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RE: Thomas Cook insolvent

#16 von joesachse , 25.09.2019 22:30

Ich freue mich, dass es mit Euren Flug jetzt wahrscheinlich doch noch klappt, Micha.

Das Buchen den Reisen läuft bei mir sehr unterschiedlich. Mal selbst zusammengestellt mit Booking.com, vor vor allem, wenn ich mit dem eigenen Auto unterwegs bin in Europa.
Bei Meinen Wanderreisen auf die Kanaren, nach Madeira, Zypern oder Mallorca werde ich von dem Reisebüro mit der roten Schrift auf bleuen Grund sehr gut bedient. Die kennen inzwischen meine Vorlieben (kleine familiäre Hotels oder Pensionen, keine überlaufenen Urlauberorte, viel Natur) und haben mir auf meine Anfragen immer interessante Angebote gemacht aus Flug und Hotelübernachtung, meist nicht von ihren Mutterkonzern. Den Mietwagen buche ich immer selbst. Und sie haben auch jedesmal nach der Reise nachgefragt, wie die Reise war und was gut und schlecht war, nicht per Fragebogen, sondern in einem zwanglosen Telefonat. So lernen die ihre Kunden kennen und gleichzeitig dien Reiseziele, die sie so verkaufen.
Und für meine Radrundreisen habe ich ein paar sehr gute Anbieter gefunden, die da auch absolut flexibel sind. Die transportieren das Gepäck von Hotel zu Hotel, so dass man dann Ganz entspannt mit dem Rad die Etappe fahren kann. Dabei kann man seine Reise recht individuell gestalten, mann kann unterwegs auch mal ein paar Tage länger Station machen oder die Reiseroute anpassen, wenn sich der Aufwand für den Veranstalter in Grenzen hält. Habe im Sommer so eine schöne Rundreise durch das Saarland gemacht, ca. 400 km mit Saarschleife und Moseltal und Schengen, mit Völkinger Hütte und Mettlach, hat wirklich Spaß gemacht.
Und dann gibt es noch Reisen, die nenne ich "Expeditionsreisen". Dazu gehören die Expeditionskreuzfahrt von Island über Norwegen nach Spitzbergen incl. Abstecher ins Packeis, aber auch Reisen mit "Zeitreisen", die Leserreisen der Wochenzeitung "Die Zeit". Kleine Reisegruppen mit sehr interessanten Mitreisenden, exzellente Betreuung und intensive Kontakte mit den Menschen vor Ort. Meine Rundreise durch das Baltikum war so eine Reise und in Kürze geht es wieder auf so eine Reise zu den Liparischen Inseln mit vielen Wanderungen zu den Vulkanen, einer Nachtwanderung auf den Stromboli, Begegnungen mit Einheimischen und Künstlern und Quartier in Privatunterkünften auf einer der abgeschiedeneren Inseln.
Die Zeit sucht sich für ihre Leserreisen eher kleinere Veranstalter, die sich auf bestimmte Themen oder Gegenden spezialisiert haben und die dann eher intensiv durchgeplant sind, ohne deshalb stressig zu sein.
Von ein paar Reisen habe ich ja auf meinem Blog berichtet.


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RE: Thomas Cook insolvent

#17 von Ilrak , 30.09.2019 08:46

Ich weiss schon, warum ich lieber in Schlagdistanz des Autos bleibe....


Die Meinung ist frei.
Doch zur Sicherheit hab ich 'ne Wumme.

