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RE: Macht und Verantwortung der Medien

#16 von Karli ( Gast ) , 22.05.2007 09:17

Allen Freunden sachlicher , gut recherchierter und seriös präsentierter
Nachrichten und Hintergründe kann ich Deutschlandradio Köln ( Ehem. Deutschlandfunk )
empfehlen . Auch als Livestream im Netz http://www.dradio.de .
Obwohl ich den in zwiespältiger Erinnerung habe . Wenn damals Onkel Max zu
Besuch war , mußte es dann 12.00 Uhr mucksmäuschenstill sein -
da wurden Deutschlandfunknachrichten gehört . Ich weiß nicht , wie die es
damals gemacht haben , daß die Nachrichtensprecher solche scharfen , unangenehmen Stimmen hatten.
Aber das hat sich zum Glück geändert .
Und bei Klassik,Rock et cetera ( meist in der Nacht ) gibt´s auch mal was
zum oft geschmähten Thema Rock im Osten .

Karli

Karli

RE: Macht und Verantwortung der Medien

#17 von joesachse , 23.05.2007 21:18

In Antwort auf:
Diese Verantwortung haben nicht die Medien sondern jeder für sich mit seinem Gewissen. Die Medien haben keine Schuld, den wer die Schuld hat, der hat auch die Macht.

Da stimme ich Dir nicht ganz zu, denn die Medien haben Macht, heute mehr denn je zuvor in der Geschichte. Und, um auf mein Beispiel weiter oben zurückzukommen, die islamistischen Selbstmordattentäter sind mit ihrem Gewissen im Reinen.
Es ist unglaublich, wie wir (und da schließe ich mich natürlich mir ein) manipuliert werden. Ich lese gerade von Udo Pollmer "Eßt endlich normal! - Das Anti-Diät-Buch)". Die Analyse, wie Medien und Politiker wissenschaftliche oder auch pseudowissenschaftliche Informationen verdrehen, verfälschen, Fehlinterpretieren, Verharmlosen oder massiv Überbewerten, hat mich wirklich entsetzt. Auch wenn ich in einigen Fakten anderer Meinung bin als der Autor, so sind die Parallelen zum Thema Klimakatastrophe unübersehbar. Die Themen sind völlig verschieden, die Art und Weise, wie Medien und Politiker damit umgehen, sind identisch. Und je mehr ich solche Dinge analysiere, um so mehr komme ich zu dem Schluß, dass es sich um Prinzipien unserer Mediengesellschaft handelt, mit denen wir wahrscheinlich leben müssen.

JoeSachse

 
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RE: Macht und Verantwortung der Medien

#18 von joesachse , 13.06.2007 22:36

Habe in meinem Urlaub unter anderen zwei Bücher gelesen:
"Welt in Angst" von Michael Crichton (zum Thema Klimawandel) und "Eßt endlich normal" von Udo Pollmer zum Thema Übergewicht, gesunde Ernährung, u.ä.
Die Autoren sind grundverschieden, die Themen haben nichts miteinander zu tun, das eine Buch ist ein Thriller, das andere ein Sachbuch, aber die Mechanismen, wie die Menschen durch Medien und Politik beeinflusst werden und wie aus Vermutungen, Schätzungen und Hypothesen durch Politik und Medien angeblich gesicherte Erkenntnisse werden, ist doch extrem erschreckend. In unsere Gesellschaft wirken hier weltweit Mechanismen der Manipulation, die es zu durchschauen gilt. Und immer wieder ertappe ich mich selbst, wie ich solche Informationen kritiklos als wahr ansehe, nur weil sie oft genug in seriösen Medien wiederholt wurden. Und dabei wird mir schon auch Angst, denn gewisse Parallelen zur Manipulation in der DDR oder auch im 3.Reich sind unübersehbar.

Gruß JoeSachse
der zu diesen Themen mal noch etwas recherchieren wird...

 
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RE: Macht und Verantwortung der Medien

#19 von joesachse , 22.06.2008 20:28

Soeben gefunden, interessanter Rtikel über den Umgang mit Risiken in den Medien:

http://www.zeit.de/2008/26/U-Risikowellen?page=1

Zitat: "Wenn die Gefahr gering und die Empörung groß ist, dann haben Journalisten Spaß."

JoeSachse

 
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RE: Macht und Verantwortung der Medien

#20 von Subotnick ( Gast ) , 22.06.2008 21:00

Zitat von joesachse
Soeben gefunden, interessanter Rtikel über den Umgang mit Risiken in den Medien:
http://www.zeit.de/2008/26/U-Risikowellen?page=1
Zitat: "Wenn die Gefahr gering und die Empörung groß ist, dann haben Journalisten Spaß."
JoeSachse


Sehr interessanter Artikel!
Bestätigt er doch, wie Meinung gemacht wird.

