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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#46 von joesachse , 18.04.2008 21:31

http://www.silicon.de/analysen/wochenrue...rgeschichte.htm

Eine meiner freitäglichen Lieblingskolumnen. Der Autor hat da mal ein paar Marx-Zitate auf die Internet-Gesellschaft angewandt. Interessant und höchst unterhaltsam (wie fast alle Freitagskolumnen von Achim Killer, auch wenn sie mal unpolitisch sind und nur von IT handeln.

meine Zusammenfassung dazu: MARX IST AKTUELL!!!

Viel Spaß beim Lesen
JoeSachse

 
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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#47 von WELLO , 20.04.2008 11:53

Zitat von joesachse
http://www.silicon.de/analysen/wochenrue...rgeschichte.htm

Eine meiner freitäglichen Lieblingskolumnen. Der Autor hat da mal ein paar Marx-Zitate auf die Internet-Gesellschaft angewandt. Interessant und höchst unterhaltsam (wie fast alle Freitagskolumnen von Achim Killer, auch wenn sie mal unpolitisch sind und nur von IT handeln.

meine Zusammenfassung dazu: MARX IST AKTUELL!!!

Viel Spaß beim Lesen
JoeSachse


Hallo Joe,
das hat der Herr Killer (*huch...*) aber hübsch zusammengestellt! Jedes Marx - Zitat passt genau... Na ja, die sich kapitalistisch gebärdende IT - Branche hat ja schon mindestens einen spektakulären Absturz hingekriegt, als die Blase "new economy" anfangs dieses Jahrzehnts angestochen wurde und sich dadurch ganz souverän Milliarden von Dollars mir nichts, dir nichts in Luft aufgelöst haben... Die US - Banken wetteifern ihnen derzeit nach in der Vernichtung von Kapital. Fast wie eine sich überschlagende Brandungswelle führt die grenzenlose Gier nach Geld erst zu exorbitant hohen Gewinnen, die sich dann gleich wieder auflösen... schierer Kapitalismus eben = ausschließliche und eindimensionale Ausrichtung auf Geld und Kapital.

Derartiges Verhalten bleibt nicht unwidersprochen. In der weiteren Konsequenz ruft so etwas massiven Widerstand hervor. Es bestärkt meine Auffassung, dass sich diese Art Kapitalismus früher oder später selbst strangulieren wird.

Hierzu habe ich auch gerade einen Beitrag gefunden: http://magazine.web.de/de/themen/finanze...er/5769802.html

Viel Spaß beim Lesen und noch schönen Sonntag!

Gruß Wello




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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#48 von mutterheimat , 20.04.2008 17:04

Solange es der Kapitalismus schafft, alle seine Fehler und Probleme zu bezahlen, bleibt er am Leben. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, wie er sie bezahlt. Es ist nur und nur von Bedeutung, daß er sie bezahlt. Ob mit Krieg (Öl), oder Katastrophen (Klimawandel, etc.), ist dabei zweitrangig. Geld regiert die Welt. Das wußten schon die Pharaonen, mit ihrer Talentewährung (pures Gold). Das es nicht schmeckt, (Art und Weise des Vorgehens), ist dabei so klar, wie uninteressant. Das haben Marx und Engels in ihren Büchern schon erkannt. Lenin hat es bestätigt. Ich habe mal mit einem alten "Bankmenschen", diesbezüglich, gesprochen. Er sagte, eine solche Geldvernichtung, wie sie in jüngster Vergangenheit passiert ist, hätte vor einigen Jahrzehnten, ohne einen Führer, einen Krieg bedeutet. Diese Dimension der Geldvernichtung von heute, in das Damals verlagert, es hätte geraucht. Darum sind ein Marx, Engels und Lenin, in nicht nur meinen Augen, Phantasten. Das was sie wollten, ist undurchführbar.


Es ist immer besser, etwas aus originalen Quellen zu erfahren, als aus ganz besonders "klugen Köpfen".

