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Bar oder Karte

#1 von michaka13 , 29.09.2019 19:22

Vorab, ich rede hier nur vom stationären Einzelhandel. Der Begriff "Karte" steht auch für Zahlungen mit Smartphone, Smartwatch und anderen bargeldlosen Zahlmöglichkeiten.

Die Deutschen gelten als Bargeldliebhaber. Nur Bares ist Wahres! Bei Kartenzahlungen verliere ich den Überblick! So hört man es oft. Doch langsam scheint sich der Trend um zu kehren und geht Richtung bargeldlos zahlen. 2018 wurden immer noch rund 3 Viertel aller Zahlvorgänge im stationären Einzelhandel mit Bargeld beglichen. Die Summe an Bargeld die dabei über die Verkaufstresen wanderte, betrug 208 Milliarden Euro. Nur knapp ein Viertel der Zahlvorgänge waren bargeldlos. Trotzdem betrug die Summe der bargeldlosen Zahlungen 209 Milliarden Euro. Damit haben die Deutschen zum allerersten Mal mehr bargeldlos, als cash bezahlt. Die höhere Summe im bargeldlosen Zahlungsverkehr ergibt sich daraus, weil gern größere Beträge mit Karte und kleinere Beträge lieber bar gezahlt werden.

Wie haltet Ihr es? Bares ist Wahres? Lieber die Karte?



Schöne Grüße aus Brühl,

micha

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RE: Bar oder Karte

#2 von Hansrudi , 29.09.2019 19:37

Wir kennen doch noch die Tauschwirtschaft , falls es eines Tages kein Bargeld mehr gibt . Tausche Trinkwasser gegen Benzin ! Biete Herzschrittmacher , suche Kniegelenk mit Schmerzausgleich ...

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RE: Bar oder Karte

#3 von queeny , 29.09.2019 19:49

Mit Bargeld im Portemonnaie gebe ich weniger Geld aus als mit Karte. Bargeldlos zahle ich im Einzelhandel aber oft. Öfter als mit Bargeld. In Restaurants jedoch zahle ich immer bar.


Die Sehnsucht reist weit durch's Universum bis in die Unendlichkeit.

 
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RE: Bar oder Karte

#4 von Berti , 29.09.2019 19:53

So lange es möglich ist, werde ich auch mit Bargeld bezahlen, nur in Ausnahmefällen mit EC-Karte.
Ich vermeide es, wenn möglich, die Karte überall reizustecken, aus Sicherheitsgründen.

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RE: Bar oder Karte

#5 von joesachse , 29.09.2019 20:08

Ich bin ein Freund des bargeldlosen Zahlens. Meine Besuche bei meinem Sohn in Schweden haben mit klar vor Augen geführt, wohin sich das Bezahlen entwickelt. In Schweden habe ich selbst an eine Imbissbude das Schind gesehen: "Wir nehmen kein Bargeld".

Ich zahle noch dort in Bar, wo ich ein Trinkgeld geben will oder wo die Kartenzahlung für ein par Cent zu aufwändig wäre.
Und die wenigen Reklamationen, die ich in den letzten 20 Jahren wegen Kartenzahlungen hatte waren alle vollig problemlos.


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RE: Bar oder Karte

#6 von Ilrak , 30.09.2019 08:51

Es ist wohl weniger ein Problem der Kontrolle als des Komforts.
Mit der geplanten Abschaffung des Bargelds liefern wir uns auf Gedeih und Verderb den Banken und den angeschlossenen Kontrollorganen aus. Datenschutz existiert wohl nur auf dem Papier, und bei Insolvenz der Bank bleibt der Khlschrank leer.


Die Meinung ist frei.
Doch zur Sicherheit hab ich 'ne Wumme.

( Freygang, "Der bewaffnete Blues" )

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RE: Bar oder Karte

#7 von Hansrudi , 30.09.2019 09:34

Vielleicht solltest du schon vorher dein Geld in den Kühlschrank auf Eis legen !


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RE: Bar oder Karte

#8 von joesachse , 30.09.2019 18:03

Bei der Auswahl seiner Banken muss man die etwas Augen aufmachen und darf sich nicht den Lockangeboten leiten lassen, dann ist das Risiko überschaubar und gering. Allerdings ist im Falle eines BlackOuts tatsächlich Bargeld das Einzige, was noch funktionieren wird.