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RE: Thomas Cook insolvent

#18 von michaka13 , 27.10.2019 06:10

Auf dem Flug nach Cancun habe ich eine zwölfköpfige Familie aus Wuppertal kennen gelernt. Also nicht Vater, Mutter und 10 Kinder. Da waren der Bruder mit Frau und Kindern, bereits erwachsene Cousins und alles so was. 12 Leute insgesamt. Waren ebenfalls 2 Wochen in Mexiko. Die hatten ursprünglich bei Thomas Cook gebucht. Keine Ahnung was das gekostet hat, aber deren Reise wurde storniert. Die haben zwar erstmal einen Teil des Reisepreises als Abschlagszahlung von einer Versicherung erhalten, aber noch längst nicht alles. Ob sie den Rest jemals bekommen steht in den Sternen. Die haben alles noch einmal bei einem anderen Veranstalter gebucht und die Reise dann trotzdem angetreten. In deren Haut möchte ich echt nicht stecken. Sie sagten, sie wollten einmal etwas gemeinsam als Familie machen, bevor die Kinder nach dem Studium und der Ausbildung in alle Winde zerstreut werden und jeder seine eigenen Wege geht. Dabei waren das eigentlich ganz typische Durchschnittsleute. Nicht irgendwelche Wohlhabenden, denen die Kohle egal ist. Von den beiden jungen Männern mit denen ich mich unterhalten habe, hat einer an der RWTH Maschinenbau studiert. Der andere war in der Produktion eines metallverarbeitendem Betriebes angestellt. Der Vater der beiden arbeitet wohl in der Diso einer Spedition. Usw. Trotzdem haben die nicht die Flinte ins Korn geworfen, sondern haben das einfach neu organisiert. Auch wenns wohl finanziell ein Kraftakt gewesen sein muss.

Ich weiß nicht, ob ich das mit einer solchen Fassung wie die getragen hätte. Doch die waren trotz allem recht gut drauf. Wollten erst mal den Urlaub genießen und sich dann um alles andere kümmern. Da versagt das Management eines Konzerns und der kleine Mann muss es ausbaden. Traurig, aber wahr. Möchte nicht wissen, wie viele Menschen vielleicht jahrelang auf einen Traumurlaub gespart haben und nun in die Röhre gucken. Ich hoffe, jeder der Geschädigten erhält wenigstens sein Geld zurück.

Ich werde es in Zukunft jedenfalls wieder so halten wie sonst auch immer und mir jeden Baustein extra buchen. Geht dann irgendein Hotel, eine Airline oder Mietwagenanbieter in Insolvenz, dann bricht wenigstens nur ein Teil der Reise weg und lässt sich mit überschaubaren Aufwand ersetzen.

Für uns lief es glücklicherweise am Ende alles gut ab. Auch wenn der Rücklug mit Condor einer der schlechtesten war, die ich jemals absolviert habe. So wird es Condor jedenfalls schwer haben neue Kunden zu gewinnen. Als Flying Blue Member bevorzugen wir ja KLM/Air France und Delta Airlines. Die nächste Tour geht auch wieder mit den genannten Airlines. Ich meine, hin mit KLM über Amsterdam Schiphol und zurück mit Delta über Atlanta. Kann auch umgekehrt sein. Hab das gerade nicht so genau im Kopf. In der Zukunft werden wir auch weiterhin versuchen die genannten Anbieter zu buchen. Nach einigen unschönen erlebnissen mit der Kranichairline und ihrer deutschen Tochter in der Vergangenheit, werden wir nun auch die zweite verbliebene große deutsche Airline meiden. Schade, aber der Service bei deutschen Airlines ist eben nicht der beste. Sind natürlich nur unsere eigenen subjektiven Erfahrungen.


Grüße aus dem verregneten Brühl,

micha

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RE: Thomas Cook insolvent

#19 von Andreas , 27.10.2019 14:10

Ich buche weiter im Paket über das Reisebüro und glaube , damit abgesichert zu sein .
Eine absolute Sicherheit gibt es sicher nicht .


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RE: Thomas Cook insolvent

#20 von michaka13 , 28.10.2019 02:37

Das ist richtig, Andreas. Absolute Sicherheit gibts nicht.