 
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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#49 von Hartmut , 20.04.2008 17:47

Was währe wenn ??
Was währe wenn D keinen 2, Krieg begonnen hätte und A.H .nicht in Erscheinung getreten währe?
Was würde dann aus den Siegermächten?
Es währen ganz normale Staaten mit Ihren ganz normalen Problemen ohne Ansporn was zu unternehmen .
“ Beispiele die UdssR und die USA beide sind bzw. wahren Länder die aus vielen Nationalitäten bestehen ,freiwillig oder unfreiwillig zusammengewürfellt.
Beide Staaten hatten zu der Zeit schwere Innenpolitische Probleme mit Ihrer Vergangenheit es bestand kein Interesse einen Krieg zu führen im Gegenteil ein Angriffskrieg währe für beide nicht gewinnbar gewesen .
Beide Staaten wahren Wirtschaftlich nicht in der lage schnell zu reagieren.
Im übrigen sind Kriege ohnehin nicht gewinnbar was uns die nahe Vergangenheit beweist.
Nun was währe aus D geworden ohne AH. Unsere Wirtschaft wahr am schwächen durch die Politischen wirren zu der Zeit nicht nur im Land sondern vielmehr das darum schwächten das Politische System (Weimarer Republik)und somit bekam die Wirtschaft keine Politischen Grenzen gesetzt .
Sie maßte sich an selber Politik zu machen die junge Republik wahr leider nicht in der Lage da den Punkt zu setzen.
Hätten Sie es getan währe D sicher genauso weit wie Heute ,wahrscheinlich währen wir ohne den Schatten von AH. Selbstsichererer der Schatten Verursacher zweier sinnloser Kriege zu sein währe uns erspart geblieben .
Ich bin sicher das es uns heute besser gegangen währe .
Marx,Engels,Lenin wahren ihrer Zeit entsprechend lesenswert aber in die Zukunft konnten sie auch nicht sehen.
Und Bücher bestehen aus Papier wer kann schon sagen die Originale gelesen zu haben??
Berühmte Menschen der Zeitgeschichte werden immer noch so dargelegt wie man sie benötigt zu der gerade herrschenden Epoche.
Meine Meinung ist wir sollten den € unterstützen sollten die EU unterstützen und sollten uns mehr um unsere Nachbarn kümmern ,wir sollten dabei an unsrer Zukunft auf den Energiesektor denken und uns von einem immer nur USA Vorbilddenken trennen .Selbst ist der Mann oder Staat .
Eignes Bewusstsein sollte uns leiten .
Noch eins zum Ende wer an einen Neuen Krieg glaubt ist zu feige dagegen anzugehen.
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Versuchen wir gutes daraus zu machen.

 
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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#50 von Buhli , 20.04.2008 20:44

Mit dem ablegen von USA Vorbilddenkweisen, geb ich Dir völlig recht. Nur sind wir sicher noch in einer Minderheit. Ca. 50Millionen gegen 30Millionen wird es etwa stehen. Ich gestehe schließlich ca. 15 Millionen Wessis und 15 Millionen Ossis etwas mehr Grips zu, als den restlichen 50 Millionen Deutschen. Die derzeitigen Geisteszustände entstanden ja immerhin aus 40 Jahren DDR und knapp 60 Jahren BRD unter immernoch amerikanischer Anleitung. Leider macht sich der amerikanische Einfluß auch im Osten breit. Zwar nicht so stark wie er es im Westen hatte, aber er tut es. Die EU und den € zu unterstützen sind doch immerhin schon Mittel den Amis die Grenzen aufzuzeigen, in den sie sich bewegen sollten. Einen Krieg gegen Europa oder Staaten, die eine Atombombe besitzen, werden sie nicht anstrengen. Der Zug ist weg. Auch wenn es aus amerikanischen Politikermunden immer mal wieder heißt:"Für die Interessen der USA, werden wir überall auf dieser Welt, in einen Krieg ziehen."