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RE: Bar oder Karte

#9 von michaka13 , 30.09.2019 19:32

Ich selbst vermeide Bargeld so weit es geht. Zum einen ist das Zahlen mit Karte bequem. Kurz ans Terminal gehalten - piep piep - erledigt. Zum anderen ist es übersichtlicher als Bares. Ich bevorzuge Kreditkarten. Hab 3 Stück privat plus einen von der Firma. In der App wird alles schön aufgelistet. Übersichtlicher geht nicht. Und ein paar Wochen später wird alles in einem Rutsch vom Girokonto abgebucht.

Gerade bei Klein- und Kleinstbeträgen finde ich Kartenzahlung viel besser. 2 Brötchen beim Bäcker. 62 cent. Karte kurz ans Terminal halten, tüte geschnappt und Tschüß. Es nervt mich tierisch, wenn Leute vor mir stehen und ewig nach Kleingeld suchen oder wenn die Verkäuferin die immer gleiche Frage stellt: "Hammses nicht passend/kleiner?

Auch finde ich Karten sicherer als Bargeld. Die gesetzliche Haftung bei Geldkarten beträgt maximal 150 € für den Zeitraum zwischen Diebstahl und Sperrung. Heißt, wird die Karte geklaut, mißbräuchlich verwendet und ihr merkt es erst einen Tag später und laßt die dann sperren, haftet ihr mit max. 150 €. Ausnahme, ihr habt grob fahrlässig gehandelt. Alles über 150 € und alles was nach der Sperrung passiert, geht zu Lasten der Bank. Wobei man auch erwähnen muß, viele Banken haben die Haftung für den Karteninhaber zum Teil sogar auf 0 € runter gesetzt. Wird Bares geklaut, ist das weg. Das ersetzt auch keiner.

Einem Kumpel erging es so. Zuerst wurde bei ihm eingebrochen. 1.800 € waren weg. War halt Pech, siehste nie wieder die Kohle. Ein aar Wochen später bekam er Post von seiner Bank. Er sollte sein Kreditkartenkonto mit einem Saldo von -4.500 € ausgleichen. Das war sein Höchstlimit. Dabei hatte er gar keine Kreditkarte zu der Zeit. Seine stand kurz vor dem Ablaufdatum und er sollte eine neue kriegen. Doch die neue Karte ist auf dem Postweg "verloren" gegangen. Hat vermutlich jemand geklaut. Die KArte wurde dann nach Mittelamerika geschickt und dort wurde munter eingekauft. Denn dort nutzt man immer noch den Magnetstreifen, wo alle Daten unverschlüsselt gespeichert sind. Bei uns in Europa wird der Chip der Karte genutzt. Da sind die Daten verschlüsselt. So hat es zumindest die Bank mitgeteilt. Tja, Ende vom Lied. Alles der Bank geschildert und den Nachweis erbracht noch nie in Mittelamerika gewesen zu sein. Dazu eine völlig andere Unterschrift auf den Belegen. Ein paar später Wochen hat die Bank das Konto wieder auf Null gesetzt.

Auch bei mir wurden schon einige Male unberechtigt überschaubare Summen von der Karte abgebucht. Immer in den USA. Vermutlich war nicht jede Bedienung im Restaurant ehrlich. Man bekommt die Rechnung. Dann legt man seine Kreditkarte hin und die Bedienung geht damit ans Terminal, zieht die durch und bringt die Karte und den Zahlbeleg zum Tisch. Trinkgeld eintragen, unterschreiben fertig. Nur manchmal wird die Karte eben zwei mal durchgezogen. Aber das ist ziemlich easy. Ich fotografiere immer die Rechnung. Wurde zuviel oder doppelt abgezogen, schicke ich das Bild zur Bank, samt einer kurzen Erklärung und Bitte um Gutschrift. Das wurde immer innerhalb weniger Tage ohne große Nachfragen erledigt. DIe Kreditkartenanbieter kennen das und machen da nicht viel Wind drum. Die buchen die unberechtigten Zahlungen sowieso zurück.

Schöne Grüße,

micha

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