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RE: Meinungsbeitrag im Tagesspiegel: Warum der Osten depressiv ist

#16 von Karli ( Gast ) , 23.01.2007 13:27

Auch ich habe täglich mit so einer Kuriosität
der leistungsgerechten Bezahlung zu tun -
meine verbeamteten Kollegen haben , wenn sie
denn mal in den VORruhestand gehen , etwa 500 Euronen
mehr Pension als ich - als Angestellter - Arbeiteslohn.
Da kann man sicht etwa ihre aktuellen Bezüge vorstellen.
Sie machen die gleiche Arbeit ( nur eben wie Beamte !! ),
und hatten das Glück , auf der richtigen Seite geboren zu sein.
Was soll´s , dafür sind sie Staatsdiener - das WILL ich gar nicht sein !!

Karli


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RE: Meinungsbeitrag im Tagesspiegel: Warum der Osten depressiv ist

#17 von lutzi , 23.01.2007 13:40

hallo leute,

ich wollt mal einwerfen das sich der besagte artikel auf eine umfrage der "volkssolidarität" bezieht die(laut mdr) vor etwas mehr als zwei jahren gemacht worden ist bei etwa 800!! menschen. ich glaube das ist wenig aussagekräftig, ausserdem hab ich gemerkt(zumindest in chemnitz) das seit ein-zwei jahren ein ganz anderes bewusstsein sich zu entwikeln scheint,was allerdings durch genau solche artikel, meiner meinung nach gewollt, wieder einen dämpfer erhält und finde diese art von jurnalismus einfach nur wiederlich. hier(in bawü) wird genau so gejammert wie dort aber einen bericht darüber hab ich noch in keiner zeitung gelesen...

liebe grüsse,euer lutzi


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RE: Meinungsbeitrag im Tagesspiegel: Warum der Osten depressiv ist

#18 von Buhli , 23.01.2007 21:35

War da etwa ein Schul- oder Wandzeitungsredakreur am Werk Würde mich nicht wundern, nachdem ich erfahren hab, wer so alles in Redaktionsstuben sitzt.
So was in der Art, steht auch in den hiesigen Gazetten. Bilder von meiner Frau mit anderem Namen und einer erfundenen Geschichte, sind da erschienen...
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RE: Meinungsbeitrag im Tagesspiegel: Warum der Osten depressiv ist

#19 von Thor-am-Felsen , 24.01.2007 08:33

Hallo Buhli!

Der Autor des Artikels kommt aber aus dem Osten. Nur schade, dass er hier keine Stellung zu seinen Postings nimmt oder sich gar zu dieser Problematik äußert. Das ist eine unkritische Betrachtungsweise und zeigt, dass er so sehr von sich überzeugt ist, keine Fehler zu machen. Es wäre vielleicht eine interessante Bereicherung, mal mit jemandem aus dem Osten zu reden, der absolut für den Westen ist und die Wiedervereinigung als uneingeschränkt historische Bereicherung ansieht, ergo: alle, die negativ über die Ereignisse der letzten 16 Jahre sprechen, sind doch ohnehin nur ewig Gestrige...

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RE: Meinungsbeitrag im Tagesspiegel: Warum der Osten depressiv ist

#20 von Jennis , 24.01.2007 10:35

Hallo Thor,

wer sagt das es für uns keine Bereicherung ist?!?!? Es gibt wenige "Ossi´s" die noch einen Trabbi oder Wartburg fahren. Viele "Ossi´s" sind in den "Westen" gegangen. (wie man ja hier sieht!!) Viele "Ossi´s" machen Urlaub in der ganzen Welt!
Also wer sagt das es für die Bürger der DDR keine Bereicherung war das die Mauer gefallen ist?!


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RE: Meinungsbeitrag im Tagesspiegel: Warum der Osten depressiv ist

#21 von Thor-am-Felsen , 24.01.2007 11:02

Hallo Jennis!