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#51 von WELLO , 20.04.2008 22:11

Zitat von Buhli
Mit dem ablegen von USA Vorbilddenkweisen, geb ich Dir völlig recht. Nur sind wir sicher noch in einer Minderheit. Ca. 50Millionen gegen 30Millionen wird es etwa stehen. Ich gestehe schließlich ca. 15 Millionen Wessis und 15 Millionen Ossis etwas mehr Grips zu, als den restlichen 50 Millionen Deutschen. Die derzeitigen Geisteszustände entstanden ja immerhin aus 40 Jahren DDR und knapp 60 Jahren BRD unter immernoch amerikanischer Anleitung. Leider macht sich der amerikanische Einfluß auch im Osten breit. Zwar nicht so stark wie er es im Westen hatte, aber er tut es. Die EU und den € zu unterstützen sind doch immerhin schon Mittel den Amis die Grenzen aufzuzeigen, in den sie sich bewegen sollten. Einen Krieg gegen Europa oder Staaten, die eine Atombombe besitzen, werden sie nicht anstrengen. Der Zug ist weg. Auch wenn es aus amerikanischen Politikermunden immer mal wieder heißt:"Für die Interessen der USA, werden wir überall auf dieser Welt, in einen Krieg ziehen."


Interessante Gedankengänge! Immerhin haben die Amis schon vor längerer Zeit mehr Selbstbewusstsein speziell der Deutschen und allgemein der Europäer gefordert. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass die Amis in ihrer Mehrheit eingewanderte Europäer sind - die USA sind sozusagen die erste europäische Gemeinschaft auf dem amerikanischen Kontinent.

Vielleicht ist es angebracht, aus diesem interessanten Thema von Buhli eine Extra-Rubrik einzurichten, weil es mit der Zukunft des Kapitalismus kaum was tun hat. Was meint Ihr?

Gruß Wello

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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#52 von mathias , 20.04.2008 22:18

Wäre schon einen eignen Strang wert, wobei man sagen muss, dass in Amerika mehr deutsche leben, als in Deutschland selbst!
Was wir manchmal etwas vergessen ;)


Spürst du es in dir? Wie uns das Leben erfüllt mit Glück? Wir alle sind hier zu leben unser Geschick. Sing ein Lied! Vergiss die Sorgen, wenn ein Tag zu Ende ist! Komm vertrau auf morgen, weil das Leben es uns verspricht!

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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#53 von Buhli , 21.04.2008 21:14

Mehr als 80 Millionen Deutsche in den USA? Etwa zwei Millionen leben in Kanada. Die werden nicht nur als Minderheit betrachtet, sondern auch so (miß)behandelt. Das kam bei meiner letzten Tour dahin, recht deutlich aus dem Mund der Reiseleiterin. Sie war Schweizerin. Interessante Behandlung von "Schutzbefohlenen". Minderheiten stehen in D unter (Arten)Schutz. Die größte Minderheit in Germanien, abgesehen von den Wessis, sind die Sorben. Lieg ich da richtig?


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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#54 von mathias , 21.04.2008 21:47

Zitat von Buhli
Mehr als 80 Millionen Deutsche in den USA? Etwa zwei Millionen leben in Kanada. Die werden nicht nur als Minderheit betrachtet, sondern auch so (miß)behandelt. Das kam bei meiner letzten Tour dahin, recht deutlich aus dem Mund der Reiseleiterin. Sie war Schweizerin. Interessante Behandlung von "Schutzbefohlenen". Minderheiten stehen in D unter (Arten)Schutz. Die größte Minderheit in Germanien, abgesehen von den Wessis, sind die Sorben. Lieg ich da richtig?


