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Dieses Thema hat 83 Antworten
und wurde 3.665 mal aufgerufen
 Gesellschaft
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bummi Offline


Beiträge: 501

26.01.2009 23:39
#76 RE: Zukunft des Kapitalismus? Zitat · antworten
das einfache hauptproblem dieses systems ist krieg.
die zwei eroberungskriege in nahost bzw. irak und afghanistan,
haben nach einschätzung einer kommission von wissenschaftlern, bis jetzt,
12 billionen dollar gekostet. genau diese dollar werden aktuell an die jeweiligen
rüstungsproduzenten ausgezahlt. denn anschreiben gilt nicht in den kreisen.
die nächsten kriegszüge stehen fest. siehe antrittsrede obama,
dem würdigen nachfolger bush´s.
alle links dazu sind in der deutschen blogszene zu finden.
auch...links in richtung versammlungsfreiheit nebst vollzug.
in den usa werden seit geraumer zeit fleißig private kz´s gebaut.
siehe infokrieg, die dazu eine doku gestellt haben.
die kz´s werden auch schon fleißig genutzt. reichlich
familien mit kindern sind insassen.
die ganze ruckelei um raffzähne, geldgier, faule kredite etc.
ist show.

kh
WELLO Offline


Beiträge: 182

27.01.2009 00:40
#77 RE: Zukunft des Kapitalismus? Zitat · antworten
@bummi

...wenn du mit "diesem System" den Menschen meinst, hast Du Recht! Der Krieg ist in der Tat eines der Hauptübel der Menschheit, aber Kriege gab es schon lange vor der Erfindung des "Kapitalismus", er ist so alt wie die Menschen. Selbst bei Affen's gibt es sowas, die organisieren sich in Banden, bekämpfen sich und legen sich gegenseitig um. Ameisen, die sich in perfekten Staaten organisieren, machen Kriegszüge gegen feindliche Ameisenvölker, die Sieger säbeln den Unterlegenen sämtliche Beine ab, die verrecken dann elendiglich. Irgendwie tragen wir Menschen dieses genetische Erbe bis jetzt mit uns herum. Die Dinos sind zwar inzwischen ausgestorben, aber sie haben das vermutlich auch nicht anders gemacht. Wer weiß, vielleicht ist das ja der Grund, weswegen sie verschwunden sind...

1962 hätten die Menschen es ja beinahe auch geschafft (Kuba - Krise) - wie sich jetzt herausstellt, sind wir alle nur ganz knapp an einer globalen Atom - Katastrophe vorbeigeschrammt. Die Menschen sind einfach zu aggressiv und zu rechthaberisch, gegen ihre eigene Spezies. Man muss sie nur in Gruppen aufteilen, in Gute und Böse, sie gegeneinander aufhetzen, und dann los! Funktioniert immer!

Das hat zunächst mit Geld gar nichts zu tun. Und: wenn die Waffenmafia Waffen gegen Geld tauscht, dieses dann rapide an Wert verliert, macht das auch keinen rechten Sinn. Denen geht es doch mehr um Macht und Einfluss. Natürlich wird mit Waffenhandel klotzig Geld verdient, aber mit Drogen und Öl vermutlich ein Vielfaches davon.

Lt. SIPRI wurden 2007 ca 1,3 Billionen $ weltweit für Rüstung ausgegeben, auf die USA entfällt hiervon ca. die Hälfte. Das bedeutet, direkte US-Ausgaben in 5 Jahren ca. 3 Billionen $. Ausgaben von privaten Organisationen sind hierin nicht enthalten.

Wenn es gelänge, jedes Jahr diese offiziellen Etats um 20% zu kürzen, stünden im ersten Jahr über 260 Mrd $ für andere Zwecke zur Verfügung.

Aber wir sind hier bei einem ganz anderen Thema gelandet. Dass neue Kriege vorbereitet werden und KZs eingerichtet werden, hört sich nach einer handfesten Verschwörungstheorie an, sowas wie "Chemtrails", UFOs, Aldebaran, Lacertas u.ä. Wer's glaubt... Das ist wie bei der BILD -Zeitung: ihre Leser bilden eine der größten Glaubensgemeinschaften, sie glauben, eine Zeitung zu lesen.... :-)))