Hey, Moment. Mauerfall und Wiedervereinigung sind zwei vollkommen unterschiedliche Ereignisse. Außerdem sagte ich uneingeschränkte Bereicherung. Ich will damit sagen, daß nicht jeder die Wiedervereinigung als absolut gut betrachtet; man hätte die Wiedervereinigung besser durchführen können, wenn man sich vielleicht mehr Zeit gelassen hätte.

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RE: Meinungsbeitrag im Tagesspiegel: Warum der Osten depressiv ist

#22 von Jennis , 24.01.2007 11:16

Das seh ich auch so.
Aber die Regierung stand damals unter Druck und hatte nicht den Mumm um sich Zeit zu lassen.

Außerdem: was wäre aus der DDR geworden wenn die Wiedervereinigung nicht gekommen wäre. Sie war am Ende. Das will ich nicht schön reden.


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RE: Meinungsbeitrag im Tagesspiegel: Warum der Osten depressiv ist

#23 von Thor-am-Felsen , 24.01.2007 11:54

Hallo Jennis!

Zitat von Jennis
Außerdem: was wäre aus der DDR geworden wenn die Wiedervereinigung nicht gekommen wäre. Sie war am Ende.


Freilich war die DDR am Ende. Nur man sieht, daß viele mit der Wiedervereinigung unzufrieden sind. Also ist diese nicht so bürgerfreundlich abgelaufen, wie sie vielleicht hätte erfolgen sollen, um als historisches Paradestück dazustehen. Wie hätte sie erfolgen sollen?
- Andere RGW-Staaten waren auch am Ende, voran die Sowjetunion. Da fand keine Fusion mit anderen, reicheren Staaten statt, im Gegenteil. Vielleicht hätte die DDR neben der BRD existieren können, wenn sie es genauso, wie z.B. Polen gemacht hätte. Polen ist nun auch Mitglied der EU und als wohlhabender Staat angesehen.
- Die Wiedervereinigung im Rahmen der EU-Vereinigung, wie im Mai 1990 von Großbritannien und Frankreich vorgeschlagen. Vielleicht hätten wir heute einen EU-Staat?
- Die BRD hätte der DDR beitreten können.

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RE: Meinungsbeitrag im Tagesspiegel: Warum der Osten depressiv ist

#24 von Buhli , 24.01.2007 21:10

Freilich waren die DDR und die BRD am Ende. Wer einen Milliardenschweren Marshall-Plan 40 Jahre später immer noch als Milliarden Schulden plus die, die bis 1990 noch dazu gekommen sind, mit in die Wiedervereinigung einbringt, sollte sich nicht anmahßen, die Mißwirtschaft anderen vorzuhalten.
Klar sind Fehler gemacht worden. Nur wer hat vorher so ein Projekt gestartet, um aus diesen Fehlern zu lernen? Ich halte "den Machern" der Wiedervereinigung die Fehler nicht vor. Man kann ja nur aus Fehlern lernen. Vielleicht geht es in Korea mit weniger Fehlern über die Bühne. Gut Ding will eben Weile haben. Die Fusion mit der BRD hat nichts aber auch gar nichts mit Wirtschaftlichen Gründen zu tun. Die haben sich nur aus der damaligen Situation herauskristallisiert, weil es eine bis 1949 gemeinsame Geschichte gab. Nur die gemeinsame deutsche Geschichte hat den Vereinigungsgedanken aufkommen lassen, nichts anderes. Bei den hiesigen "Meinungsmachern" gibt es ja die deutsche Geschichte nach 1949 nur im Westen. Schaut auf Statistiken. Ob in Familien- Sport-oder Bildungsstatistiken.Da findet nicht einmal ein nebeneinander statt. Es sei denn, die BRD-Statistik sieht besser aus. Schade eigentlich. Dabei würde es der neuen BRD sehr gut zu Gesicht stehen, zu der 40 Jahre geteilten Geschichte zu stehen. Klar müßte da so manches Westbild neu gemahlt oder wenigstens retuschiert werden. Na und. Was ist daran so schlimm? Lieber erfindet man das Fahrrad wieder neu, als das man die Buchstaben DDR verwendet. Zumindest im offiziellen Sprachgebrauch. In so manchem Zeitungsinterview sieht das auch anders aus. Gott sei Dank kommen so ein paar westlich geprägte Politiker auch dahinter.
Wirtschaftlich würden die Tschechen bestimmt auch zu Österreich passen. Geschichtlich noch viel besser.
Buhli


