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RE: Minderheiten des Ostens

#31 von altberlin ( gelöscht ) , 14.09.2011 20:52

Danke , reporter, ich habe gar nichts zitiert, weil ich dachte, jeder kann den Link selbst öffnen. Auch habe ich auf kurzzeitige Drangsalierung durch DDR-Behörden hingewiesen.
Und die Neonazi-Scene laste ich der BRD an, weil solche Tendenzen bzw. Übergriffe in der DDR nicht möglich waren.
Da hat der Sicherheitsapparat mal gute Arbeit geleistet.

Und nochmal zu Charlotte von Mahlsdorf : Ich kann mich erinnern, das über diese Person und ihr Gründerzeitmuseum sogar in der "sozialistischen" Presse berichtet wurde, und sogar positiv.


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RE: Minderheiten des Ostens

#32 von reporter , 14.09.2011 21:09

Zitat von altberlin

Und die Neonazi-Scene laste ich der BRD an, weil solche Tendenzen bzw. Übergriffe in der DDR nicht möglich waren.
Da hat der Sicherheitsapparat mal gute Arbeit geleistet.



Die Stasi-Spitzel haben optisch weggetüncht, denn es durfte nicht sein. Der 'Antifaschismus' im SED-Staat, eine platte Lebenslüge, wie das „Braunbuch DDR“ schon 1981 zeigte. Doch die Mär vom Antifaschismus wurde das erfolgreichste Erfolgsprodukt der SED-Propaganda.

Günter Schabowski hat zum "Braunbuch DDR" ein kluges Vorwort geschrieben, er erklärt die braunen Spuren im Roten: „Ein Nazi, dem es gewährt war, zum Sozialisten, genauer zum Kommunisten zu mutieren, war total und für immer entnazifiziert. Er war wie neugeboren. Wen aber die westdeutsche Demokratie umerzog, der blieb ein Nazi.“

http://www.fas-schoenberg.com/13august/s...in-der-ddr.html

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RE: Minderheiten des Ostens

#33 von BesserWessi0815 , 14.09.2011 21:19

Altberlin,
ich habe vor ~15? Jahren auch mal in Köln den CSD, ein riesiges Volksfest, eine Million Zuschauer, mit Kinderwagen und ganze Familien haben gefeiert, bei guter Stimmung, guter Musik auf fünf Bühnen, bestem Sommerwetter..., leckeren Freßbuden.... das war klasse! (na gut, zum Bier sage ich jetzt nix!)

und für die Geburten gibt es doch heute so tolle Errungenschaften wie "Lebensborn", Kinderkrippen, Samenbanken etc. pp.

Von einer Freundin aus der Nähe von Dresden, die zwanzig Jahre mit zwei Brüdern in einem zerrütteten Elternhaus bis zur Wende aufgewachsen ist, weiß ich wie "wenig toll" es für die Kinder ist, wenn der schwule Vater sein Coming-Out erst Jahrzehnte später hat. Seit der Trennung der Eltern und der neuen Beziehung des Vaters zu seinem Freund, ist ein harmonisches Familienleben wieder (besser: erstmalig!) möglich und die (mittlerweile erwachsenen) Kinder kommen wieder gerne nach Hause, besuchen aber auch ihre Mutter. Dieser Frau wurde auch übel mitgespielt, durch den gesellschaftlichen Druck auf ihren Ex-Mann eine Familie gründen zu müssen. An die Kinder denkt keiner, Hauptsache: Geburtensteigerung.... (wofür eigentlich? Kanonenfutter für Kriege, Arbeitskräfte für die Konzerne der Wirtschaft? Konsumenten für den Handel?....)

Diese Freundin hat mir auch das Buch von Charlotte von Mahlsdorf zum Lesen gegeben: "Ich bin meine eigene Frau" und wir waren auch zusammen auf dem CSD (ohne ihren Vater)
Ich wundere mich immer und frage, ob stramme CSU-Vertreter des heroischen heterosexuellen Mannes selbst ihre eigenen Töchter oder Schwestern solch eine (erzwungene) Ehe mit einem Schwulen zur Verfügung stellen wollen.
Alle drei Kinder haben nach der Wende eine Therapie erfolgreich absolviert, das Problem war nicht, dass der Vater schwil ist, sondern die dauerhafte Disharmonie unter den Eltern, worunter sie jahrelang gelitten haben.

