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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#106 von Weinböhlaer , 05.11.2019 23:02

Zitat von peppe im Beitrag #102
Jürgen .........wieso sparst du beim Essen? ........Es ist für uns absoluter Genuss! Wir Reisen sogar aus dem Grund an diverse Orte mhhhhhh...........verstehe deine Einstellung auch heute noch nicht :(..........schon mal überlegte auch ich Lebe davon......Ciao


Ich spare nicht beim Essen, ich füttere nur nicht die Kneipen für schlechte Qualität .
Wir beide, d.h. meine Frau und ich kochen sehr gut.......das ist unser Maßstab. Wir wissen
wie viel Geld ein gutes Essen wert ist und was es kosten sollte.
Wobei wir keinen Wert auf schicki-micki und schöne Bilder auf Tellern legen,
die sogenannten Sterneköche essen sicher ihre Kreationen selber nicht und bevorzugen etwas deftiges.
Ihre Aktivitäten dienen nur dazu Geld zu generieren.......ist meine Meinung, wer da essen geht will dort nur
gesehen werden.
Wir bevorzugen deftige Speisen......sächsische Küche, wenn du die kennst,
ebenso Wild aller Art.
Gegrilltes kommt bei uns wenigstens ein mal in der Woche auf den Teller, auch im Winter.
Aus Interesse habe ich 4 Seminare von Weber absolviert , die sehr viel Erkenntnisse gebracht haben.
In noch keiner Kneipe habe ich ein besseres Rindersteak gegessen als von meinem Grill.


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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#107 von Weinböhlaer , 05.11.2019 23:12

Zitat von peppe im Beitrag #103
Jürgen .......................... Sparen heißt hungern für die Erben......................das ist von dir und wohl nicht dein Ernst oder????????????????


Peppe, es ist schon so gemeint......
Wir haben unseren Kindern die Startlöcher gegraben, (d.h. eine sehr gute Ausbildung zukommen lassen) laufen
müssen sie nun alleine.......und das funktioniert auch.......sie sind nicht auf unsere Hilfe angewiesen.
Wir sparen nicht, nur das heißt nicht das wir das Geld sinnlos ausgeben z. B. nicht in Kneipen.


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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#108 von peppe , 06.11.2019 11:42

Na dann Jürgen lade ich mich selbst mal ein bei Dir :) .........Ein Rehrücken mit Rotkohl und Klössen hätte ich gern :)))

Bei diesem Thema finden wir beide uns auch heute noch nicht :(.....Du hast es ja nicht weit nach Frankreich. Ich schätze mal du warst noch nie dort Essen :))) Und gerade dieses Land besuchen wir zu gern auf Gourmetreisen.
Es heisst ja nicht umsonst "Lebensmittel" Eins ist fakt so wie du dich ernährst so tickst du.
Ich habe mein Leben zu 80% von der Gastonomie finanziert "WIR MÜSSEN AUCH LEBEN" Kein Mittaggericht unter 10 Euro kann die Kosten eines Wirtes decken............!!



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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#109 von peppe , 06.11.2019 11:48

@Andreas .........hast du gewusst das von Chemnitz allein 100 000 abgewandert sind seit 89? Habe dies gerade heut erfahren und war platt!

@Ilrak .........ohne Musik hören geht bei mir auch nichts. Mit Blues kann ich heute nur noch selten was anfangen. Es war wirklich damals in meiner Jugend die Zeit wo der Wunsch war abzuhauen sehr passend!

Sagt mal ich bin glaub die einzige hier noch im Forum die vor der Wende weg ist, oder?



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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#110 von Andreas , 06.11.2019 14:39

Hallo Peppe: Danke für die Information .
Ich glaubte immer , unsere Bevölkerungszahl wäre von 330000 auf 280000 Personen , also minus 50000 gefallen .
Die Berechnungen müssen ja die vielen Eingemeindungen nach der Wende beinhalten .


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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#111 von joesachse , 06.11.2019 20:01