70 Millionen leben in Amerika, und in anbetracht, dass wir hier ca 15 Millionen (von 82 Millionen) mitbürger, mit neuerem Migrationshintergrund haben, leben mehr Deutsche in Amerika, als in D!
Einfache rechnung, wenn man die zahlen halbwegs kennt.
Kam ja auch vor kurzem auf Phönix ein spezieller Abend: "deutsche in Amerika", und da wurde die zahl angesprochen, und konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen! ;)

60.000 Sorben/Wenden, wieviele Dänen gibt es nochmal da oben in Schleswigholstein?


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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#55 von WELLO , 22.04.2008 14:49

Zitat von mutterheimat
Darum sind ein Marx, Engels und Lenin, in nicht nur meinen Augen, Phantasten. Das was sie wollten, ist undurchführbar.


Du sagst es! Und warum ist das so? Immerhin haben ja viele Leute versucht, diese Ideen "durchzuführen" - das Ergebnis ist bekannt.

Marx selber hat die entscheidenden Denkfehler begangen:

1. Die Arbeiter- und andere Klassen kann man nicht ausgerechnet durch eine Diktatur ("des Proletariats") befreien wollen.
Egal, wie man diese Diktatur nennt, schönredet, verniedlicht oder verbrämt - Diktatur ist Diktatur!
Das heißt: eine kleine Gruppe bestimmt zwangsweise über alle anderen Gruppen; Opposition wird unterdrückt, die Presse gleich-, die Informationsfreiheit ausgeschaltet (Informations- und Deutungshoheitsmonopol!). Andersdenkende und politische Gegner landen im Knast oder in speziellen Internierungslägern (GULAG, ...). Die SED hatte sogar noch ein einträgliches Geschäft mit solchen Leuten betrieben - Stichwort "Häftlingsfreikauf" - so schön kann Diktatur sein...! (...hat da einer von "Befreiung" geredet??)

2. Abschaffung des Privateigentums:

Wie sollen denn unter diesen Bedingungen den Arbeitern irgendwelche Produktionsmittel gehören?? Genau das hatte Marx ja gefordert! Abgesehen von einer chaotischen Rechtslage - wem gehört dann eigentlich überhaupt noch irgendwas??

Schon diese beiden gravierenden Denkfehler lassen einen bemerkenswerten Realitätsmangel erkennen - man kann von vornherein abschätzen, dass so etwas nicht funktionieren kann, "undurchführbar" sein muss! Das steht in einem merkwürdigen Gegensatz zu seinen anderen, eher analytischen Arbeiten.

Vermutlich waren die Vorschläge von Marx eher "akademischer" Natur - Papier ist ja geduldig, wie @Hartmut richtig schreibt. Aber Lenin, später auch Stalin, fand die Idee der Diktatur ja so faszinierend, dass er sie zu seiner eigenen gemacht hatte - das Volk in Russland sei "noch nicht reif" für eine Demokratie...

Die Chinesen haben den Widersinn von Punkt 2 vor kurzem korrigiert - sie haben das Privateigentum wieder eingeführt. Sie brauchen eine funktionierende Wirtschaft!
Und wir beobachten gegenwärtig, dass es in China logischerweise "raucht", weil sie bisher nicht die "Diktatur des Proletariats" - sprich: der kommunistischen Partei - abgeschafft haben. Der Marx'sche Widersinn fordert hier seinen Tribut! Es ist nur eine Frage der Zeit: entweder die Partei gibt ihr Machtmonopol ab, und die Konflikte werden friedlich gelöst, oder man hält starrsinnig an der Diktatur fest - und dann "raucht " es weiter. Im Extremfall könnte dies dem Land schwer schaden.
Die Chinesen wissen aber auch, dass sie genauso eine funktionierende Innen- und Außenpolitik brauchen, und so ist zu erwarten, dass sie früher oder später auch den Punkt 1 angehen werden. Nur eine zweite, unabhängige Partei würde ja schon genügen - und sie hätten ähnliche Verhältnisse wie in den USA...