Gruß Wello
bummi Offline


Beiträge: 501

27.01.2009 12:59
#78 RE: Zukunft des Kapitalismus? Zitat · antworten
die schlußfolgerung ist falsch, @wello; zumindest meiner meinung nach.
ich begründe das auch:
krieg gibt es erst, seit dem menschen ausgebeutet werden, bzw. eigentum
konzentriert wird in wenigen händen. damit ist kapitalismus nur
eine entwicklung anderer ausbeutungssysteme. siehe marx - engels.
kapiatlismus ist nur die qualitative veränderung der ausbeutung.
d.h., sie findet praktisch da überall, zu gleichen bedingungen, statt.
der unterschied zwischen einem tier und einem menschen wird uns doch
wohl klar sein. in wieweit sich tiere im zuge der evolution verhielten
oder verhalten, ist allerhöchstens gesetzbezogen zu menschen.
außer bei veränderung der umweltbedingungen herrschen in systembezogenen tierischen
auseinandersetzungen keine feindschaften. sprich, entweder wirds futter
knapp oder der platz der jeweiligen gattung geht zur neige.
http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-.../story/17397774
ein langer fetzen zeigt, was der krieg im nahen osten und afrika, siehe nahtstelle,
bis dato kostete und warum in direkter folge dieses system kollabiert.
jeder angefangene neue konflikt steigert den stand in richtung negativ-saldo.
jedem muß auch klar sein, daß als militärkosten reine kriegsaufwendungen
verstanden werden. der blick in die tiefe zeigt hingegen das, woran
eben auch das sozialistische lager gesamt gescheitert ist; nämlich an den
folgekosten.
der neben effekt der kriege, den bestimmte lager eher positiv denn negativ bewerten,
ist eben die monopolisierung, die der aufrechterhaltung des systems
mehr abverlangt, als es uns in den kassenbüchern erscheint.

muß grad mal weg;
dann gehts weiter...

kh
WELLO Offline


Beiträge: 182

27.01.2009 13:58
#79 RE: Zukunft des Kapitalismus? Zitat · antworten
@bummi
so ungefähr war mir das von Marx etc. auch noch in Erinnerung. Er sah die Einteilung in Gruppen schon richtig, aber dann machte er alles an der "Ausbeutung" fest. Dabei muss man berücksichtigen, was er als Manchester - Kapitalismus im Dampfmaschinen - Zeitalter erlebte, das hat ihn sicher sehr beschäftigt und hat seine ganze Vorstellungswelt bestimmt dominiert.

Aber was ist denn "Ausbeutung"? Voraussetzung dazu ist doch, dass es "Herrenmenschen" und "Knechte" gibt, überkommen - bis heute - aus der antiken Sklavenhalterei. Die eine Gruppe lässt die andere für sich arbeiten - oder bekämpft sie als Feind. Es geht aber auch, dass man die andere Gruppe für sich gewinnt, sie zum Verbündeten macht. Beispiel der Hitler-Stalin-Pakt (beileibe nicht das einzige).

Vielleicht ist die Vorstellung der globalen Katastrophe durch Klimawandel oder Atomkrieg eine Vehikel, das Bewusstsein zu schaffen, dass wir alle im selben Boot sitzen. Das wäre zumindest eine Voraussetzung, das Gruppen- und/oder Freund-Feind - Denken zurückzudrängen. Ist ein langer Prozess, böte aber eine Chance. Andersherum würden wir uns alle in die Luft jagen, und dann wäre auch unsere Diskussion müßig, weil zwangsweise vorbei...

Gruß Wello
bummi Offline


Beiträge: 501

27.01.2009 18:56
#80 RE: Zukunft des Kapitalismus? Zitat · antworten
@wello,
der kapitalismus ist genauso moderner geworden, wie das gesamte leben.
irgendeiner muß zunächst mal die erfindungen und errungenschaften
konsumieren. sonst nützt das auch dem kapi nix.
die sklavenhalterei ist gerade die urform des kap. bzw. der ausbeutung.
im grunde geht es marx, auch engels, der einen nicht unerheblichen teil
ergänzte bzw. fertigstellte, darum, zu erklären, wie eben gerade besitz
entsteht bzw. entstanden ist und darum, wie er sich in privathand
entwickelt. dabei stellt er fest, was wir heute haben. als gesetzmäßigkeit.
keinem ist bis jetzt gelungen, diesen prozeß zu widerlegen!
er stellt auch resümierend fest, was die menschheit, !seiner meinung! nach tun kann,
um diesen zustand aufzulösen. gerade der punkt, der seine arbeit
abschließt, indem er menschen vorschlägt, einfach ein neues system
einzuführen, wird eben als marxismus bezeichnet. und das ist schon mal
falsch. marxismus ist die erkenntnis der entwicklungsgesetzmäßigkeiten.
gerade die erkenntis wird auch gefürchtet in den entsprechenden kreisen.
und wenn sich jemand den definierten mehrwert aneignet, was ich übrigens
auch tue, zumindest in meinem zweiten leben als unternehmer, bringe
ich meinen mitarbeiter (angestellten) um den mehrwert. und das ist,
rein gesellschaftlich betrachtet, die ursache des übels und ausbeutung.
aktuelles, stilles, beispiel ist vielleicht volkswagen!