Jürgen, bei den Sterne-Restaurants muss ich Dir widerspreche. Natürlich gibt da auch welche, die nicht mein Geschmack waren und wo es beispielsweise zu jedem Gang ein Foto mit Erläuterungen gab, welche Köstlichkeiten in in welchen Mikroportionen auf dem Teller waren.
Aber sonst waren und sind die Restaurantbesuche echte Geschmackserlebnisse, die auch für mich als leidenschaftlichen Koch immer wieder neue Ideen bringen. Und das Gericht, welches mir am meisten in Erinnerung geblieben ist, das war eines , welches ich auch gelegentlich mache, ist eher was klassisches aus dem Elsaß: Kross gebratene Zander auf Weinsauerkraut und Kartoffelpüree mit einen kleinen, hausgemachten Blutwurst obendrauf, zubereitet in einem zwei Sterne Restaurant: Einen Kartoffelbrei, der so intensiv nach frisch gekochten Pellkartoffeln schmeckt, ein leckeres Sauerkraut mit deutlicher Riesling-Note und weiteren interessanten Gewürzen, ein Zanderfilet mit würzig-knuspriger Haut und ganz zarten, saftigen Fisch und darauf eine Blutwurst mit einem Hauch nach Nelke und exotischen Gewürzen, alles schon viele Male gegessen, aber nur das eine Mal in solcher Geschmacksintensität und Komposition. Das war in einem 5 Gang Menü der dritte Gang.... Ein anderes Mal gab es in einem Restaurant im Sommermenü Gurke in allen Variationen, geschmacklich und in der Konsistenz, z. B. war im ersten Gang ein leckerer Gurkensalat mit frischen Kräutern und Blüten, im Hauptgang waren u.a. sehr knusprige würzige Gurkenchips als Beilage und beim Dessert war ein ebenfalls sehr gutes Gurkensorbet mit spannenden Schokoladenvariationen dabei.

Da macht es einfach Spaß, jeden Bissen zu geniessen und die verschiedenen Geschmackseindrücke zu erleben.

Leider schaffen wir es meist nur ein bis zweimal im Jahr zu solchen Erlebnissen, aber damit bleibt es auch immer etwas Besonderes.


Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.
(Samuel Butler)

 
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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#112 von Weinböhlaer , 06.11.2019 23:59

Siehst du Joe, so hat jeder seine Vorlieben....sei es dir gegönnt zu schlemmen.
Ich mag etwas deftiges und bereite es lieber selbst zu oder lasse es von meiner Frau machen.
Was ich schrieb ist aber auch nur meine eigene Einstellung, mir ist es auch nicht Wert für ein Abendessen zu zweit 100 €
auszugeben........obwohl das mich nicht Bankrott machen würde.
Es ist so mit allem.......der eine frönt Bacchus, der andere ist ausgewählt und überlegt um fit zu bleiben.
Es ist wie mit den Vorlieben im Urlaub........ich bin zwar alt, aber ich mag keinen alte Leute-Urlaub. Ich habe mit 69 angefangen
mit Kite und es macht mir heute noch viel Spaß, ich fahre heute noch Motorrad......auch längere Strecken.
Da reicht es mir wenn ich in der Kneipe mal Kohlrouladen oder ein Thüringer Rostbrätel esse und ein Bier dazu.
Auf unserer Maitour durch Sachsen, die ich mit 5 Motorradfreunden gemacht habe, haben wir festgestellt wie gut und
günstig man essen kann. Das war auch für die 5 Pfälzer eine Erfahrung.


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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#113 von Hansrudi , 07.11.2019 02:56

Peppe , du bist noch freiwillig gegangen , viel sind eben nach der Wende gegangen worden ! ( im späteren Nachgang , dankbar , denn dadurch war ich nie arbeitslos )
Wobei wir damals auch gut aufgenommen wurden ! Da klappte alles , das funktionierte , fast hatte man sich so den Kommunismus vorgestellt , wie das alles klappte . Das ist mit dem Beschissmus von heute nicht mehr zu vergleichen !

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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#114 von Ilrak , 07.11.2019 06:57

Das kann ich bestätigen. Man wurde eben gebraucht.


Die Meinung ist frei.
Doch zur Sicherheit hab ich 'ne Wumme.

( Freygang, "Der bewaffnete Blues" )

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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#115 von peppe , 07.11.2019 09:56

@Hansrudi......Man bewertet dies auch oft Alterbedingt über. Auch hier hast du Mühe Ü50 noch eine Neuanstellung zu bekommen. Ich denke oft, ein Glück habe ich nicht mehr zu lang bis zur Rente :(
Ich habe ja Job bedingt das Glück das ich nach der Rente noch einwenig dabei sein kann, wenn mir der Deckel auf den Kopf fällt :)



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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#116 von Hansrudi , 07.11.2019 10:50

Naja , wir sind nun in dem Alter , da kommen die Einschläge immer näher ! Am WE beerdigen wir erst wieder einen Kollegen , der auch nicht viel von seiner Frühpension hatte und nur 68 wurde .