Für Betroffene Kinder oder Eltern gibt es bundesweit Selbshilfegruppen: http://www.schwule-vaeter.org/


..."Der tut nix!"......"Der will nur spielen"... - Peng! -

 
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RE: Minderheiten des Ostens

#34 von altberlin ( gelöscht ) , 14.09.2011 21:20

@ reporter :Gedanken waren nie zu kontrollieren. Und Wendehälse sterben auch nicht aus.



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zuletzt bearbeitet 14.09.2011 21:20 | Top

RE: Minderheiten des Ostens

#35 von altberlin ( gelöscht ) , 14.09.2011 21:31

@ BW : Ich erwarte keine Geburtensteigerung, die Ursachen für Defizite auf diesem Gebiet liegen zum großen Teil ganz woanders.
Ich befürworte keine Scheinehen, die nur zur Rettung der "Ehre" geschlossen werden, ich glaube auch, das sich Männlein wie Weiblein hin und wieder zum gleichen Geschlecht flüchten, weil sie dort besser oder überhaupt erst verstanden werden. Meine Frage war nur, entwickelt sich das mit steigender Tendenz oder ist das ein prozentual etwa gleichbleibender Anteil der Bevökerung ?
Mir ist es im Prinzip egal, nur beim Anblick züngelnder Männlichkeiten steigt in mir leichtes Unbehagen auf.
Zum Glück sieht man das nur zu solchen Tagen. Soll jeder nach seinen Bedürfnissen leben.


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RE: Minderheiten des Ostens

#36 von reporter , 14.09.2011 22:07

Zitat von altberlin
@ reporter :Gedanken waren nie zu kontrollieren. Und Wendehälse sterben auch nicht aus.



Habe ich von einer strammen SED-Genossin auch schon mitbekommen. Den Schabowski hassen sie.

Denn er schämt sich für den SED-Staat, für den er sich bis zu dessen Zusammenbruch eingesetzt hat. Letztlich habe er all diese negativen Erscheinungen, die mit der DDR verbunden waren, gebilligt.

Seine Haftstrafe wegen seiner Rolle im SED-Staat nennt Schabowski gerecht. Er sei als Mitglied der Führung der SED für eine Gesetzgebung verantwortlich gewesen, "die die Tötung von Menschen vorsah, die durch die Grenze wollten".

Ich glaube, Schabowski ist einer, dem man die Hand reichen kann.

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RE: Minderheiten des Ostens

#37 von Buhli , 14.09.2011 22:36

Der Mann war ja auch einer von den intelligenten. Sonst wäre er ja richtig Chef in der ersten Reihe gewesen.



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Minderheiten des Ostens

#38 von Monarde , 15.09.2011 11:41

@reporter, immer wenn ich deine postings las, dachte ich an g. schabowski - jetzt schreibst du DAS. vielleicht bist du´s ja?

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RE: Minderheiten des Ostens

#39 von Atze , 15.09.2011 13:13

Pepe mein unbekannter Gegenüber,

Du schreibst ja richtige Todschlagargumente.

Wieso haben sich so viele in der NVA umgebracht?

Da weist Du Dinge, von denen ich nichts weiß.
Einer meiner Cousins hat sich Anfang der 70-er Jahre in der NVA umgebracht. Aber nicht weil er schwul war oder sonst was, sondern weil seine Frau ihn verlassen hat.

Wie viele NVA-Angehörige haben sich denn aufgrund ihrer geschlechtlichen Ausrichtung umgebracht? Sicherlich wirst Du mir Zahl und (glaubhafte) Quelle benennen können. Und wenn Du dabei bist, mal das Gleiche bitte für die Bundeswehr, die US-Army und die britische Armee
Mir ist da keine Zahl bekannt. Das es das gegeben haben mag, möchte ich nicht bestreiten. Aber es als Argument zu bringen, scheint mir (der Schein kann trügen) doch sehr weit hergeholt.

Gruß


Wenn man Dummheiten macht, sollen diese wenigstens gelingen.

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RE: Minderheiten des Ostens

#40 von Atze , 15.09.2011 13:17

Zitat von reporter

Zitat von altberlin
@ reporter :Gedanken waren nie zu kontrollieren. Und Wendehälse sterben auch nicht aus.



Ich glaube, Schabowski ist einer, dem man die Hand reichen kann.




Ja. Das könnte Dein Freund sein. Das glaube ich Dir unbesehen.

Warum gibt es eigentlich kein Smily, welches kotzt?

Gruß


Wenn man Dummheiten macht, sollen diese wenigstens gelingen.