wie die einzelnen etappen zu gestalten sind, um dieses system abzulösen,
ist ansichtssache und logik. dabei gilt die marxistische bei marxisten
eben als logisch und erfolgreich. ich leg nur mal nen vergleich rein.
im elften jahrhundert wollte auch jeder gern fliegen!
also, wenn das einmal in die büsche gegangen ist, heißt das erst mal
nicht, das es für die menschheit nicht besser wäre, diesen weg zu gehen.
vorausgesetzt, das aktuelle regime fährt in der art fort, wie seit
n´paar jahren, präzise - seit der eu, dann kann uns der "heiland" schon
ziemlich flott mit dem neuen/alten system konfrontieren. wir sind
zu alt, um uns da noch maßgeblich einzumischen.
zu stalin sag ich nur, daß man stalin lesen muß.
und der war mit sicherheit mehr demokrat als das in diversen
massenmedien publiziert wird.
in marxists.org findeste reichlich, auch englischsprachige dokus
über stalin, zudem auch aktuelle, die durchaus nicht von marxisten
stammen. den pakt kann man sowohl im original als auch in
der erläuterung studieren. mit allgemeinwissen kommt mer da wenig
vorwärts. schon gar nicht mit einfachen logiken.
als vergleich würde ich mir mal die aktuelle russische politik
reinziehen. was anderes passiert aktuell auch nicht.
rußland ist ein riesenland mit relativ wenigen einwohnern.
der rest muß einfach aus der logik kommen.
man merke: an russen, kongolesen, somaliern, venezuelanern usw.
ist kein gutes haar. sie schlafen auf dem falschen stück erde! und das
ist die größte sorge der hetzer, denen zufälligerweise auch die medien
gehören. kein produkt, welche wir massenhaft in den händen haben,
kann mit unseren rohstoffen her- bzw. bereitgestellt werden! nicht mal
ein stück fleisch! das ist in den usa, frankreich, spanien etc. nicht
anders. und schon ergibt sich das entpsrechende bündnis.
schau mer mal.

kh
Wega Offline


Beiträge: 584


29.01.2009 11:54
#81 RE: Zukunft des Kapitalismus? Zitat · antworten

Geschichte wiederholt sich nicht?
in der Tat ist die Zeitlosigkeit des "Mechanismus" frappierend...


…zum gleichen Thema, nur aus dem letzten Jahrhundert.
Die Ähnlichkeiten - man glaubt es kaum.


Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in "Die Weltbühne"
Anlässlich der Weltwirtschaftkrise

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muß eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.



Ich habe diesen Beitrag in einem anderen Forum gefunden
und bin der Meinung das Tucholsky hier durchaus am richtigen Platz ist.
Nachdenken über seine Zeilen ist erwünscht.

lutzi Offline


Beiträge: 280

31.01.2009 22:31
#82 RE: Zukunft des Kapitalismus? Zitat · antworten

halo an alle,

was ist denn eigentlich geld, doch nix anderes als das vertrauen einer macht über das "geld" ein bonus das einen realen wert überhaupt nicht hat-länder oder regionen geben"geld" heraus-bei uns heisst das halt euro und diesen tauschen wir gegen waren im supermarkt-wer sat uns eigentlich das das immer so sein muss? die macht(der staat) kann mit dem geld doch machen was er will..ihn ab oder aufwerten,ihn verteilen an banken -oder abschaffen um eine neue währung(zum bsp. D mark) wieder einzuführen... glaubt doch nur nicht der euro oder wie auch immer das gliebte zahlungsmittel heissen mag ist sicher-es ist nur ein vertrauen an die die es benutzen die es sicher macht und das vertrauen liegt ja bei allen in europa die dehnen glauben die sich da grade in davos trafen und sich unsere regierungen nennen- doch wehe die kriese wird noch schlimmer....


die frage.. die zukunft des kapitalismus..., die antwort...NEIN....-vergebt mir aber warum kann ich nicht an die zukunft des sozial bürgerlichen kapitalismus glauben-weil vielleicht schon im namen der wiederspruch steckt-soziale marktwirtschaft nach ludwig erhard, wie kann marktwirtshaft sozial sein wenn leute wie merkle mit firmenkapital spekulieren und dann von der gemeinde und freunde noch als guter unternehmer dargestellt werden-ach und freund zumwinkel(oder ähnlich) bleibt frei und zahlt doch ne million(iss genau was er hinterzogen hat) strafe...,da iss gewaltig was faul und das gilt es zu ändern

grüssle vom lutzi

Buhli Offline


Beiträge: 2.944

12.11.2011 19:15
#83 RE: Zukunft des Kapitalismus? Zitat · antworten

Hat er denn eine? Sein Gegenspieler ist ja seit 20 Jahren weg. Jetzt fehlt ihm die Orientierung. Da unten ist ja das Gedicht von Tucholsky, welches ich ja auch schon mal hierrein gesetzt habe. Nur hat es jemand gelöscht.


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
Buhli

Kehrwoche Offline

Moderator
Beiträge: 2.325

12.11.2011 19:25
#84 RE: Zukunft des Kapitalismus? Zitat · antworten

Zitat von Buhli
Nur hat es jemand gelöscht.

Siehste Buhli, selbst das stimmt nicht! Erst schlau machen, dann posten! Such noch mal in Ruhe.
Stimmt doch ein bischen! Es ist im Mülleimer!


Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir.
Konrad Lorenz

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