Milliadenstrafen gegen Google, Facebook & Co, gegen die Stahlkartelle, Pharmaunternehmen, Autohersteller verhängt, wenn sie gegen das Kartellrecht oder andere Gesetze verstoßen haben. Ein einzelner Staat wäre wahrscheinlich wesentlich machtloser gegen diese Kartelle als die EU.

Aktuell gibt es in Europa gerade wieder den Trend, die Nationalstaaten überzubewerten und die Nationalitäten abzuschotten. Dieser Trend macht mit Angst, denn er hat in den letzten 1000 Jahren europäischer Geschichte immer zu einem Krieg geführt.
Und der massive Lobbyismus in Brüssel ist auch eine Gefahr, auf jeden Abgeordneten in Brüssel kommen 30 Lobbyisten (nach Schätzungen von Lobbycontrol).

Wie so oft sind queeny und ich unterschiedlicher Meinung, aber wir leben ganz einfach auch in unterschiedlichen Filterblasen.


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RE: EU

#4 von queeny , 30.08.2019 16:51

Na, Hauptsache ist, dass dir in deiner roaroten Filterblase genug Luft zum Atmen bleibt Joe.

Ansonsten bin ich in Gänze nicht deiner Meinung.

Jedes Volk der EU möchte seinen eigenen Staat behalten. Da will keiner einen Staat Europa.

Leute in abgehobenen Filterblasen mögen anders denken. Die "UNGEBILDETEN", und das ist nun mal die Mehrheit, sehen das anders.

Nehmen wir nur mal diesen Flüchtlingsstrom von 2015/2016...usw.

Die Briten, Österreicher, Ungarn, Polen und auch Skandinavien möchten die Andersfarbigen nicht.

Dieses Problem kann nicht kleingeredet werden, denn es ist Tatsache. Kriegsgebiete ist ein anderes Kriterium. Frauen, Kindern, Alten soll geholfen werden. Gesunde Männer sollten aber in ihren Ländern für die Freiheit in ihren Ländern kämpfen, und sich nicht feige verkriechen. Worauf warten die? Dass unsere europäischen Soldatenjungs dorthin gehen, um für die Fremden zu kämpfen? Das ist ganz falsch, wie das Beispiel Afghanistan beweist.

Das mit den EU-Subventionen muss ich erst mal durchdenken.


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RE: EU

#5 von joesachse , 30.08.2019 23:47

Zitat von queeny im Beitrag #4
Gesunde Männer sollten aber in ihren Ländern für die Freiheit in ihren Ländern kämpfen, und sich nicht feige verkriechen.


Um das mal zu übersetzen: Die sollen sich also Deiner Meinung nach lieber von den islamistischen fanatischen Mörderbanden abschlachten lassen? Du urteilst hier ganz schön von einem hohen Ross herunter. Vor unmenschlichem mörderischen Terror abzuhauen ist nicht unbedingt Feigheit, sondern blanker Überlebenswille.

Wenn Du schon mal in London warst, dann ist dir sicherlich auch aufgefallen, dass die Hautfarbe dort deutlich weniger eine Rolle spielt als in Deutschland. Durch die britische Kolonialzeit gibt es eine Unmenge britischer Staatsbürger mit dunkler Hautfarbe, und das ist dort völlig normal.

Die Leute, die die Flüchtlinge lieber im Mittelmeer ersaufen sehen als dass sie bei uns aufgenommen werden sind nicht die Mehrheit, sie schreien nur am lautesten.

Und auch mit den Staaten habe ich völlig andere Erfahrungen gemacht. Die Menschen in Europa, mit denen ich mich über dieses Thema unterhalten habe, den waren die Regierungen ihrer Staaten relativ egal. Den war ihre regionale Identität wichtig und eine regionales Parlament, welches ihre Interessen vertritt. Ob dann eine Staatsregierung oder in Zukunft vielleicht auch eine Europa-Regierung die nächste Instanz ist, spielt nicht die entscheidende Rolle.

Was dein Satz mit der "abgehobenen Filterblase" sollte, das verstehe ich nicht. Hier bei uns auf dem Dorf denken auch die einfachen Menschen ähnlich wie ich. Allerdings sind die Hohenloher allgemein ein weltoffeneres Volk als die Schwaben oder Sachsen.

Und noch ein weiteres Thema: Meine eigenen persönlichen Erfahrungen, die meiner Frau, meiner Kinder und viele Leute hier mit unsere ausländischen Mitbürgern sind alle eher positiv. Die sind oft motivierten und engagierter als so mancher Landsmann. Und sie werden hier händeringend als Arbeitskräfte gesucht. Da ist es eher ein Skandal, welche hohen Hürden unsere Regierung aufgebaut hat, die verhindern, dass die Zuwanderer einfach einen Job suchen, arbeiten und sich damit selbst ernähren können. Die Ausländer nehmen in Deutschland schon länger keinem Deutschen mehr Arbeitsplätze weg.

Die Leute, die wutentbrannt gegen die Ausländer wettern haben zu einem großen Teil gar keine persönlichen Berührungspunkte zu diesen Menschen.


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RE: EU

#6 von Hansrudi , 31.08.2019 05:20

Wer die Ausländer so liebt , kann gerne in deren Länder auswandern und da vor Ort arbeiten , kämpfen und Hilfe leisten ! Und beim packen der Sachen die Trillerpfeiffen nicht vergessen , denn pfeiffen dürfen sie dann im Ausland auch , in Arbeitsschutzwesten ...

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RE: EU

#7 von queeny , 31.08.2019 09:20

Löschte eben meinen Beitrag. Wollte ich gar nicht. Schreibe ich neu, aber erst spät oder Sonntag. Joes Beitrag verdient schließlich eine Antwort.


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zuletzt bearbeitet 31.08.2019 | Top

   

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