Napoleon

 
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RE: Minderheiten des Ostens

#41 von peppe , 15.09.2011 14:41

@Atze...tja dies habe ich auch erst hier in der CH erfahren und ich bringe Dir übernächste Woche die Fakten!!! Versprochen den ich bin vom Sa-Sa eine Woche auf Segeltörn, weisste wo Rund um Rügen Ich hoffe du machst nicht gerade ein paar Flugstunden in der Zeit über Rügen und schiesst mich ab

PS: Darf ich fragen für welche Partei Du heut wählst?! Und was hälst Du von Frau Merkel?!.........jetzt bin ich aber gespannt



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RE: Minderheiten des Ostens

#42 von Atze , 15.09.2011 17:29

Hi Pepe,

bei uns wird dieses WE nicht gewählt.

Das Merkel ist ein sehr kluge Frau. Sie sieht zwar aus, als ob sie Selbstversuche an sich vorgenommen hat aber dafür kann ja keiner was. Ich bin auch nicht mehr der Schönste Ansonsten halte ich nicht sehr viel von ihr. Aber das verwundert Dich sicher nicht.

Z.Z. sehe ich gar keinen Politiker, der in meinen Augen die Sache besser machen kann. Ich halte De Maizaire für einen guten Mann. Ob er es sein würde, wenn er mehr im Rampenlicht steht, kann ich natürlich nicht einschätzen.

Was wählst Du denn, wenn Du nicht gerade den Seebären gibst?

Gruß


Wenn man Dummheiten macht, sollen diese wenigstens gelingen.

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RE: Minderheiten des Ostens

#43 von peppe , 15.09.2011 18:35

Gute Frage Atze ich wüste es eben nicht!Im Oktober stehen die Wahlen an in der CH und diesmal geht es echt heiss her. Aber zur Aufklärung ich selbst darf nicht Wählen da ich kein CH bin hätte ich werden können hätte aber damals den D Pass abgeben müssen dies wollte ich echt nicht, wegen des Reisen wegens. Es gibt zu viele Länder die immer noch Visum pflichtig sind!!
Eins ist Fakt im Bundeshaus Bern sind eindeutig zuviel Frauen, das ist nicht gut egel welche Partei. Unsere peinlichste geht ja Gott sei Dank im Januar in Pension und lässt sich demzufolge nicht mehr neu Wählen im Dezember!!
Ja da täuschst Du Dich die Merkel finde ich gut Jawohl!!!
Frage: Was hälst Du eigentlich von der Schweiz????(Bin ganz heiss auf Deine Antwort!!) Was meinst Du Schweiz und EU wie siehst Du dies in Zukunft???



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RE: Minderheiten des Ostens

#44 von altberlin ( gelöscht ) , 15.09.2011 19:22

Zitat von Atze


Warum gibt es eigentlich kein Smily, welches kotzt?




Es gibt eins, in der light- Version, nämlich das hier :


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RE: Minderheiten des Ostens

#45 von reporter , 16.09.2011 09:01

Zitat von Atze

Zitat von reporter

Zitat von altberlin
@ reporter :Gedanken waren nie zu kontrollieren. Und Wendehälse sterben auch nicht aus.


Ich glaube, Schabowski ist einer, dem man die Hand reichen kann.



Ja. Das könnte Dein Freund sein. Das glaube ich Dir unbesehen.





Naja, Freund wäre vielleicht übertrieben. Schabowski wirkte nicht so verkalkt wie die alte SED-Garde um Honecker und Mielke. Von letzteren war wohl auch nicht mehr zu erwarten.

Der Hallenser Psychologe Hans-Joachim Maaz interpretiert das in seinem Wendeklassiker "Der Gefühlsstau" so:

Zitat
"Ich liebe euch doch alle!" stammelte stattdessen der einst allmächtige Stasi-Chef Mielke. Maaz erklärt sich diesen grotesken Auftritt folgendermaßen: "Er hat diesen Satz in größer Bedrängnis und ganz offensichtlich nur infolge seiner inzwischen hirnorganisch bedingten emotional-verbalen Inkontinenz getan. So lallte aus ihm wohl seine tiefste Sehnsucht heraus, die er ein Leben lang in einem unmenschlichen System des verwalteten Mißtrauens kontrollieren mußte."



http://www.udo-leuschner.de/rezensionen/rk9303maaz.htm

Wer mir übrigens als höhere SED-Figur noch einfällt, der nach der Wende den Unsinn nicht weiter mitgemacht hat, ist der ehemalige SED-Bürgermeister von Dresden, Wolfgang Berghofer. Auch der ehemalige Planungschef Schürer, der durch ehrliche Aussagen sich einen Namen machte, wäre hier zu nennen.


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