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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#117 von Weinböhlaer , 07.11.2019 11:37

Ja 1990 war eine andere Zeit, da gab es noch ehrliche Unternehmer.
Ich hatte bis zur Rente gar keinen schriftlichen Arbeitsvertrag, zwischen mir und meinem Chef galt nur
der Handschlag.
Erst für die Zeit nach dem Renteneintritt habe ich einen Arbeitsvertrag ausgehandelt......mit den Junior-Chef.
Heute ist in dem Unternehmen ein anderer Wind und ich würde da sicher nicht mehr auf den Handschlag vertrauen.

Wichtig ist es heute und jetzt mehr auf seine Gesundheit zu achten, auch etwas dafür zu tun.
Sicher gewisse Dinge , wie der Blutdruck , lassen sich nur mit Hilfe von Medikamenten regeln.
Aber auch Bewegung und Ernährung spielen eine große Rolle.
Was noch wichtiger ist.........man sollte das Glas Wasser immer für halbvoll ansehen.
Es ist nicht gut wenn man immer nur das Negative bewertet und sich über alles aufregt.

Aber wir sind vom Thema weg........

Mal wieder zur alten Heimat.
Der Freundeskreis, so es einer war, ist weg. Inzwischen gestorben, in alle Winde verstreut oder hat zum Teil
mit der *neuen*Zeit abgeschlossen.......sie ist ihnen zu schnelllebig.
Bei Klassentreffen merkt man das richtig wie manche stehen geblieben sind, es kommt mit kaum noch ein sinnvolles Gespräch auf.

Es gibt aber auch positive Sachen, da wo ich mal gewohnt habe ist eine ehemalige AWG.
Nach der Wendezeit hat man es nicht geschafft diese zu zerschlagen.
Es sind etwa 400 Wohnungen und alle in einem guten Zustand. Ein Freund von mir wohnt da.
WBS 70 hieß der Typ, die Warmmiete liegt da bei 435 €, bei den vergrößerten Wohnungen
etwa bei 680 €.
Saubere gepflegte Anlagen und Spielplätze.......das war mal eine Option gewesen.
Wir hatten mal geplant unser Haus hier zu verkaufen und dahin zu ziehen........aber es war nur ein Gedankenspiel.
Wenn man älter wird ist es schon besser wenn ein Teil der nächsten Generation in der Nähe wohnt.


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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#118 von peppe , 07.11.2019 16:55

Meine beste Freundin, die mich von der ersten Stunde quasi in der Schweiz begleitet hat ist im Januar mit 67 gestorben. Mir wird es gerade wieder schwer um Herz wenn ich das schreibe................

Das ist der Preis des auswanders das man keine Familie ums Eck hat.

Kinder haben wir ja keine, dies war gewollt und heute auch kein Problem. Es gab früher im Erzgebirge einen Spruch ; Haste Kinder haste keene im Alter biste eh allene ..........so ungefähr ging das im Dialekt :)
Und das hat was; Man kommt allein auf die Welt und geht allein .........da kann ein keiner weiterhelfen!
Jürgen das du in der Pfalz gelandet bist war das zufall? Wir finden die Menschen dort sehr sozial. Ich war allein schon 3x Fastenwandern dort lol.........tja wer dick Essen geht muss auch wieder abspecken ****und stell dir vor ich zahle noch dafür ;)))))))))) Spragelzeit mit Frühkartoffeln ist HAMMER bei dir.

Ich frage mich manchmal ..........ist es nicht auch das Alter ........das wir empfinden es wird alles schnelllebiger mhhhhhh?



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RE: Rückkehrer in die alte Heimat

#119 von Weinböhlaer , 07.11.2019 18:05

Ja peppe, es war purer Zufall.
Ein Freund von mir wollte in BZA einen ehemaligen Kollegen besuchen und fragte mich ob ich mitfahre......in das unbekannte Land.
Am ersten Abend.......in einer Kneipe bekam ich nach einem langen Gespräch mit einem älteren Herren die Einladung mich
in seiner Firma mal umzuschauen.
Das war am 08.01. 1990..........am 30.01.1990 fing ich dort an. Ich war am richtigen Tag, zur richtigen Stunde am richtigen Ort.
Die Fa. war die zweite Arbeitsstelle in meinem Leben und auch die letzte.
Viel Arbeit, ein guter Chef und gutes Geld.
Meine Frau und die Tochter kamen dann 1990 im Mai.
Auch meine Frau hatte sofort Arbeit bei einem aufsteigenden Handelsunternehmen
bei dem sie dann bis zur Rente (vor zwei Jahren) als Abteilungsleiterin / Außendienst
tätig war.
Ging natürlich nicht alles locker, ich musste noch mal zur Meisterschule und meine Frau musste noch mal
ein Fernstudium machen.
Unsere Abschlüsse (Meister-Maschinenbau & Ing.Ök.) wurden damals nicht anerkannt.


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