Für uns war das trotzdem eine Ausnahme, da wir sonst nie pauschal buchen. Durch den beruflichen Stress den wir beide zur Zeit haben, waren wir jedoch einfach zu faul uns unsere Reise allein zusammen zu fummeln. Ich muss auch ehrlich gestehen, es tat mal gut, einfach nur ein paar Tage am Strand zu faulenzen und sich bedienen zu lassen. Doch eigentlich meiden wir diese typischen Touri-Hotels. Sind lieber allein unterwegs und lernen dabei Land und Leute ein wenig kennen. In der Regel geht dabei auch immer etwas schief. Wir verfahren uns. Landen schon mal im falschen Hotel, weil das ganz ähnlich heißt oder geraten auf Strassen und Wege die eigentlich unpassierbar sind. Wir haben uns schon von Schleusern über Grenzen schmuggeln lassen, weil am offiziellen Grenzübergang die Wartezeit einen Tag betragen hätte und was weiß ich noch alles. Aber irgendwie wars immer spannend und ich möchte kein einziges dieser Erlebnisse missen. Wir haben in Panama in einer winzigen Hütte mich Blechdach übernachtet. In Nicaragua bei Kaffeebauern in den Bergen. In Miami im ältesten noch erhaltenen Haus bei den Besitzern im Gästezimmer gewohnt und wirklich super Abende mit denen und ihren Freunden beim Barbeque verbracht. Wir waren auf den Rio Negro in Costa Rica mit einem Fischer unterwegs, haben bei unserer Hütte am Rande des Dschungels einen Grill gebaut und dort mit zufällig kennen gelernten Backpackern ne geile Party gefeiert und vieles mehr. Das sind Dinge, die erlebst Du als Pauschaltourist einfach nicht. Das ist der Grund, warum wir gerne allein durchs Land reisen.

Aber Urlaub soll der Erholung dienen. Was dem einen gefällt, ist rein gar nicht für den anderen. Jeder soll so Urlaub machen, dass er sich erholt und Spass hat.



Schöne Grüße,

micha

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RE: Thomas Cook insolvent

#21 von Andreas , 28.10.2019 09:01

Danke für deine Zeilen Michaka !
Du hast Recht , wenn man solche Abenteuer oder Erlebnisse will , dann darf man nicht wie wir eine Pauschalreise machen .
Wir haben jetzt eine Woche Rundfahrt mit dem Bus in Polen . Es war schön mun außerplanmäßig waren wir auch beim ehemaligen Sender Gleiwitz .
Davor hatten wir eine Flußkreuzfahrt auf der Mosel .
Dein Körper hat sich hoffentlich etwas akklimatisiert .
Gruß
Andreas


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RE: Thomas Cook insolvent

#22 von michaka13 , 01.03.2020 07:54

Joesachse scheint ja positive Erfahrungen mit den großen Reisebüros gemacht zu haben. Ich leider immer nur negative. Vielleicht liegts einfach daran, wer im jeweiligen Reisebüro arbeitet. Hier in Brühl hat die Branche offenbar die unfähigsten Mitarbeiter in ihren Niederlassungen versammelt.

Meine Erfahrungen der letzten Woche. Wie ich bereits schrieb in diesem Thread. Brauche ich die Hilfe eines Reisebüros, gehe ich zu einem kleinen, freien Büro. Chef und eine Mitarbeiterin. Keine Kette. Letzte Woche waren wir wieder da. Fronleichnam ist Feiertag in NRW. Wir möchten dann gerne von Donnerstag bis Sonntag eine kleine Städtereise in irgendeine europäische Metropole machen. Wohin ist (fast) egal. Also ab in unser kleines Büro. Die Aufgabenstellung war: Flug und zentral gelegenes Hotel in einer europäischen Metropole. Ausgeschlossen wurden Madrid, Prag und Budapest. Da waren wir zuletzt. Zuerst kamen die Fragen. Direktflug? Kostenlimit? Eher ruhig oder Partymetropole? Hotel mit Frühstück oder ohne? Kultur wichtig? Geschichte? Usw usf. Vereinbart wurde dann folgendes. Erstellung einiger Angebote über Direktflüge , inkl. zentral gelegenem Hotel mit Frühstück. Abflug von Köln/Bonn, Düsseldorf oder Frankfurt. Der Abflug am 11.06. sollte morgens, der Rückflug am 14.06. nach dem Mittag sein. Kosten für Flug und Hotel sollten sich Pi mal Daumen für 2 Personen max. um die 1.500 € bewegen. Für einen Profi in einem Reisebüro eine relativ leichte Aufgabe.