Gruß Wello

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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#56 von Buhli , 22.04.2008 22:07

Wello, der Marx hatte keinen Denkfehler. Den haben die, die denken, daß es jetzt so sein soll, wie er es mit dem Abschaffen des Privateigentums meinte. Die Menschheit ist noch lange nicht soweit um das richtig einordnen zu können. Das haben nun auch die chinesischen Führungsköpfe geschnallt. Marx hat doch nicht geschrieben wann das geschehen solle. Das es notwendig ist, ist richtig. Nur eben alles zu seiner Zeit. Die wird nicht die unsere und nicht die unserer Enkel sein. Allerdings wird damit schon begonnen. Siehe Bodenschätze in Staatshand. Die gehören auch nicht in Privathand. Es ist Staatskapital. Sollte allerdings auch von den Machthabern nicht mißbraucht werden.


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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#57 von WELLO , 22.04.2008 23:53

Zitat von Buhli
Wello, der Marx hatte keinen Denkfehler. Den haben die, die denken, daß es jetzt so sein soll, wie er es mit dem Abschaffen des Privateigentums meinte. Die Menschheit ist noch lange nicht soweit um das richtig einordnen zu können. Das haben nun auch die chinesischen Führungsköpfe geschnallt. Marx hat doch nicht geschrieben wann das geschehen solle. Das es notwendig ist, ist richtig. Nur eben alles zu seiner Zeit. Die wird nicht die unsere und nicht die unserer Enkel sein. Allerdings wird damit schon begonnen. Siehe Bodenschätze in Staatshand. Die gehören auch nicht in Privathand. Es ist Staatskapital. Sollte allerdings auch von den Machthabern nicht mißbraucht werden.


Hallo Buhli - sorry, das habe ich nicht verstanden.

Ein Mensch ohne Fehler?!? Und wir oder unsere Nachfahren verstehen erst Generationen später, was er eigentlich gemeint hat??

Wenn ich mich richtig erinnere, sollten lt. Marx die Produktionsmittel den Arbeitern gehören! Wie soll das bitteschön geschehen, wenn just im selben Moment die Rechtsgrundlage dazu aufgehoben wird?? Wenn beschlossen wird, dass niemandem mehr was gehören soll??

Dass das alles auf fast den St. Nimmerleins - Tag verschoben werden soll, das erinnert mich doch stark an den Osterhasen und das ewige Leben...! :-)) Die Brüder Grimm hatten dazu eine schöne Geschichte: "Des Kaiser's neue Kleider"...

Gruß Wello

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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#58 von queeny , 23.04.2008 14:50

