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Missverständnisse, Aufklärung von Vorurteilen von Ossis und Wessis

Nimmt das Gejammere userer Freunde kein Ende?

 von herman , 21.01.2009 10:56

Jetzt ist wieder die "Volkssolidarität" dran.

Schuld sind die "ungerechten Reformen".

Ihr Präsident Gunnar Winkler betreibt bis heute erfolgreich das Spiel der SED-Nachfolger. Praktischerweise hat der abgewickelte SED-Wissenschaftler ("Hochschule" Fritz Heckert) in seinem „Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg“ gleich die richtigen Daten parat.

Denn auch nach der Wende blieb der Genosse nicht untätig.

Der Linken liefert Winkler eine Systemkritik, bei der er auf Umfrageergebnisse des „Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg“ (SFZ) zurückgreift, das er 1992 gründete und bis 2004 leitete. Die Volkssolidarität und das SFZ marschieren zwar – getreu dem alten Motto – getrennt, schlagen aber vereint. Winkler leistete in beiden Organisationen zwölf Jahre gleichzeitig Vorstandsarbeit und führte sie so eng zusammen. Die Ergebnisse der SFZ-„Sozialreports“ im Auftrag der Volkssolidarität stellen stets tiefe Gräben zwischen Ost und West sowie schlechte Stimmung im Osten fest – ganz so wie die jüngst von PDS in Linke umgetauften SED-Nachfolger.

Und so wird heute noch herumgejammert und selbst der angesehene Tagesspiegel geht diesem SED-Institut auf den Leim und verkündet in der heutigen Ausgabe "Unzufriedenheit im Osten wächst weiter"

http://www.tagesspiegel.de/politik/deuts...;art122,2710965

Neinnein, an den wegweisenden Beschluß unseres Zentralkomitees vom 1. Dezember 1884 in unserer Republik, die Erhöhung der Mindestrente auf 300 Mark der DDR festzusetzen dachte wohl Genosse Winkler in diesem Zusammenhang nicht.

Schon zu DDR-Zeiten bediente Winkler, SED-Mitglied seit 1946, eher linke Ideologien als die Wissenschaft: So entdeckte das Ministerium für Staatssicherheit in dem Direktor des Instituts für Soziologie an der Akademie der Wissenschaften der DDR einen überzeugten Kämpfer für den real existierenden Sozialismus.

Der altgediente Genosse sei ein „konsequent parteilicher Wissenschaftler“, stellte die Stasi 1985 fest, als sie seinen damals sechs Jahre alten Status als Reisekader überprüfte. Er durfte aus dem Mauerstaat weiter relativ unkompliziert raus und rein – ein seltenes Privileg. So wie Winkler heute die Linke berät, tat er es damals mit DDR-Regierung und Volkskammer. Die für die „Sicherung der Volkswirtschaft“ zuständige Hauptabteilung XVIII der Staatssicherheit lobte sein „politisch aktives und klassenmäßiges Auftreten“. Der Wissenschaftler genieße dadurch „großes Ansehen“.
herman
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