Da wir Zeit hatten, sind wir noch etwas durch die Stadt gebummelt. Als wir bei einem Reisebüro von Hapag Loyd vorbei kamen, dachte ich mir, holst du dir mal ein 2. Angebot. Also rein und exakt die gleiche Aufgabe gestellt. Hier kurz das Gespräch. Ich bezeichne die Angestellte einfach mal als Dame.

Ich: Mein Anliegen vorgetragen.
Dame: Sie müssen schon sagen wo sie hin wollen. Sonst kann ich kein Angebot machen.
Ich: Irgendeine Metropole. Beraten Sie mich.
Dame: Wenn sie nicht wissen was sie wollen, kann ich sie auch nicht beraten.
Ich: Wenn ich wüsste was ich will, würde ich im Internet buchen.
Dame: Sie müssen mir schon ein Ziel nennen. Außerdem beschäftigen wir uns mit solchen Sachen nicht.
Ich: Womit beschäftigen Sie sich dann? Sie sind doch ein Reisebüro.
Dame: Wir verkaufen Kreuzfahrten und Pauschalreisen. Mit solch kleinen Dingen können wir nichts verdienen. Wenn sie`s billig wollen, buchen sie doch im Netz. Bei Eurowings oder Tui Fly gibts billige Angebote. Wir bekommen pro Flug gerade mal 40 € Provision. Die müssen sie auch noch zahlen. Dann wirds nur teurer. Netz ist billiger.
Ich: Mich interesssiert der Gesamtpreis. Nicht ihre Kalkulation.
Dame: Ja wohin denn nun?
Ich: Schauen sie doch einfach mal verschiedene Metropolen an. Lissabon, Barcelona, Riga, Tallin, Warschau, Athen. Gibt doch genug.
Dame: (hämmert in die Tasten ihres Computers) Nach Lissabon hätte ich Flüge. Kosten für beide 1.200 €. Wenn sie im Netz buchen, ist das allerdings billiger.
Ich: Vielen Dank für was auch immer. Einen geruhsamen Arbeitstag noch. Tschüss.

Das war die Kurzfassung. Wir waren ungefähr 20 min bei der Dame im Büro. Nun braucht man sich nicht mehr fragen, warum die Reisebranche über die Internetkonkurrenz jammert. Man verweist ja offensiv auf diese. Beratung? Fehlanzeige! Warum gehe ich denn ins Reisebüro? Wir haben im Moment einfach keine Zeit, um uns selbst um solche Dinge zu kümmern. Die Dame hat 10 mal oder öfter das Wort billig erwähnt. Ich nicht einmal. Ich selbst habe unser Limit bewusst nicht erwähnt. Das verführt oft dazu, nur die Angebote am oberen Rand des gesetzten Limits anzubieten. Die Dame hat auch kein einziges Mal gefragt was wir ausgeben möchten. Ich weiss auch nicht, ob 1.500 € für 4 Tage und 2 Personen teuer oder billig sind. Ich hab die Zahl einfach aus dem Bauch heraus genannt. Günstiger nehme ich gerne und wenns ein paar hundert Euro mehr sind, dann ist das halt so. Angebot machen, dann kann man drüber reden. Wichtig ist einfach ein schöner Ausflug. So viel Desinteresse und Lustlosigkeit wie bei der Dame von Hapag Loyd habe ich selten erlebt. Man hatte den Eindruck, die will nichts verkaufen.