(und der Journalist wird sagen : Er hat nur der pflicht zur Information genüge getan!)

Subotnick

RE: Macht und Verantwortung der Medien

#21 von Buhli , 24.06.2008 21:00

Journalisten sagen sowas nicht. Die machen ihre Arbeit ordentlich. Leider ist das Paretoprinzip 80/20, auch bei denen anwendbar.


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
Buhli

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RE: Macht und Verantwortung der Medien

#22 von joesachse , 26.06.2008 12:48

Ich denke, so einfach ist das nicht. aber vielleicht erklärst Du, was die 20% sind. Die Besten, die gute und korrekte Arbeit machen?
Dann musst du die 80% in 40/40 unterteilen, die eine Hälfte von denen kann nicht besser, die andere könnte, aber will aus unterschiedlichen Gründen nicht.

Joe

 
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Uran im Trinkwasser

#23 von joesachse , 05.08.2008 19:17

Wieder wird eine neue Sau durchs Dorf oder Sommerloch getrieben. Feinstaub ist out, die ganzen Aktionen waren Luftnummern, Für Ozon-Horror ist es zu windig, da liefert glücklicherweise eine angebliche Umweltorganisation (die keine Sau wirklich kennt) neues Material: Uran im Trinkwasser!!!! Ganz neue Erkenntnisse!!!

So ein Unsinn. Erstens ist Uran im Trinkwasser normal, so wie da viele andere Stoffe vorkommen. Und zweitens ist das ein alter Hut:

http://umweltinstitut.org/radioaktivitat...wasser-121.html

http://www.geo.tu-freiberg.de/~merkel/uran_index.htm

Diese Artikel sind drei Jahre alt, habe ca 3 min Recherche benötigt, nochmal 10 Minuten, um zu lesen und drüber nachzudenken. Wie schlampig arbeiten unsere Jurnalisten und Medien eigentlich? Haben die sich zu diesem Thema abgesprochen? Oder erforrsch da jemand die deutsche Medienlandschaft, wie mit sich eine solche Nummer in unserem Mediensumpf verbreitet?

Ich bin schon einigermaßen entsetzt, wie primitiv hier den Menschen Angst gemacht wird.

Gruß
JoeSachse

 
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RE: Uran im Trinkwasser

#24 von Lehmann ( Gast ) , 05.08.2008 20:02

Zitat von joesachse
Wieder wird eine neue Sau durchs Dorf oder Sommerloch getrieben.

Ich bin schon einigermaßen entsetzt, wie primitiv hier den Menschen Angst gemacht wird.

Gruß
JoeSachse



System, Joe, System!

Die Journalisten kommen doch nur ihrer Informationspflicht nach!
Die Scherben können andere wegräumen.

System, Joe, System!

Lehmann

RE: Uran im Trinkwasser

#25 von joesachse , 05.08.2008 20:09

In Antwort auf:
System, Joe, System!


In dem von mir schon weiter oben zitierten Buch "Welt in Angst" stellt der Autor die These auf, dass die Menschen vor etwas Angst haben müssen, um überhaupt regierbar zu sein. So können die Regierenden als Beschützer auftreten und die Menschen retten. Wenn die Menschen aber "keine Angst vor nix und niemanden" haben, dann lassen auch die Regierenden nicht mehr so ohne weiteren ihren Mist treiben, dann wird wieder auf die Strasse gegangen, so wie 1968 oder 1989, und droht tatsächlich die Macht vom Volke auszugehen.

Ich frage mich nur: Wird dieses Prinzip unbewusst angewand oder sitzen da auch kluge Köpfe, die genau damit die Gesellschaft manipulieren.

Gruß
JoeSachse

 
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RE: Uran im Trinkwasser

#26 von Lehmann ( Gast ) , 05.08.2008 20:19

Zitat von joesachse
oder sitzen da auch kluge Köpfe, die genau damit die Gesellschaft manipulieren.

Gruß
JoeSachse


Du sagst es Joe!

Es ist die Frage nach der Manipulation der Massen.
Das war bei den Nazis so!
Das war bei den Kommunisten so!
Und das ist in der freiheitlich demokratischen Bundesrepublik Deutschland so!

Lehmann

RE: Uran im Trinkwasser

#27 von Buhli , 05.08.2008 21:31

Nur das sich solche Massen wie 89, in dieser freiheitlich demokratischen Bundesrepublik, nicht mehr zu einem Thema manipulieren lassen. Dank der 16 Kleinstaaten und deren unterschiedlichsten Wirtschaftsinteressen. Was interessiert es einen Lufthansamitarbeiter in F oder M, wenn in NRW oder dem Saarland die Steinkohlekumpel auf die Straße gehen. Hat es jemanden in NRW, BW oder Bayern interessiert, als die Angehörigen für ihre Kalileute aus Thüringen sogar in Berlin beim Hungerstreik dabei waren? Der Laden wurde trotz voller Auftragsbücher und schwarzer Zahlen, einfach geschlossen. Meint Ihr es hat sich bis heute was geändert? Für so blöd halte ich die "Elite" nun auch wieder nicht.





Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
Buhli

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RE: Uran im Trinkwasser

#28 von joesachse , 07.08.2008 12:06

Zitat von Buhli
Nur das sich solche Massen wie 89, in dieser freiheitlich demokratischen Bundesrepublik, nicht mehr zu einem Thema manipulieren lassen. Dank der 16 Kleinstaaten und deren unterschiedlichsten Wirtschaftsinteressen.


Doch, genau das passiert im Moment massiv in einigen Themen, zum Beispiel das Thema das Thema "Klimaschutz", für mich ein echtes Unwort, mit dessen Hilfe die Politik den Bürgern das Geld aus der Tasche zieht und die Bürger zu unsinnigen Taten und Meinungen bringt.

Gruß
JoeSachse

 
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RE: Uran im Trinkwasser

#29 von queeny , 07.08.2008 21:35

Manipulation durch die Medien ist ein unerschöpfliches Thema. Diese Manipulation gab es schon immer.
Die Medien passen sich in der Regel den jeweiligen Regierungen an, es wird auch Kritik geäussert,
wenn auch verhalten. Gefährlich wird es nur für denjenigen, der sich gewissen Regeln nicht beugt,
sondern unverdrossen die Wahrheit sagen, schreiben oder filmen will. Damit meine ich jetzt nicht
grausame Originalaufnahmen von Kriegsschauplätzen, denn damit verdienen die Medien Geld und je
schauriger desto besser oder Neudeutsch mehr "Quote" wird erreicht! Ja, auch Klimaschutz ist so ein
Thema. Unsere Bundeskanzlerin, übrigens eine Physikerin - ich kann es kaum glauben, hat es auf den
Punkt gebracht. In ihren Augen - sicher auch in den Augen der daranhängenden Atomlobby - gibt es in
Deutschland sichere Atomkraftwerke! Wer mag das glauben? GLAUBEN ist nicht WISSEN. Ich bin nicht
elitär und kann mich nicht zur Kernspaltung äussern, weil mir grundlegende Kenntnisse der Materie
fehlen. Mein Verstand sagt mir aber, dass da etwas URGEWALTIGES schlummert in den Atommeilern.
Etwas was auf die Dauer nicht beherrschbar ist. Tschernobyl, ein Synonym für so einen Gau, ist nach
mehr als zwanzig Jahren gefährlicher denn je. Sollte es hier in Deutschland oder in einem der Länder
um uns herum zu solch einem Gau kommen, so ist Klimaschutz Schnee von gestern, denn es werden
Hunderttausende ihr Leben geben müssen. Dies alles nur, weil profitgeile Unternehmen nicht einsichtig
sein können und von uns gewählte Politiker diesen Unternehmen in der Allerwertesten krochen. Die Toten
brauchen ja keinen Klimaschutz mehr und die verseuchte Umwelt auch nicht.

Rebekka


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RE: Uran im Trinkwasser

#30 von joesachse , 08.08.2008 21:36

Hallo Queeny, auch hier wieder was zum Lesen: http://www.ssk.de/pub/volltext/h50.pdf
Eine Studie des BMU aus Anlaß des 20. Jahrestages, Hier noch ein Zitat aus dieser Studie, dass die Sachlage sehr deutlich beschreibt:

Die Folgen von Tschernobyl wären unvollständig erfasst, beschränkte man sich auf die messbaren
radiologischen Auswirkungen auf Gesundheit, Flora, Fauna, Umwelt, Wirtschaft und
Politik. Weit wirkungsvoller waren die Auswirkungen auf das Denken und Fühlen der Menschen,
auf ihre Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung. Die mentalen und psychologischen
Effekte, die das Ereignis vom 26. April 1986 in Deutschland auslöste, waren und sind individuell
und kollektiv höchst unterschiedlich und sie korrelieren keineswegs mit der Höhe und
Ausbreitung der Strahlendosis.


In Antwort auf:
Mein Verstand sagt mir aber, dass da etwas URGEWALTIGES schlummert in den Atommeilern.
Etwas was auf die Dauer nicht beherrschbar ist.


Ich finde leider das Zitat nicht mehr, aber ich habe irgendwo in den tiefen des WWW mal ein Zitat ähnlich dem Deinen mit der selben Wortwahl gefunden, nur stammte dieses von 1902 und bezog sich auf die Gefahren des Automobil.

Insofern ist die menschliche Angst vor Unbekanntem etwas zeitloses.

Schönen Abend noch
JoeSachse
(bitte nimm das nicht persönlich, ich diskutiere hier um der Sache willen)

 
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