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RE: Meinungsbeitrag im Tagesspiegel: Warum der Osten depressiv ist

#25 von Immigrantenmann , 31.01.2007 14:42

Hallo Buhli,

nach reiflicher Überlegung vieler Gesichtspunkte komme ich zu dem Schluß das die
DDR als Staat Ihre 40 Jahre Existenz nur als weitere Pufferzone zwischen USA und UdSSR gedacht und mißbraucht war.
Ohne den unseligen Krieg wäre das nie passiert, das müssen sich alle Deutschen immer vor Augen halten.

Die Schacherei fing schon nach 45 an, als befreites Gebiet von Amerikanern, z.b. Thüringen, den Russen
übergeben wurde.(Was da dann los war nachdem 2 Siegermächte da waren und abholten kann sich jeder vorstellen)
Ich weiß das die russischen "Freunde" die wachsenden OST/WEST Geschäfte zwischen der DDR und der BRD sehr sehr
zwiespältig Aufnahmen und es damals schon als Grund benutzten die teilweise von uns gebaute Druschba Erdölleitung auch schon damals zuzudrehen und sich um vereinbarte Mengen einen Dreck scherten.
Andererseits waren die Geschäfte der DDR Kombinate mit den Vertretern der Bundesrepublik eine Augenweide
in Bezug auf das Thema billige Importware, da brauchte man nicht China, die Sachen wurden weit unter Einkaufs-
preis gehandelt nur um irgendwie an freikonvertierbare Währung zu kommen, das Geld ging dann nach Berlin und...
Immer schön in Erinnerung behalten, keine nennenswerten Rohstoffvorkommen (<Kali,Braunkohle>)
Mit welchem Interesse hat die die BRD der DDR Kredite gegeben und eingeräumt, wohl nicht nur aus Nächstenliebe
sondern aus dem klaren Verständnis heraus das das Ganze Deutschland viel teuerer seien wird als das halbe, in
Anlehnung an den Adenauer-Spruch der wohl schon die Richtung zeigte. Das dann das deutsche Volk gegeneinander
ausgespielt und von beiden Seiten ideologisch verhetzt wurde, wer denn das bessere Deutschland sei
ist vollkommen zweitrangig zeigt aber immer noch seine Wirkung. Nicht umsonst gab es auf beiden Seiten Rundfunkanstalten die sich tägtäglich damit befaßten und Vorurteile fleißig schürten. Wenn wir nicht endlich aufhören uns die Vergangenheit vorzuhalten und nach vorne schauen um voranzukommen wirds wohl noch sehr lange dauern mit der Einheit Deutschlands, gefühlt oder gelebt. Und dies wird zum Nachteil der Volkswirtschaft der gesamten BRD seien, ohne die Transferleistungen ist das jetzige Konstrukt auch nicht lebensfähig. Dies muß so eingestellt werden. Das ist jedoch ein anderes Thema.

Aber wenn man aufmerksam zuhört kann man Erkennen wie die gegenseitigen Vorhaltungen geringer werden um so besser
man sich kennt und miteinander lebt,arbeitet, die Probleme sind halt eher die Gleichen geworden wie vor 16 Jahren.
Dazu muß natürlich mal über seine Kirchturmspitze hinausschauen, aber die meisten Forummitglieder haben das ja mit
Ihrer Flexibiltät bereits unter Beweis gestellt.
tp


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