Zurück zu meinem kleinen Reisebüro. 3 Tage später bekam ich 12 (!) Angebote per mail, die allesamt unseren Vorstellungen entsprachen. Sonst sind die deutlich schneller, aber wir hatten ja Karneval. Genug Zeit ist auch noch. Wir haben uns dann entschieden am 11.06. nach Malta zu fliegen. Zurück am 14.06. Direktflüge mit Lufthansa Frankfurt - La Valetta. Hotel mit Frühstück. Unterbringung im Deluxe room. Frühstück inkl. Hier das Hotel:

https://www.excelsior.com.mt/


Kosten für 2 Personen für alles zusammen. 1254 €.
Alle Vorgaben wurden exakt eingehalten. Das Kostenlimit wurde sogar deutlich unterschritten! Meine Meinung, der Job wurde perfekt erledigt!


2 Reisebüros. 2 völlig unterschiedliche Erfahrungen. Die einen perfekt. Die anderen unter aller Sau. Meine Vorurteile gegenüber den Großen der Branche wurden zum wiederholten Male absolut bestätigt.

Natürlich haben wir das Angebot nach Malta angenommen und direkt gebucht.



Viele Grüße,

micha


der sich schon auf seinen Trip nach La Valetta freut

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RE: Thomas Cook insolvent

#23 von Hansrudi , 01.03.2020 08:49

Da hättest auch nach Rügen fliegen können oder in der mückenfreien Zeit in den Spreewald ... ... oder mal in die Weltstadt Zittau ...


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RE: Thomas Cook insolvent

#24 von Weinböhlaer , 01.03.2020 12:26

Zitat von Hansrudi im Beitrag #23
Da hättest auch nach Rügen fliegen können oder in der mückenfreien Zeit in den Spreewald ... ... oder mal in die Weltstadt Zittau ...

Hm, eine andere Bemerkung habe ich von dir nicht erwartet.
Bist schon ein eigenartiger Typ, entweder meckerst du unentwegt oder machst wenig zielführende Bemerkungen die du auch noch witzig findest.
Wenn du nichts sinnvolles beitragen kannst, halte doch einfach mal die Finger still.


Sparen heißt hungern für die Erben....

 
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RE: Thomas Cook insolvent

#25 von Hansrudi , 01.03.2020 16:01

Deine Ansichten und Meinungen sind mir sowas von egal ! Schlucke weiter deine Spaßbremsentabletten und spüle diese mit einem Kaffee runter !

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RE: Thomas Cook insolvent

#26 von joesachse , 01.03.2020 18:08

Mich würde wirklich mal interessieren, ob noch jemand anderes Hansrudis Bemerkungen witzig findet, außer er selbst.


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RE: Thomas Cook insolvent

#27 von joesachse , 01.03.2020 18:24

@michaka13 Ich denke, das hängt primär vom Personal ab. In dem TUI-Reisecenter, in das ich gehe, funktioniert das genau so wie du bei deinem kleinen Reisebüro beschreibst. Außerdem verkaufen die Reisen aller Anbieter.
Der Standard lief meist so:
ungefähr 1,5 Wochen vor Urlaubsbeginn in der Nebensaison schauen wir uns die Großwetterlagen an und überlegen, wohin wir zum Wandern gehen könnten.
Dann ab ins Reisebüro, die Damen kennen meine Anforderungen schon: kleines familiäres Hotel in einer Wandergegend, Fußweg zu einer Ortschaft mit guter Infrastruktur zum Abendessen oder alternativ Halbpension, wenn das Hotel so gut ist aber irgendwo in der Pampa liegt (z.B. ehemalige Finca in den Bergen Mallorcas, ehemaliges Kloster auf Kreta u.ä.)
Dann suchen die Flüge und Angebote, ich wurde da noch nie enttäuscht.

Und ich gebe denen auch immer Rückmeldung nach dem Urlaub zum Hotel, zur Gegend und zum Gesamteindruck.

