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Mechthild Bach ist Tod

 von peppe , 25.01.2011 17:48

Nicht zu glauben,andre wollte Sie erlösen jetzt hat sich sich selbst getötet weil Sie keinen Ausweg mehr sah!!
Wie seht ihr eigentlich den Freitot wenn man eh schon weiss bald ist vorbei und die Schmerzen so arg?! Jedes Tier wird erlöst aber der Mensch..?!



dies ein auszug von der NDR webseite:

Mechthild Bach tötet sich mit Morphium

Die Internistin Mechthild Bach mit ihrem Anwalt Matthias Waldraff. © dpa Fotograf: Peter Steffen Detailansicht des Bildes Mechthild Bach verübte mit dem gleichen Mittel Selbstmord, mit dem sie laut Anklage auch ihre Patienten getötet haben soll. Die umstrittene Krebsärztin Mechthild Bach hat sich selbst mit einer Überdosis Morphium getötet. Wie die Staatsanwaltschaft Hildesheim heute mitteilte, verabreichte sich die 61-jährige Internistin das Mittel in der Nacht auf Montag. Insbesondere die Auffindesituation des Leichnams lasse diesen Schluss zu. Um ein Fremdverschulden an dem Tod Bachs dennoch ausschließen zu können, habe die Behörde noch für heute eine Obduktion des Leichnams angeordnet.


Ärztin tötete sich mit Morphium

Vor ihrem Tod schrieb die wegen Totschlags angeklagte Ärztin Mechthild Bach noch einen Abschiedsbrief an Freunde. Dann nahm sie laut Ermittlern eine Überdosis Morphium.
Freitod wegen aussichtslosen Strafverfahrens

Ein Freund hatte die Ärztin am Montagnachmittag tot in ihrem Wohnhaus in Bad Salzdetfurth aufgefunden. Dabei habe sie eine Kanüle in der Hand gehabt, die mit einer Infusionsflasche verbunden war, sagte Oberstaatsanwalt Christian Gottfriedsen. Daneben hätten mehrere leere Morphium-Ampullen gelegen.

Als Motiv für den Suizid gab die Staatsanwaltschaft das gegen Bach laufende Strafverfahren an. Die 61-Jährige musste sich vor Gericht wegen des Todes von 13 schwer kranken Patienten verantworten, den sie durch überhöhte Gaben von Morphium und Valium verursacht haben soll.
Abschieds-Mail an engste Freunde

Vor ihrem Selbstmord schrieb die Ärztin offenbar noch Abschieds-Mails an einige ausgewählte Freunde. In diesen hieß es laut Bachs Anwalt Matthias Waldraff, sie habe sich ein Leben ohne ihre Patienten nicht vorstellen können. Nach mehr als sieben Prozessjahren und einer ernüchternden Zwischenbilanz in der vergangenen Woche habe seine Mandantin keine Kraft mehr gehabt, so Waldraff.
"Suizid ist kein Geständnis"

In der Zwischenbilanz des langwierigen Prozesses gegen die Internistin hatte das Landgericht Hannover deutlich gemacht, dass in zwei Fällen auch eine Verurteilung wegen Mordes infrage komme. Auch wenn das der Auslöser gewesen sein mag - das Gericht sei nicht für den Selbstmord verantwortlich, sagte Bachs Verteidiger Waldraff. Dennoch gebe es eine kausale Verknüpfung zwischen der Bilanz des Gerichts und der Hoffnungslosigkeit der Ärztin. Es drohte eine Haftstrafe zwischen 15 Jahren und lebenslänglich.

"Ihr Gehen ist kein Schuldeingeständnis", betonte er weiter. Vielmehr habe die Angeklagte keine Perspektive mehr für sich gesehen. Ihre Hoffnung, jemals wieder als Ärztin arbeiten zu können, sei zertrümmert worden. Der Präsident des Landgerichts Hannover, Dieter Schneidewind, reagierte bestürzt auf den Tod der Medizinerin. "Es ist tragisch, dass sich Frau Bach in so einer aussichtslosen Situation gesehen hat", sagte Schneidewind der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe).
Strafrecht zwischen Schmerzmedizin und aktiver Sterbehilfe

Die Internistin Mechthild Bach sitzt mit ihrem Anwalt Matthias Waldraff im Landgericht Hannover. © dpa Fotograf: Peter Steffen Detailansicht des Bildes Der Fall Bach sorgte bundesweit für Aufsehen. Mechthild Bach musste sich vor dem Landgericht Hannover in einem der größten Mediziner-Prozesse in Deutschland verantworten. In einer Klinik in der Region Hannover soll sie mindestens 13 Patienten mit zu hohen Schmerzmittel-Dosen umgebracht haben. Sie selbst betonte, die Behandlung mit Morphinen habe vor allem der Schmerzlinderung gedient. Der seit 2005 dauernde Prozess sorgte deutschlandweit für Aufmerksamkeit: Erstmals wurden hier strafrechtlich die Grenzen zwischen Schmerzmedizin und aktiver Sterbehilfe ausgelotet. Wegen der dauerhaften Erkrankung eines Richters platzte der Prozess 2008. Im Oktober 2009 wurde das Verfahren ein zweites Mal aufgerollt. Nach Angaben eines Gerichtssprechers wird dieser Prozess jetzt wegen des Todes der Angeklagten eingestellt. Für die Angehörigen Bachs ehemaliger Patienten bleiben damit viele Fragen ungeklärt bleiben.

Unterdessen befürchtet die Hospiz Stiftung Niedersachsen nach Bachs Suizid Rückschritte für die Palliativmedizin. Der Vorsitzende Ulrich Domdey sagte am Dienstag, es wäre fatal, wenn die Schmerzversorgung Schwerstkranker wieder infrage gestellt würde. Er kritisierte die lange Prozessdauer im Fall Bach: "Dies empfand ich unmenschlich der Ärztin gegenüber. Und es war immer wieder Wasser auf die Mühlen derjenigen, die der Palliativmedizin kritisch gegenüber stehen."



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