Nur eine kleine Anmerkung: 1. "Des Kaiseres neue Kleider" ist von Hans-Christian-Andersen. 2. Marx war ein kluger Kopf! Das Wort "Diktatur" hat er nicht so gemeint, wie wir heute "Diktatur" verstehen! Man muss immer die Zeit sehen, in der er lebte, dachte und schrieb. Die Bedingungen sind heute ganz anders. Für mich ist/war Marx ein genialer Theoretiker. Jedoch Theorie und Praxis sind nun mal wie zwei linke Schuhe. Es ist leider die Praxis, dass der Mensch (also wir), ausgebeutet werden will!! Wir Arbeitnehmer (mittlere und kleine Einkommen - also die Masse)schuften für den/die Firmeninhaber, können uns dann bestenfalls noch ein kleines Häusle, natürlich subventioniert vom Staat, bauen und noch ein kleines Autochen vor die Tür stellen. Bald wirds wohl fast nur noch stehen, weil Spritpreise unbezahlbar. Strom, Mieten usw. steigen und steigen.......Na und unser lieber Staat grabscht mit stinkenden Händen nach unseren Löhnen und Gehältern!! Unseren Chefs und Vorständen wie gehts denen? Müssen die auch darüber spekulieren, wovon die nächste Autoreparatur bezahlt wird? Müssen die auch Billigurlaub in der Türkei und anderswo buchen?? .....Die Liste lässt sich beliebig verlängern! Wann wirds hier knallen?? Noch nicht vorherzusehen, jedoch schaut man mal über den Tellerrand nach China, Haiti und anderswo, dort ist die Luft ionisiert. China hat den Sprung in den Kapitalismus längst gemacht! Dort hängt nur noch ein rotes Deckmäntelchen drüber! Die werden die offizielle Staatsdoktrin nicht so schnell aufgeben. Das hat was mit "Gesicht verlieren" zu tun. Dort ist das entstanden, was ich unter einem richtigen "Regime" verstehe. Aussen rot und drunter dunkelbraun! Der Mensch ist dort nichts wert! Dem Staat ist nur noch daran gelegen, Geld zu verdienen und in allen Firmen, die sich in China aus dem Ausland ansiedeln, hat der chinesische Staat seine Finger drin. Die Firma für die ich arbeite, hat auch ein Werk in China und der Staat dort ist mit 51 % beteiligt. Kommunismus ist was wirklich Gutes, aber leider nicht zu verwirklichen, denn dazu bedarf es des perfekten Menschen und den wird es niemals geben. Entweder ist man ein Alpha-Mensch oder eben nicht und hat sich dann unterzuordnen! 3. Ich wünschte mir, dass Deutschland seine Olympiateilnahme absagen würde!! Sport ist dort nur Nebensache, denn es geht nur ums "Geldverdienen". Wieder einmal wird die Moral unter den Teppich gekehrt, weil es "wie immer" ums Geld geht. Rebekka

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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#59 von mutterheimat , 23.04.2008 22:31

Solange ein jeder Mensch, in irgendeiner Weise, nur dem Geld hinterher hetzt, solange wird es keinen Staat geben, welcher den Begriff, perfekt, beanspruchen kann.


Es ist immer besser, etwas aus originalen Quellen zu erfahren, als aus ganz besonders "klugen Köpfen".

 
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RE: Zukunft des Kapitalismus?

#60 von Buhli , 23.04.2008 22:34

Das der Meister Marx eine andere Vorstellung von Diktatur hatte, als wir sie kennen, ist sehr gut vorstellbar. Der erste richtige Diktator, der dann auch noch 1917 die erste europäische Union gegründet hat, lebte da noch garnicht. Ich meine den Herrn Uljanov Sein Pseudonym war später Lenin. Lieg ich da richtig?
Queeny das mit dem Alphatier, welches sich auch zurücknehmen kann, ist so ein Ansatz, der in der Zukunft vermehrt auftaucht. Wer sagt denn, daß ein Alphatier gierig sein muß? Machthungrig für die Spitze zu sein, um die anderen ihre Macht nicht mißbrauchen zu lassen, ist doch schon mal ein Charakterzug, den es zu begrüßen gilt. Zeugt allerdings von gealtiger Charakterstärke. Mir macht die Frau Merkel den Eindruck, daß sie diese Rolle ganz gut spielt. Beim Amtsantritt sagte sie:"Ich will dem Land dienen." Sie haut nicht auf den Tisch uns sagt:"So wird es jetzt gemacht." Sie bezieht alle anderen Alphatiere der zweiten Reihe, die sie um sich hat, in den Entscheidungsprozeß mit ein und hällt sich selbst zurück. Die haben sich sogar schon darüber beschwert. Die waren es ja von Kohl und Schröder gewohnt, daß ihnen die Entscheidung abgenommen wurde. Wird diese Eigenschaft nicht uns Ossis vorgehalten?
Wenn sich weniger ausbeuten lassen wöllten, gäbe es auch noch ein paar Kapitalisten mehr. Es hällt doch niemand einen Menschen auf, der physisch und psysisch in der Lage ist, sich auf eigene Beine zu stellen, außer er sich selbst. Es finden sich ja immer wieder Gründe, so was oder was anderes, nicht zu machen. Sprich, anstelle etwas zu unternehmen, lieber was zu unterlassen. Ist ja auch bequemer.


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