Die sind auch offen und ehrlich bei den Preisen: Als ich jetzt zur Hochzeit meines Sohnes den Flug für 6 Erwachsene und 5 Kinder nach Stockholm buchen wollte, da haben die mir empfehlen, das im Internet zu machen, da sie als Reisebüro bei Linienflügen kaum Preisnachlässe bekommen.

Interessanterweise ist auch das Personal in diesem Reisebüro seit Jahren unverändert.


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RE: Thomas Cook insolvent

#28 von michaka13 , 01.03.2020 19:26

Vermutlich hast Du recht, Joesachse. Kommt halt auf das Personal in der jeweiligen Filiale an.

Gerade jetzt jammert die Reisebranche in der Presse über schlechte Buchungszahlen wegen des Corona-Virus. Aber bei manchem Anbieter scheint sich das wohl noch nicht bemerkbar zu machen. Vielleicht sind anderthalbtausend Euro für einen Kurztrip auch nur Peanuts für manchen Veranstalter. Ich weiß es nicht.

Was mich mal interessieren würde. Ob die Chefs wohl wissen, wie manch Angestellter mit den Kunden umgeht? Ich muss dazu sagen, ich habe in meinem Leben viele engagierte, fachlich versierte, nette und hilfsbereite Verkäuferinnen und Verkäufer aus allen möglichen Branchen erlebt. Die meisten sind für ihre Kunden da und machen uns die Einkäufe leicht. Kümmern sich um die Wünsche von uns Kunden. Dabei machen auch wir Kunden es ihnen nicht immer leicht. Leider gibt es aber auch Ausnahmen, wo man meint, die sind völlig fehl am Platz.

Deshalb möchte ich hier ausdrücklich betonen. Der allergrößte Teil der Menschen mit Kundenkontakt, macht einen super Job. Berichtet wird jedoch fast nur über die negativen Erlebnisse. Das verfälscht natürlich das Bild in der Öffentlichkeit. Aber so ticken wir Menschen nun einmal. Auch ich bin da keine Ausnahme.


Viele Grüße,

micha


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RE: Thomas Cook insolvent

#29 von joesachse , 01.03.2020 20:40

Übrigens sind sowohl TUI-Reisecenter als auch Hapag LLoyd Reisebüros meist selbstständige Läden, die als Franchise-Unternehmen geführt werden. mein Tui-Reisecenter ist so ein Laden, die Inhaberin und Chefin ist schon fast 30 Jahre in der Branche und organisiert auch jetzt noch selbst Reisen.

Bei deiner Aussage zur Kundenfreundlichkeit kann ich dir zustimmen, allerdings ist auch in Deutschland das Verhalten der Kunden oft so, dass sie rücksichtlos und fordernd und manchmal auch unhöflich gegenüber den Dienstleistern auftreten. Die Achtsamkeit nimmt da in Deutschland immer mehr ab, dies ist zumindest mein Eindruck.

Ich hatte da jetzt in Schweden beim Einkauf im Supermarkt so ein Erlebnis: Ich war mit meiner Schwiegertochter einkaufen und packte den Inhalt meines Einkaufswagens auf das Band, bemüht, möglichst schnell den Wagen leer zu bekommen. Dann bat mich meine Schwiegertochter, mich mal umzusehen und zu schauen, wie die Schweden das machen. Die legten ganz gemächlich ein Teil nach dem anderen schön in Reihe auf das Band. Außerdem achteten sie darauf, dass die Barcodes in die eigene Richtung zeigen. Damit hatte die Kassiererin ein deutlich leichteres und einfacheres Arbeiten. Und die Kassiererin war dann so entspannt, dass sie auch mein Chaos auf dem Band mit einem Lächeln quittierte. Irgendwie ist mir die Achtsamkeit der Schweden und diese Mentalität, anderen möglichst wenig Unannehmlichkeiten zu machen schon sympatisch.


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RE: Thomas Cook insolvent

#30 von Ilrak , 02.03.2020 06:52

Ihr habt Sorgen....


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